Der Grauer Star (Katarakt)
Der Begriff "Katarakt" entwickelte sich im Mittelalter aus den lateinischen Übersetzungen der antiken griechischen und arabischen Schriften.
Der Star wurde bei den Arabern mit dem Begriff ma (=Wasser) oder ausführlicher al-ma' an-nazil fi'l `ain, d.h. "Wasser, das herabsteigt in das Auge" beschrieben. Hieraus ist der mittelalterliche Name "cataracta" (=Wasserfall) entstanden.
Der Begriff "Star" oder auch "Staar" in der deutschen Sprache wurde nach bereits im 8. Jahrhundert in der Verbindung "staraplint" = starblind benutzt.Dies leitet sich wiederum von dem Verb "starren" ab, welches die "Augenstarre" der blinden Starpatienten beschreibt. Der graue Star besteht in der Trübung der Augenlinse. Die Augenlinse ist hinter der Regenbogenhaut und hinter der Pupille gelegen. Sie ist, wie eine Linse im Photoapparat, dafür da, das Auge auf verschiedene Entfernungen einzustellen und auf Dinge zu fokussieren. Sie besteht aus einer Kapsel, einem Linsenkern und einer Linsenrinde.

- Letztere wird von den Linsenfasern gebildet. Diese werden das ganze Leben lang Schicht um Schicht produziert, sodaß die Linse kontinuierlich an Dicke zunimmt und schließlich im Alter immer weniger elastisch ist und immer mehr eintrübt.

- Das erstes Bild zeigt eine Spezialaufnahme einer Linse eines jungen Menschen, das folgende Bild die eines alten Menschen. Man sieht die Zunahme der Linsendicke und der Dichte.
Ein grauer Star kann in jedem Lebensalter auftreten, auch wenn der Altersstar der häufigste ist. Die Katarakt kann angeboren sein ,sodaß oft schon in den ersten Lebensjahren operiert werden muß. Sie kann vererbt werden. Im jugendlichen und mittleren Lebensalter kann ein grauer Star durch Verletzungen entstehen, durch chronische Entzündungen im Auge (Regenbogen-hautentzündung) oder durch andere Augen-erkrankungen, wie z.B. Netzhauterkrankungen.
Bestimmte Medikamente können, wenn sie jahrelang eingenommen werden, zu Linsentrübungen führen (z.B. Kortisonstar).
Am häufigsten ist jedoch der Altersstar. Hier unterscheidet man oft welche Form der Trübung vorliegt, z.B. eine Rindentrübung, eine Linsenkerntrübung.
Wird der Star nicht operiert, nimmt die Trübung soweit zu, daß der Patient erblindet. Der Star wird reif oder gar überreif, der Linseninhalt verflüssigt sich, der Linsenkern sinkt in der Kapsel herab.












