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Kardiologie, Angiologie & Pneumologie
Medizinische Klinik

Chest Pain Unit (CPU)

Zertifizierungslogo CPU

 

Telefon: (06221) 56 - 80 80

Fax: (06221) 56-5798

 

Leiter:

Prof. Dr. med. E. Giannitsis

 

Behandlungskonzept der Chest Pain Unit (CPU)

Mit dem Umzug in die neue Klinik hat die „Chest Pain Unit“ der Abteilung für Kardiologie ihren Betrieb aufgenommen. Dabei handelt sich um eine Notaufnahmestation mit 6 Überwachungsplätzen und 3 Untersuchungskabinen, die speziell für die Abklärung bei kardiologischen Notfallpatienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sowie anderer kardiovaskulärer Notfälle (z.B. Herzrhythmusstörungen) eingerichtet worden ist.

 

Patienten mit unklaren Brustschmerzen werden unmittelbar, ohne den Umweg über die allgemeine Notfallambulanz der Medizinischen Klinik, in die Unit gebracht. Liegt ein Herzinfarkt vor oder wird er befürchtet, werden sie von der Kardiologischen Wachstation zur engmaschigen Betreuung übernommen.

 

Die Grundidee der „Chest Pain Unit“ sieht so aus: Zuweisenden Ärzten und Krankenhäusern wird rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner angeboten werden, der sie bei Notfällen berät und ihre Patienten aufnimmt und versorgt. Den Patienten kann eine rasche, qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie angeboten werden.

 

Für diese Aufgabe ist die „Chest Pain Unit“ mit geschultem ärztlichen und medizinischem Personal und einer hochwertigen technischen Ausstattung bestens ausgerüstet. Dazu gehören u.a. die echokardiographische Diagnostik (Ultraschall) am Krankenbett und der kontinuierliche Registrierung der ST-Strecke im EKG ausgerüstet, die einen wichtigen Indikator für einen Herzinfarkt darstellt.

 

Die Behandlung richtet sich nach den Leitlinienempfehlungen der nationalen und internationalen Fachgesellschaften und berücksichtigt die Schwere der Erkrankung und das Risiko für den Patienten. Bei geringem Risiko kann er auf eine Station verlegt werden; kritische Fälle oder Patienten mit Herzinfarkt werden dagegen auf eine nächsthöhere Überwachungsstufe (Kardio-Wachstation oder Kardio-Intensivstation) verlegt.

 

Anderseits können Patienten ohne erkennbares Risiko oder eine schwere Herzerkrankung rasch nach Hause entlassen und von der Sorge um ihren Gesundheitszustand befreit werden. Dadurch können aber auch Behandlungskosten gering gehalten, Fehlbelegungen zu reduziert und damit verfügbare Ressourcen für die kranken Patienten optimal eingesetzt werden.

 

Entscheidend für die Umsetzung des neuen Notfallkonzepts sind die optimalen räumlichen Voraussetzungen. Einmalig ist auch die Nähe der „Chest Pain Unit“ zu den 4 Herzkatheterlaboren, was eine schnelle Versorgung kritisch kranker Herzpatienten erlaubt.

 

Insgesamt handelt es sich um ein innovatives Patientenversorgungssystem, welches die Qualität der Notfallversorgung optimieren soll. Andererseits wird versucht die Patientenströme zu lenken und eine kosteneffektive Versorgung unter Ausnutzung stationärer und ambulanter Strukturen sicherzustellen.