Institut für Public Health

 

Basis Kurs

Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern

Allgemeine Informationen

Tropenkurs und Medizin in Entwicklungsländern sind frühere Namen des  Kurses, der seit 1974 von der Abteilung Tropenhygiene und Öffentliches Gesundheitswesen an der Universität Heidelberg (Direktor: Prof. Dr. R. Sauerborn) veranstaltet wird.

 

Der Kurs wendet sich an Personen, die sich auf die Mitarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor vorbereiten.

 

Der Kurs wird als Fortbildung der Kategorie H von der Landeskammer Baden-Württemberg  auf das Fortbildungszertifikat anerkannt.

 

Teilnehmer des Kurses sind vor allem:

 

  • Ärzte/innen
  • Krankenschwestern/pfleger
  • Hebammen
  • MTAs
  • Apotheker(innen)
  • Krankengymnast(inn)en
  • Politolog(inn)en
  • Soziolog(inn)en
  • Pädagog(inn)en
  • Ethnolog(inn)en
  • u.a.m.

Nachdem sich das Aufgabenspektrum der medizinischen Fachkräfte im Entwicklungsdienst in den letzten Jahren deutlich verändert und erweitert hat und die Auswahl an Fachliteratur und Lehrmaterialien zum Selbststudium ständig wächst, konnte für 2010 ein neues Curriculum entwickelt werden.

Organisatorisches

Der 2wöchige Kurs findet zweimal pro Jahr (Februar und August ) statt.

Der Unterricht ist intensiv und erfolgt ganztägig von 9-17 Uhr.

 

Faltblatt

 

Im Anschluß findet ein 2 wöchiger interdisziplinärer Kurs

Multisektorale Antworten auf HIV / AIDS statt.

Lernziele

Modul 1

 

Das erste Modul (Basismodul) macht die TeilnehmerInnen vertraut mit den Grundsätzen der Deutschen Entwicklungspolitik und den Determinanten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im Hinblick auf den Gesundheitssektor.

Dieses Modul verfolgt folgende Lernziele:

Die erfolgreichen TeilnehmerInnen:

    •  kennen die Grundzüge deutscher Entwicklungspolitik und die Kernelemente des Engagement der Bundesrepublik für Entwicklungszusammenarbeit (EZ aus einem Guss, BMZ – Sektorstrategie)
  • sind vertraut mit den wesentlichen Aspekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und kennen die Aufgaben und Rollen der wichtigsten Akteure (WHO, Weltbank, UNAIDS, Global Fund, deutsche Entsendeorganisationen wie GTZ, KFW, DED, AGEH, EED, INWENT usw.)
  • verstehen die wesentlichen Unterschiede in den Gesundheitssystemen der Industrie- und Entwicklungsländer und kennen die wesentlichen Strategien, um die Gesundheitssysteme armer Länder zu stärken (PHC, MDG, Paris Declaration, sector wide approach, usw.)
  • haben eine klare Vorstellung von den sie erwartenden Aufgaben und können ihren eigenen Beitrag in den Gesamtkontext kritisch und realistisch einordnen.
  •  haben Basiskenntnisse über wichtige Krankheitsbilder und Morbiditätsrisiken, die ihnen im Einsatzland begegnen können (u.a. Malaria, HIV/AIDS, Psychotraumatologie, humanitäre Krisen etc.)

 

 

Unterrichtsmethoden

Es kann heute nicht mehr die Aufgabe eines Vorbereitungskurses sein, allen Teilnehmern eine vorbestimmtes Standardpaket an Grundlagen- oder Detailwissen zu vermitteln. Die Aufgaben und Arbeitsbedingungen der Entwicklungshelfer sind so vielfältig, dass die ständige Ausweitung und Revision von Wissen und Einschätzungen zu erfolgreichem Arbeiten befähigt.

 

Somit kommt es für uns darauf an, den lebenslangen Lernprozess von Erwachsenen zu beschleunigen, sie zu befähigen, selbst verlässlich Information zu finden oder zu schaffen und auf der Basis verlässlicher Einschätzungen zu entscheiden.

 

Die Methodik des Kurses setzt ein hohes Maß an Eigeninitiative der Teilnehmer voraus.

 

Wir helfen ihnen, sich in der Bibliothek und im Internet zurechtzufinden und schaffen Zugang zu internationalen Lehrmaterialien, so dass zum Teil eine individuelle Vorbereitung entsprechend der zu erwartenden Aufgaben und entsprechend der Vorkenntnisse möglich wird.

 

Eine Bibliothek speziell für unseren Kurs steht Ihnen auch zur Verfügung. Hierzu gibt es eine spezielle Literaturliste.

 

Daneben unterrichten wir in Vorlesungen, im Lehrgespräch und in Kleingruppen, wobei hoher Wert auf Eigenbeteiligung gelegt wird. Diese verbessert nicht nur den Unterrichtserfolg, sondern sie befähigt auch die Teilnehmer zu besseren Formen der Kommunikation im Team und als Unterrichtende.

Vorläufiger Stundenplan und Literatur

Vorläufiger Stundenplan

 

 

Kursbegleitende Literatur

  • Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern
    Medizinisches Handeln aus bevölkerungsbezogener Perspektive
    Diesfeld/Falkenhorst/Razum/Hampel (Hrsg.) 2. vollst. überarb. Auflage 2001
    erhält man kostenfrei bei Kursbeginn.
  • Das Buch führt in das Verständnis von Gesundheitssystemen ein und berücksichtigt dabei besonders praktische Fragen des Managements von präventiven und kurativen Gesundheitsdiensten auf Distriktebene.

 

Der Begriff „Gesundheit" umfasst hier nicht nur medizinische Aspekte, sondern das soziale, ökonomische und ökologische Umfeld der Bevölkerung, ohne das ein Verständnis der gesundheitlichen Probleme nicht möglich ist.

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