Kardiologie, Angiologie & Pneumologie

Leiter

PD Dr. med. Grigorios Korosoglou

Oberarzt

Facharzt für Innere Medizin & Kardiologie

Universität Heidelberg

Abteilung für Innere Medizin III, Kardiologie

D-69120 Heidelberg

Telefon: +49-6221-56 4130

Fax:       +49-6221-56 5513

 

Assistenzärzte:

Dr. med. Sebastian Buß

Dr. med. Dipl. Phys. Gitsios Gitsioudis

Dr. med. Nina Hofmann

Der erste 256-Mehrschicht-Computertomograph in Süd-West-Deutschland hat im Universitätsklinikum Heidelberg den Betrieb aufgenommen - Noch schnellere Untersuchungen bei geringerer Strahlendosis und Innovation in der Herzforschung

Dank der großzügigen Spende der Dietmar-Hopp-Stiftung steht dem Universitätsklinikum Heidelberg seit Dezember 2008 der neue Computertomograph "Brilliance iCT“ der Firma Philips mit der aktuellsten technischen Ausstattung zur Verfügung (Abb. 1). Dieser Computertomograph kann nun bis zu 256 Körperschichten gleichzeitig erfassen. Die Rotationszeit der Röntgenröhre beträgt dabei lediglich noch 0,27 Sekunden bei einer räumlichen Auflösung im Submillimeterbereich. Weitere technische Innovationen betreffen die Leistungsstärke der Röntgenröhre und der Detektoren sowie die Verfahren zur Rekonstruktion von Bildern aus den Rohdaten. So gelingt es, die Bildqualität zu optimieren und gleichzeitig die Strahlendosis zu senken.

 

Abb. 1. Brilliance iCT 256-Mehrschicht-Computertomograph (CT) der Firma Philips. Professor Dr. H. Katus (Abteilung Kardiologie, rechts) und Professor Dr. H.-U. Kauczor (Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie, links) gemeinsam mit dem ersten Patienten.
Abb. 1. Brilliance iCT 256-Mehrschicht-Computertomograph (CT) der Firma Philips. Professor Dr. H. Katus (Abteilung Kardiologie, rechts) und Professor Dr. H.-U. Kauczor (Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie, links) gemeinsam mit dem ersten Patienten.

 

Besonders vorteilhaft wirken sich diese technischen Neuerungen bei der funktionellen Untersuchung bewegter Organe, z.B. Herz und Lunge, aus. So erlaubt das Zusammenspiel dieser Innovationen die sogenannte „Step-&-Shoot“-Methode, bei der das schlagende Herz ausschließlich in einer relativen Ruhephase gegen Ende des Herzschlags untersucht wird. In nur zwei Herzschlägen können das Herz und die Lunge erfasst werden. Gleichzeitig wird die Strahlendosis für den Patienten um mehr als 75% gesenkt.

Bei Patienten mit unklarem Brustschmerz können nun nicht-invasiv im Rahmen einer einzigen Untersuchung die wichtigsten Ursachen wie beispielsweise eine Verstopfung der Herzkranzarterie (Herzinfarkt, Abb. 2), der Lungenarterie (Lungenembolie, Abb. 3) oder Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) ausgeschlossen werden.

 

 

Abb 2. Darstellung der Herzkrankgefäße in einer Patientin mit Verdacht auf koronare Herzerkrankung mit hoher örtlicher Auflösung trotz geringer Strahlenexposition dank der „Step-&-Shoot“ Technik.
Abb 3. Hochaufgelöste Darstellung der Lungengefäße bei einer Patienten mit zentraler Lungenembolie (Pfeil).

 

Die Computertomographie des Herzens wird klinisch und wissenschaftlich gemeinsam von Kardiologen und Radiologen betrieben. Hierzu gehören Forschungsprojekte zur Charakterisierung von atherosklerotischen Veränderungen der Herzkrankgefäße, der Herzklappen (Abb. 4) und der Herzmuskelschwäche vor.

 

Abb 4. 3-Dimentionale Darstellung der Aortenklappe bei einer Patientin nach perkutanem Klappenersatz.
Abb 4. 3-Dimentionale Darstellung der Aortenklappe bei einer Patientin nach perkutanem Klappenersatz.

Übersicht der seit Februar 2008 durchgeführten Herz-CT Untersuchungen:

Verminderung der erforderlichen Strahlenexposition

Durch die Verwendung von Dosissparenden Protokollen gelingt es inzwischen in den meisten Fällen eine Kardio-CT mit einer Dosis von ~1-2mSv zu akquirieren.

Aktuelle Publikationen

  1. Korosoglou, G., Giannitsis, E., and Katus, H. A. (2011) Letter by korosoglou et Al regarding article, "association between high-sensitivity C-reactive protein and coronary plaque subtypes assessed by 64-slice coronary computed tomography angiography in an asymptomatic population", Circulation Cardiovasc Imaging 4, e26.
      
  2. Hosch, W., Stiller, W., Mueller, D., Gitsioudis, G., Welzel, J., Dadrich, M., Buss, S. J., Giannitsis, E., Kauczor, H. U., Katus, H. A., and Korosoglou, G. (2011) Reduction of radiation exposure and improvement of image quality with BMI-adapted prospective cardiac computed tomography and iterative reconstruction, Eur J Radiol.
        
  3. Hosch, W., Heye, T., Schulz, F., Lehrke, S., Schlieter, M., Giannitsis, E., Kauczor, H. U., Katus, H. A., and Korosoglou, G. (2011) Image quality and radiation dose in 256-slice cardiac computed tomography: Comparison of prospective versus retrospective image acquisition protocols, Eur J Radiol 80, 127-135.
       
  4. Korosoglou, G., Mueller, D., Lehrke, S., Steen, H., Hosch, W., Heye, T., Kauczor, H. U., Giannitsis, E., and Katus, H. A. (2010) Quantitative assessment of stenosis severity and atherosclerotic plaque composition using 256-slice computed tomography, Eur Radiol 20, 1841-1850.
        
  5. Korosoglou, G., Heye, T., Giannitsis, E., Hosch, W., Kauczor, H. U., and Katus, H. A. (2010) Anomalous right coronary artery arising next to the left coronary ostium: unambiguous detection of the anatomy by computed tomography and evaluation of functional significance by cardiovascular magnetic resonance, Int J Cardiol 145, e50-53.
       
  6. Korosoglou, G., Dubart, A. E., DaSilva, K. G., Jr., Labadze, N., Hardt, S., Hansen, A., Bekeredjian, R., Zugck, C., Zehelein, J., Katus, H. A., and Kuecherer, H. (2006) Real-time myocardial perfusion imaging for pharmacologic stress testing: added value to single photon emission computed tomography, Am Heart J 151, 131-138.
       
  7. Steen, H., Andre, F., Korosoglou, G., Mueller, D., Hosch, W., Kauczor, H. U., Giannitsis, E., and Katus, H. A. (2011) In vitro evaluation of 56 coronary artery stents by 256-slice multi-detector coronary CT, Eur J Radiol 80, 143-150.