Arbeitsgruppe Molekulare Elektrophysiologie
Arbeitsgruppenleiter
Prof. Dr. med. Christoph A. Karle
Medizinische Universitätsklinik III
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Telefon:
+49 6221 56 38630
+49 7940 93 93 93
Fax:
+49 6221 56 5514
+49 7940 93 98 80
Email: Christoph1.Karle@med.uni-heidelberg.de
Lebenslauf:
Mitarbeiter
Max Temmesfeld (Doktorand)
Rainer Kaufmann, Dipl. Phys. (Kirchhoff-Institut f. Physik)
Elvenn Duthil-Straub (Doktorandin)
Myriam Günth (Doktorandin)
Sabrina Roßberger, Dipl. Phys. (Kirchhoff-Institut f. Physik)
Kooperationspartner
Kirchhoff-Institut für Physik, Universität Heidelberg | |
Inst. für Physiologie und Pathophysiologie, Universität Marburg | |
Hygiene Institut, Universität Heidelberg | |
Mairbäurl, Heimo Prof. Dr. | Innere Medizin VII, Universitätsklinikum Heidelberg |
Nierenzentrum Heidelberg | |
Göppert, Benjamin Dr. med. | Abt. für Allgemeine Pathologie, Path. Institut, Univ. Heidelberg |
Innere Medizin III, Universitätsklinikum Heidelberg | |
Scholz, Eberhard Dr. med. | Innere Medizin III, Universitätsklinikum Heidelberg |
Innere Medizin III, Universitätsklinikum Heidelberg |
Projekte
Biophysik von kardialen Kaliumkanälen

Vor ca. 10 Jahren entstanden die ersten Arbeiten zur Struktur- und Funktionsanalyse von Ionenkanälen mit Hilfe der Röntgen-Kristallstrukturanalyse in der Arbeitsgruppe von Roderick Mackinnon, der dafür 2003 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Im Rahmen eines DFG-Projektes (Molecular analysis of the regulation of cardiac IK1 current by protein Kinase A and protein kinase C) sollen nun membranständige Inward-Rectifier-Kaliumkanäle, deren Untereinheiten mit verschiedenen Fluorophoren markiert worden sind (Abb. 1), sowohl an nativen Kardiomyozyten als auch an Expressionssystemen mit neuen lichtoptischen Nanotechnologien (z.B. Spectral Precision Distance Microscopy; SPDM; Abb. 2) untersucht werden. Dabei stehen die subzellulären Kolokalisationen der heterotetrameren Untereinheiten innerhalb der Zelle, sowie die Zusammensetzung der einzelnen Kanäle aus den Untereinheiten Kir2.1 und Kir2.2 im Vordergrund. Die unter anderem eingesetzte SPDM Technologie erlaubt Lokalisationsgenauigkeiten im Bereich von 10 - 40 nm mit lichtoptischen Methoden (Abb.3). Im Rahmen weiterer Arbeiten sollen die Beschaffenheit der Kanäle, ihr Trafficking-Verhalten sowie die Interaktion mit Proteinkinasen unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen genauer untersucht werden.
Wissenschaftliche Methoden
1. Nanooptische Methoden (Kirchhoff-Institut für Biophysik)
Spectral Precision Distance Laser Microscopy; SPDM
4-Pi-Microscopy (in Zusammenarbeit mit dem Kirchhoff-Institut für Biophysik und Bioquant)
Fluorescence Resonance Energy Transfer; FRET
2. Molekulare Elektrophysiologie
Zwei-Elektroden-Voltage-Clamp an Xenopus Oozyten
Klassische Patch-Clamp-Technik
Molekularbiologische Techniken an Expressionssystemen
Drug-Safety-Consulting

Arzneimittelsicherheit QT-verlängernder Substanzen
Zahlreiche Medikamente führen im klinischen Gebrauch zu Repolarisationsstörunge. Klinisch können sich solche Effekte in Form einer Verlängerungen der QT-Zeit äußern (erworbenes Langes-QT-Syndrom). In Abhängigkeit von Begleitfaktoren und individueller Disposition besteht ein erhöhtes Risiko für die Entstehung maligner ventrikulärer Arrhythmien (Torsade-de-Pointes").
Als wichtigstes molekulares Korrelat der pharmakologisch bedingten Repolarisationsstörungen git der kardiale "Human Ether-à-Go-Go Related Gene" Kaliumkanal (hERG), der infolge seiner charakteristischen Biophysik wesentlich an der kardialen Repolarisation beteiligt ist. Infolge der räumlichen Konfiguration und Aminosäuresequenz der Kanal-Kavität bildet der hERG-Kanal ein wichtiges pharmakologisches "Target" für verschiedenste Moleküle.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen der Pharmaindustrie konnten so bereits einige Medikamente, die klinisch mit Repolarisationsstörungen oder Arrhythmien in Verbindung gebracht wurden, als hERG-Inhibitoren indentifiziert und pharmakologisch mit Hilfe differenzierter Protokolle charakterisiert werden.
Repräsentative Publikationen
Karle CA, Zitron W, Wendt-Nordahl G, Kathöfer S, Thomas D, Gut B, Scholz E, Vahl CF, Katus HA, Kiehn J. Human cardiac inwardly-rectifiying K+ channel Kir (2.1b) is inhibited by direct protein kinase C-dependent regulation in human isolated cardiomyocytes and in an expression system. Circulation. 2002 Sep 17;106(12):1493-9.






