AG Hassel
Molekulargenetische Mechanismen kardiovaskulärer Entwicklung und Funktion
Das Herz ist das erste Organ das sich während der Embryonalentwicklung ausbildet und seine Arbeit aufnimmt. Von da an übernimmt es die kritische Aufgabe alle Gewebe des gesamten Organismus durch das sich parallel entwickelnde Blutgefäßsystem mit Blut und damit mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Dabei unterliegt die Ausbildung des kardialen als auch des vaskulären Systems stark regulierter, straff aufeinander abgestimmter und evolutionär hoch konservierter molekularer Signale. Etwa 1 aus 100 Neugeborenen kommt mit einem angeborenen Herzdefekt (Störung in der Entwicklung des Herzens und der herznahen Gefäße) zur Welt. Gleichzeitig sterben mehr Menschen an Erkrankungen, die das Herz direkt oder das Blutkreislaufsystem betreffen als durch alle Krebsarten zusammen. Die hohe Morbidität und Mortalität kardiovaskulärer Erkrankungen verdeutlicht die extrem hohe Anfälligkeit dieses Systems für kleinste Störungen.
Fokus unserer Forschung ist es, molekulare Mechanismen beteiligt an der Spezifikation kardiovaskulärer Zellen, der Morphogenese des Herzens und des vaskulären Netzwerks sowie der Initiierung und Aufrechterhaltung der kardiovaskulären Funktion zu untersuchen. Dabei betrachten wir diese Prozesse hauptsächlich aus einem entwicklungsbiologischen Ansatz, um (1) Signalwege zu identifizieren, die kritisch während der embryonalen Entwicklung des kardiovaskulären Systems sind und (2) da molekulare Signalwege die während der embryonalen Kardiovaskulogenese aktiv sind häufig postnatal im physiologischen und pathphysiologischen remodeling reaktiviert werden.
Um dieses Ziel zu verfolgen, wenden wir ein breites Spektrum an modernsten molekularer, genetischer und bildgebender Methoden in unterschiedlichsten Modellsystem mit einem Hauptfokus auf Zebrafisch an.





