Chirurgische Klinik

    Zentrales Patientenmanagement

    Das Zentrale Patientenmanagement wurde 2002 als neue Organisationsstruktur geschaffen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die stationäre Aufnahme von Patienten zu terminieren sowie Operationstermine und Bettenplanung miteinander zu koordinieren. Hierzu ist die enge Zusammenarbeit zwischen Pflege und ärztlichem Personal notwendig.

     

     

     

    Die bis dahin dezentrale, von den Stationen vorgenommene Einbestellpraxis wurde komplett aufgegeben. Stationär aufzunehmende Patienten werden dem ZPM von Seiten der zuweisenden (Haus-)Ärzten, Ambulanzen und umliegenden Krankenhäusern gemeldet. Für die vorhandenen stationären Betten erstellt das ZPM eine aktuelle Belegungsliste mit namentlicher Nennung der Patienten. Die geplanten Entlassungen werden von Seiten der Stationsärzte dem ZPM-Team auf der täglich stattfindenden Visite mitgeteilt. Die Terminierung der Patienten erfolgt zentral unter Berücksichtigung von

     

    - verfügbarer OP-Kapazität

    - der Kapazität der Intensivstation und Intermediate-Care-Station

    - der Pflegeintensität der Patienten, die für Normalstationen geplant sind.

     

    Durch die Zentralisierung der Einbestellung laufen alle verfügbaren Informationen, die für den stationären Aufenthalt wichtig sind, an einer Stelle zusammen. Erstmals gibt es eine zentrale Anlaufstelle für einweisende Ärzte, die kompetente Auskunft bei Rückfragen geben kann und eine Sichtung und Bestandsaufnahme von Voruntersuchungen durchführt, sofern diese noch nicht in den diversen Sprechstunden der Chirurgischen Poliklinik erfolgt ist. Dies ermöglicht eine effektive Gestaltung des notwendigen präoperativen Procederes. Dadurch werden Doppeluntersuchungen vermieden und
    diagnostische Lücken ergänzt.

     

    Vor der stationären Aufnahme können präoperative Untersuchungen terminlich so geplant werden, dass ein Eintritt in die Klinik im Schnitt 24 h vor der Operation ausreichend ist. Voraussetzung hierfür ist eine enge interdisziplinäre Kooperation z.B. mit der Prämedikationssprechstunde der Anästhesiologischen Klinik.

    Die präoperativen Wartezeiten konnten für die großen visceralchirurgischen Eingriffe auf derzeit
    max. 2 Wochen reduziert werden, für kleinere Operationen deutlich weniger. Die Definition eines Ansprechpartners in der Chirurgischen Klink für die zuweisenden Kollegen hat die Kommunikation zwischen Universitätsklinikum und niedergelassenen Kollegen wesentlich gefördert.

     

    Die Planung der Bettenkapazität und der OP-Belegung erfolgt wochenweise, so dass eine optimierte OP-Auslastung erreicht werden konnte. Gleichzeitig wird die Optimierung der Belegung im Intensivbereich und eine gleichmäßige Belegung auf den Normalstationen erreicht. Die Mitarbeiter sowohl in der Pflege als auch in der Ärzteschaft sind von den organisatorischen Arbeiten des Aufnahmemanagements nahezu komplett entlastet.

     

    Mit der Gründung des ZPM wurden die präoperativen Liegezeiten so verkürzt, dass die mit der Einführung der DRG´s erforderliche Optimierung der Liegedauer umgesetzt werden konnte. Das ZPM bewährt sich in seiner Brückenfunktion zwischen ärztlichen Zuweisern und Chirurgischer Poliklinik einerseits und Management im stationären Bereich andererseits. Es hat sich als wirkungsvolles Steuerungsinstrument in der Abteilung etabliert, das einen reibungslosen Ablauf der Patientenaufnahme und OP-Koordination gewährleistet.

     

    Weitere Informationen:

    Zentrales Patientenmanagement

    Frau Richter Tel: 06221 / 56 4878

    Fax: 06221 / 56 4879

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