Fortbildung und Fachberatung
Die Mitarbeiter des Institutes für Medizinische Psychologie sind in vielfältiger Weise an Fortbildungsveranstaltungen in unterschiedlichsten Bereichen der Medizin beteiligt. Von A wie Allgemeinmedizin bis Z wie Zahnheilkunde gehen Anfragen ein, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten zu bedienen versuchen. Die wissenschaftlichen Vorträge und Fortbildungsbeiträge des Institutsleiters können auf unserer Homepage im Internet abgerufen werden: Publikationsliste Rolf Verres
Supervision und Coaching. Das Institut führt Einzelcoaching für Führungskräfte (z.B. leitende Ärzte und Pflegedienstleitungen) sowie Teamberatung von Stationen und Fachdiensten innerhalb und außerhalb des Klinikums durch, meist als Ad-hoc-Kurzzeitberatungen, auch telefonisch. Seminare zum Thema „Burn-Out-Prävention“ unter Nutzung Systemischer Supervisionsmethoden wurden 1996 und 1997 über drei Semester angeboten und insbesondere von Pflegekräften, Fachtherapeuten, psychosozialen Fachkräften und Klinikseelsorgern genutzt. In Einzelfällen kann eine kollegiale Beratung auch auf Wunsch in eine psychotherapeutische Unterstützung übergehen.
Familienmedizinische Fallkonferenz. In den Jahren 1996 und 1997 trafen sich zwei Semester lang familienmedizinisch/familienberaterisch tätige Fachleute aus verschiedenen organmedizinischen und psychotherapeutischen Abteilungen des Klinikums zu regelmäßigen monatlichen Fallkonferenzen. Die Initiative fand ihren vorläufigen Abschluss in einer Ringvorlesung „Familienmedizin“, die im Sommersemester 1997 in der Psychosomatischen Klinik stattfand. Im Wintersemester 1997/98 fand ferner ein Fortbildungsseminar „Systemische Familienmedizin in der Arztpraxis“ mit 18 niedergelassenen Ärzten statt (in Kooperation mit Dipl.-Psych. Rüdiger Retzlaff, damals Psychosomatische Klinik).
Interdisziplinäre Fallkonferenz über Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Seit 1990 findet regelmäßig eine Fallkonferenz statt, in der gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen aus der Universitätsfrauenklinik Paare mit unerfülltem Kinderwunsch aus der Sicht der behandelnden Mediziner und der beratenden Psychologen besprochen werden, um zu einer ganzheitlichen Behandlungsempfehlung zu kommen. In diesen gemeinsamen Fallkonferenzen wurden bisher ca. 600 Kinderwunsch-Paare aus der Universitätsfrauenklinik diskutiert.
Fortbildungsveranstaltungen „Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde“. Zwischen 1994 und 2000 wurden 13 Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die gemeinsam mit ärztlichen Kollegen und Kolleginnen aus der Universitätsfrauenklinik Heidelberg abgehalten wurden. Zielgruppen waren niedergelassene Frauenärzte, Psychologische Berater (z.B. in Adoptionsvermittlungs- oder Familienplanungsstellen) und Psychotherapeuten, die sich mit Fertilitätsstörungen befassen. Diese Fortbildungsveranstaltungen wurden mittels Rückmeldebögen durch insgesamt ca. 300 Teilnehmer evaluiert. Das psychologische Beratungskonzept wurde in Workshops, auf nationalen und internationalen Tagungen und Kongressen interessierten Fachkollegen und Fachkolleginnen präsentiert. Zusätzlich fanden in diesem Zeitraum zehn Informationsveranstaltungen (in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsfrauenklinik Heidelberg) für interessierte Paare statt.
Fortbildung für feste und ehrenamtliche Mitarbeiter des Klinikums. Es werden regelmäßig Seminare für Pflegedienstkräfte des Universitätsklinikums in Zusammenarbeit mit der „Innerbetrieblichen Fortbildung“ (IbF) durchgeführt. Ziel der Seminare ist, bei dieser Berufsgruppe zu einer Burn-out-Prävention durch einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper beizutragen. Darüber hinaus wurden auf Anfrage Fachbeiträge und Seminare für verschiedene Abteilungen und Arbeitskreise des Universitätsklinikums gegeben (Kindernephrologie, Klinikseelsorge, Psychosozialer Arbeitskreis der Kopfklinik, ökumenische Krankenhaushilfe).
Internationale Psychotherapie-Fortbildungen. Das Institut beteiligte sich an mehreren internationalen Psychotherapie-Fortbildungsprojekten besonders in Schwellenländern. Schwerpunkt war das Nationale Trainingsprogramm der Deutsch-chinesischen Akademie für Psychotherapie, an dem Prof. Dr. Jochen Schweitzer 1998 (in Shanghai und Wuhan), 1999 (Kunming) sowie 2001 (Kunming) als Trainer mitwirkte; weitere Fortbildungsprogramme in Polen (Poznan 1994 und Lodz 1995) wurden von uns unterstützt. Prof. Dr. Rolf Verres arbeitet seit vielen Jahren mit der Österreichischen Gesellschaft für Psychoonkologie und der Schweizerischen Ärztegesellschaft für psycholytische Therapie zusammen, neuerdings auch mit der Psychiatrie im Universitätsklinikum in Kunming/China.
Fachberatung Computerunterstützte Methoden in der Qualitativen Forschung. Qualitative Forschung erfordert meist die Verwaltung und Auswertung großer und komplexer Datenmengen (Texte verschiedenster Art). Zu diesem Zweck existieren eine Reihe computergestützter Hilfen, so z.B. das Textinterpretationsprogramm ATLAS/ti. Dr. Henrik Jungaberle bietet seit 1998 fachliche Beratung und Einführung, auch über mögliche Schnittstellen zur quantitativen Auswertung für interessierte Forschende an. Er bietet ebenfalls Beratung zu einer Reihe weiterer Programme, wie dem zum Erstellen wissenschaftlicher Texte nützlichen Literaturverwaltungsprogramm ENDNOTE. Dr. Horst Scherg ist Methodenberater für die Institutsmitarbeiter sowie für Doktoranden und Diplomanden.
Fortbildungsreihe „Spiritual Care – Mitgefühl und Weisheit in der Begleitung Sterbender“. Das hier angebotene 2-Jahres-Training „Spirituelle Begleitung“ möchte medizinisches Personal darauf vorbereiten, alle Facetten des Leidens, die Sterbende erfahren müssen, klar zu erkennen und hilfreich auf sie reagieren zu können. Das Institut für Medizinische Psychologie implementierte dieses außeruniversitär langjährig erprobte Ausbildungsprogramms „Spiritual Care“ im Rahmen eines Modellprojektes als von der Innerbetrieblichen Fortbildung „ibf“ anerkannte Fortbildung in das Universitätsklinikum. Das erste der vier 4-tägigen Ausbildungsmodule fand im Dezember 2000 unter guter Resonanz statt (auf Anhieb 70 Teilnehmer). 60 Teilnehmer entschieden sich für die weiterführenden Module. Sämtliche Module werden mit begleitenden Fragebögen jeweils vor und nach den Veranstaltungen evaluiert, Video-Aufzeichnungen sollen qualitativ im Hinblick auf die Didaktik der zentralen Inhalte analysiert werden. Zwischen den Modulen finden unter der Leitung von Dr. Saalfrank und Dr. med. Ingrid Strauss monatliche Studiengruppen statt (16 Teilnehmer), so dass eine begleitende Untersuchung des langfristigen Teilnehmerverhaltens gewährleistet ist.
Odenwald-Institut. Seit 1993 werden von der Musiktherapeutin Sabine Rittner in Zusammenarbeit mit dem Odenwald-Institut, Wald-Michelbach, regelmäßige Fortbildungen für ein interessiertes medizinisches, psychologisches und pädagogisches Fachpublikum durch geführt. Gelegentlich beteiligt sich auch Prof. Dr. Rolf Verres an diesen Fortbildungen.
updated: 20/03/2007





