Das Wissenschaftsjahr 2009


Forscherinnen und Forscher überwinden täglich die Grenzen des
Bekannten und sind mit ihren Erkenntnissen Wegbereiter der
Welt von morgen. Das Wissenschaftsjahr 2009 mit dem Thema
Forschungsexpedition Deutschland stellt diesen Pioniergeist in
den Mittelpunkt und lädt die Bürgerinnen und Bürger zu einer
Entdeckungsreise durch die deutsche Wissenschaftslandschaft
ein.

 

Heidelberg im Wissenschaftsjahr 2009

Heidelberg ist der Treffpunkt der Wissenschaft mit dem Schwerpunktthema
„Wunder Mensch“ und fragt „Hat Gesundheit
Zukunft?“. Die bundesweit zehn Treffpunkte der Wissenschaft
werden von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem


Deutschen Städtetag gefördert:
www.staedte-im-wissenschaftsjahr.de


Gesundheit zu bewahren oder wieder herzustellen hat in Heidelberg
seit Jahrhunderten Tradition. Heute ist Heidelberg eines der
führenden Zentren der medizinischen Grundlagenforschung in
Deutschland. Die Verbindungen der Ruprecht-Karls-Universität
zu international anerkannten Heidelberger Forschungszentren
wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem
Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) sind
eng. Das Universitätsklinikum ist ein wichtiger Partner für die
rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Behandlung
von Patienten.

 


Die „Forschungsexpedition Deutschland“ ist eine Einladung an
alle Bürgerinnen und Bürger, ihre eigene Expedition zu unternehmen.
Mit Vorträgen und Medizin zum Anfassen, um auch jungen
Menschen die Faszination an der Wissenschaft näher zu bringen,
stellt sich Heidelberg der Frage:

 

Wunder Mensch – Hat Gesundheit Zukunft?

„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen,
geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen
von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen
Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes
menschlichen Wesens (...). Für die Erreichung des besten Gesundheitszustandes
ist es von besonderer Bedeutung, dass die
Erkenntnisse der medizinischen, psychologischen und verwandten
Wissenschaften allen Völkern zugänglich sind. Eine aufgeklärte
öffentliche Meinung und eine tätige Mitarbeit der Bevölkerung
sind für die Verbesserung der Gesundheit der Völker von höchster
Wichtigkeit. Die Regierungen tragen die Verantwortung für die
Gesundheit ihrer Völker; sie können diese nur auf sich nehmen,
wenn sie die geeigneten hygienischen und sozialen Vorkehrungen
treffen.“


Dieser Auszug aus der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) macht es deutlich: Gesundheit geht alle an – und kann
nur durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik sowie
Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden. Die medizinische Forschung
der letzten Jahre hat die Möglichkeiten, kranke Menschen
zu heilen, weiter verbessert – zugleich sind die Herausforderungen
an die Gesundheit in einer globalisierten Welt hoch.


„Hat Gesundheit Zukunft?“ – diese Forschungsfrage fordert die
biomedizinischen Heidelberger Forschungsinstitute und die
Kliniken auf, ihren Beitrag zur Gesundheit zu defi nieren.
Hat Gesundheit Zukunft?

www.forschungsexpedition.de

 

 

Gesundheitsressource Bewegung – Chance für die Zukunft

20.09.2009 im Rathaus – neuer Sitzungssaal
Referent: Prof. Dr. Gerhard Huber
Institut für Sport und Sportwissenschaft

Wenn es ein Medikament gäbe mit den gleichen positiven
Effekten wie regelmäßige Bewegung, es wäre ein wahres
Wundermittel.
Trotz der vielen positiven Belege für die Wirksamkeit wird
dieses Mittel noch viel zu wenig genutzt. Im Vortrag soll die
„drückende Beweislast“ zugunsten der Bewegung vorgestellt
und gezeigt werden, wie einfach die Umsetzung für die Menschen
sein kann.

 

 

Mit Spitzenforschung gegen Krebs

27.09.2009 Alte Universität - Aula
Referent: Prof. Dr. Otmar D. Wiestler
Vorstandsvorsitzender des Dt. Krebsforschungszentrums

Die Krebsforschung befi ndet sich derzeit in einer besonders
spannenden Phase: Die Ergebnisse der Grundlagenforschung
sind so vielversprechend, dass die Projekte nun aus dem Labor
in die Klinik übertragen werden können. Prof. Dr. Otmar Wiestler
wird in seinem Vortrag einige Beispiele für die „Translation“
solcher Forschungs-Highlights aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum
vorstellen.

 

 

„Expedition Zukunft“ Ausstellungszug

04.-06.10. am Hauptbahnhof Gleis 9

04.10. 11:00 Uhr offi zielle Eröffnung des Zuges


Wie leben wir in 20 Jahren? Wohin entwickeln sich Wissenschaft
und Technik? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die
Wissenschaftsausstellung „Expedition Zukunft“.
Heidelberg ist die 46. von insgesamt 62 Stationen, die der
Ausstellungszug bis November 2009 mit bislang großem
Erfolg und bereits über 135.000 Besuchern anfährt. Die zwölf
Ausstellungswagen der „Expedition Zukunft“ bieten visionäre
Einblicke, multimediale Installationen und Mitmach-Exponate,
die zeigen, wie sich unsere Welt in den nächsten Jahrzehnten
verändern wird.
Anmeldung für Schulklassen: www.expedition-zukunft.org

 

 

„Medizin ist cool“

Sonntag, 04.10.2009 von 12:00 – 17:00

in der Chirurgischen Klinik

Die Chirurgische Klinik stellt an diesem Tag das Foyer, den Hörsaal,
den OP und weitere Räumlichkeiten zur Verfügung, um sich
dem Thema „Wunder Mensch“ im Wissenschaftsjahr 2009 zu widmen. „Medizin ist cool“ - den Beweis hierfür können Kinder
und Jugendliche bei Vorträgen und Aktionen herausfi nden.
Medizin wird an diesem Tag „greifbar“, z. B. lernen die Kinder
nähen wie die Chirurgen, Schlüssellochchirurgie, können den OP
besichtigen und Vorträge besuchen, z. B. zum Thema „warum
schlafe ich ein und warum wache ich wieder auf“.


Weitere Informationen unter: www.klinikum.uni-heidelberg.de

 

 

Zukunft Altern

11.10.2009 Alte Universität - Aula
Referent: Prof. Dr. Hans-Werner Wahl/ Prof. Dr. Andreas Kruse
Psychologisches Institut /Institut für Gerontologie

Alt werden will jeder. Alt sein nicht. Aber was heißt Alter und
Altern?
Prof. Dr. A. Kruse und Prof. Dr. H.-W. Wahl vermitteln in diesem
Vortrag anhand der Befunde moderner Forschung vor allem eine
zentrale Botschaft: Altern kann, je nach individueller und gesellschaftlicher
Weichenstellung, einen befriedigenden Lebensabend
beinhalten und eine soziale Funktion erfüllen, wobei selbst Pfl egebedürftigkeit
oder Demenz sehr unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten
der individuellen Lebensbedingungen bieten.
Allerdings: Wir müssen die Weichen jetzt richtig stellen, denn das
Altern und wie wir damit umgehen, ist unser aller Zukunft.

 

 

Kennen Sie schon Ihr Genom? - Humangenetik zwischen

Fakten und Fiktion

18.10.2009 im Rathaus – neuer Sitzungssaal
Referent: Prof. Dr. Claus R. Bartram
Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg

Technische Fortschritte werden es in absehbarer Zeit erlauben,
das gesamte Genom von einzelnen Menschen zu entziffern.
Welche Erkenntnisse aus solchen riesigen Datensammlungen
gewonnen werden können, welche Chancen und Risiken damit
verbunden sind soll ebenso angesprochen werden wie die Eckpunkte
des neuen Gendiagnostikgesetzes.

 

 

Stammzellen und Krebs – neue Konzepte für die Therapie

25. Oktober 2009 Alte Universität - Aula
Referent: Prof. Dr. Andreas Trumpp
Deutsches Krebsforschungszentrum

Seit wenigen Jahren setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine oft
kleine Anzahl bösartiger Tumorstammzellen für den ständigen
Nachschub an Krebszellen verantwortlich ist. Die Tumorstammzellen
sind gegenüber Chemotherapie und Bestrahlung unempfi
ndlich und stehen im Verdacht, für Metastasen und für das Wiederauftreten
von Tumoren nach scheinbar erfolgreicher Therapie
verantwortlich zu sein.