Prof. Dr. med. Stefan Duensing

Individualisierte Tumortherapie

Molekulare und Translationale Uroonkologie

Ziel der translationalen und klinischen Uroonkologie ist es, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung und Progression urologischer Tumoren zu erarbeiten, und diese in innovative Ansätze zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Prognoseabschätzung und Therapie uroonkologischer Erkrankungen umzusetzen.

 

Dazu wird ein interdisziplinäres Team von molekularbiologisch und klinisch orientierten Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stefan Duensing zusammenarbeiten.

 

Prof. Dr. med. Stefan Duensing leitet seit dem 1. Februar 2011 die Sektion Molekulare Uroonkologie der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Mehr lesen ...

 

 

Blasenkrebs

Bösartige Tumore der ableitenden Harnwege

Die ableitenden Harnwege transportieren und speichern den Urin auf seinem Weg von den Nieren bis zur Ausscheidung aus dem Körper. Sie reichen von den Nierenbecken über die Harnleiter (Ureter) und die Harnblase bis zur Harnröhre (Urethra) und sind mit einer einheitlichen zellulären Deckschicht, dem Urothel, ausgekleidet. Diesen Abschnitten des Urogenitaltraktes ist neben der einheitlichen Oberflächenstruktur auch der Kontakt zum Harn gemeinsam, über den viele Giftstoffe in hoher Konzentration aus dem Organismus ausgeschieden werden. Für diese Aufgabe sind die Deckzellen zwar ausgelegt, jedoch können zu hohe Konzentrationen von giftigen Substanzen zur Entartung des Urothels und damit zur Entstehung von bösartigen Tumoren der ableitenden Harnwege führen. Da die Harnwege nur schwer für unsere Beobachtung zugänglich sind, ist es besonders wichtig mögliche Warnsignale sofort zu erkennen. Nur wenn der Krebs an diesen Stellen frühzeitig erkannt wird lässt er sich kontrollieren und heilen. Mehr lesen ...

 

 

Photodynamische Diagnostik

Photodynamische Diagnostik nicht-muskelinvasiver Harnblasentumoren –
das Unsichtbare sichtbar machen

In Deutschlang erkranken jedes Jahr ca. 16.000 Patienten neu an einer bösartigen Erkrankung der Harnblase. Diese Tumoren sind in den meisten Fällen auf die innere Auskleidung der Harnblase beschränkt und wachsen somit nicht muskelinvasiv. Obwohl diese Tumoren in der Regel durch endoskopische Methoden beherrscht werden können, bilden sich im weiteren Verlauf leider bei sehr vielen Patienten neue Tumoren. Durch die lokale Verabreichung von wachstumshemmenden Stoffen wie Chemotherapeutika oder Immunmodulatoren kann die Rezidivrate zwar gesenkt werden, aber die gründliche Entfernung der Tumoren im Rahmen der TUR-B (transurethrale Elektroresektion der Blase) darf nicht unterschätzt werden. Mehr lesen ...

 

 

Minimal-invasive Chirurgie

Endoskopische Operationsverfahren

Diagnostische und therapeutische Verfahren, ohne Schnitt über Spiegelinstrumenten (Endoskopen) durchgeführt, wurden erstmals in kleinem Rahmen im vorletzten Jahrhundert in der Urologie angewendet. Heutzutage kommen an der Urologischen Uniklinik Heidelberg diese minimal-invasiven Techniken für Eingriffe an Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase, Prostata und Harnröhre zum Einsatz.  Mehr lesen...

 

Minimal-invasive Urologie

Laparoskopisches Instrumentarium

Minimal-invasive Operationstechniken haben in den letzten Jahren die klinische Urologie revolutioniert. Routinemäßig werden heute Erkrankungen von Nebenniere, Niere, Harnleiter, Blase und Prostata mittels Bauchspiegelung ohne Schnitt durchgeführt. Voraussetzung dafür ist die Austattung mit modernstem Instrumentarium. Besondere Möglichkeiten eröffnet in diesem Zusammenhang der Einsatz der DaVinci computerassistierten Laparoskopie.

 

Chirurgie der neuen Generation

Da Vinci Operationstechnik

"DaVinci" steht für die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie. Damit können schonende Bauchspiegelungsoperationen (Laparoskopie) mit hochauflösender 3-dimensionaler Präzision vorgenommen werden. Die Urologische Universitätsklinik Heidelberg hat die DaVinci Operationstechnik bereits im Jahr 2004 erfolgreich eingeführt und verfügt damit auf diesem Gebiet über die längste Erfahrung in Deutschland. Seither ist die radikale Entfernung der Prostata mittels DaVinci als Standardtherapie in der täglichen klinischen Anwendung etabliert. Weitere Krankheitsbilder, die mittlerweile an unserer Klinik minimal-invasiv mit dem Da Vinci System behandelt werden, sind bösartige Blasen- und Nierentumore, die Blasensenkung der Frau sowie die Nierenbeckenabgangsenge. Entsprechend ihrem medizinischen Versorgungsauftrag sind an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg auch bei Anwendung des Da Vinci Systems alle Behandlungskosten sowohl durch die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen vollständig gedeckt; eine weitere Zuzahlung durch die Patienten selbst ist damit nicht notwendig.  Mehr lesen ...

 

Blasenkrebs

Da-Vinci-assistierte radikale Zystektomie (minimal-invasive Behandlung des Blasenkrebses)

Bösartige Blasentumore, die tief in das Gewebe vordringen oder bei oberflächlicher Ausdehnung an mehreren Stellen in der Blase wuchern, können häufig nur durch eine operative Entfernung der Blase (radikale Zystektomie) und eventuell befallener Lymphknoten lebensrettend behandelt werden. An der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg werden diese Operationen entsprechend dem Befund und der allgemeinen Situation des Patienten entweder in der klassisch offenen Technik oder minimal-invasiv unter Verwendung des DaVinci® -Systems genau und schonend durchgeführt. Idealerweise wird gleichzeitig ein kontinenter Ersatz der Harnblase durchgeführt. Die besondere Erfahrung der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg auf diesem Gebiet wird durch die ausführliche Beratung in den Zweitmeinungsgesprächen und den hohen Operationszahlen pro Jahr dokumentiert. Mehr lesen ...