Gynäkologische Endokrinologie & Fertilitätsstörungen

IVF-Labor

Schwerpunkt des IVF-Labors ist die Fertilisation von Eizellen sowie die kurzfristige Kultivierung der sich entwickelnden Embryonen im Brutschrank.



Allgemeine Informationen:

Das Labor der Kinderwunschabteilung befindet sich im Gebäude 4210, Ehemalige Universitäts-Ohrenklinik, Ecke Thibaut-/Voßstrasse im 1. OG, Zimmer 111, das dazugehörige Büro schräg gegenüber im Zimmer 113.

 

Labor:

Tel 06221-567976

Büro:

Tel 06221-567881, Fax 06221-564995r

Email:

markus.montag@med.uni-heidelberg.de

IVF-Labor-Leitung:

Biologin:

Prof. Dr. Markus Montag

Frau Dr. Inge Eberhardt

Technische Assistentin:

Frau Katharina Bandara

Technische Assistentin:

Frau Karin Kaiser

Technische Assistentin:

Frau Petra Lang

Technische Assistentin:

Frau Christel Enders

 



Die Fertilisation der Eizellen erfolgt "im Reagenzglas" durch die Zugabe einer bestimmten Anzahl gut beweglicher Spermien des Ehemanns der Patientin einige Stunden nach Eizellgewinnung. Bei schlechtem Spermiogramm (geringe Anzahl von Spermien, stark eingeschränkte Beweglichkeit) kann die Fertilisation durch gezielte Injektion eines einzelnen Spermiums in die Eizelle erfolgen. Dieses Verfahren heißt Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, abgekürzt: ICSI.

Foto: Eizelle mit Injektionspipette

 

Bevor das genetische Material von Frau und Mann im Inneren der Eizelle verschmelzen und die Eizelle somit fertilisiert ist, liegt das genetische Material für einige Stunden noch räumlich getrennt in Form von zwei sogenannten Vorkernen vor. In dieser Zeitspanne werden die Eizellen im Labor beurteilt.

 

Maximal drei Vorkernstadien werden weiterkultiviert. Sie entwickeln sich im Brutschrank zu Embryonen und werden zwei bis drei Tage nach Eizellgewinnung in die Gebärmutter eingesetzt.

 

Der Embryotransfer findet im Vorraum des Labors statt. Der Embryo befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Zwei- bis Achtzellstadium.

Foto: Vorkernstadium
Foto: Embryo

 

Für überzählige Vorkernstadien besteht im IVF-Labor die Möglichkeit des Einfrierens und der Lagerung in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius (Kryokonservierung von Vorkernstadien).

 

Die Vorkernstadien können zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgetaut werden und nach ein bis zwei Tagen als Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt werden. Wenn keine Kryokonservierung gewünscht wird, werden überzählige Vorkernstadien vernichtet. Fertilisierte, d.h. geteilte Eizellen sind nach dem Embryonenschutzgesetz Embryonen und dürfen als solche nicht mehr kryokonserviert werden, sondern müssen im selben Behandlungszyklus in die Gebärmutter zurückgesetzt werden.



Kryokonservierung

 

Es ist wichtig zu wissen, daß sich selten alle gewonnenen Eizellen fertlilisieren lassen, selbst wenn das ICSI-Verfahren angewendet wird.

 

Die Prozedur der Kryokonservierung überleben durchschnittlich 50 Prozent der eingefrorenen Vorkernstadien.

 

Unbefruchtete und degenerierte Zellen werden verworfen.



Ein weiterer Schwerpunkt des IVF-Labors sind Sperma-Diagnostik und Sperma-Aufarbeitungen im Rahmen von IVF-Behandlungen und Inseminationen (Übertragung von aufgearbeitetem Sperma des Ehemannes in die Gebärmutter der Ehefrau). Bei der Aufarbeitung des Ejakulats werden unerwünschte Komponenten der Samenflüssigkeit entfernt und die enthaltenen Spermien angereichert. Das geschieht mittels einer speziellen Zentrifugationsmethode.



Unter bestimmten Umständen kann im IVF-Labor Sperma von Patienten der Kinderwunschabteilung eingefroren und in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad Celsius gelagert werden (Kryokonservierung von Sperma).



Bei Kinderwunsch-Patienten mit Azoospermie, d.h. in Fällen, in denen keine Spermien im Ejakulat vorhanden sind, besteht - unter der Voraussetzung, dass im Hoden die Bildung von Spermien stattfindet - die Möglichkeit Spermien aus Hodengewebe zu isolieren. Das Verfahren heißt testikuläre Spermienextraktion, abgekürzt: TESE.

 

In Zusammenarbeit mit der Sektion Molekulare Genetik und Fertilisierungsstörungen wird den betroffenen Männern eine AZF-Gen Diagnostik angeboten, die eine verbesserte Prognose für das tatsächliche Vorhandensein von Spermien im Hoden vor der dann durchzuführenden Biopsie erlaubt.

 

Die Proben aus dem Hodengewebe werden in der Abteilung für Urologie entnommen und bis zur weiteren Verwendung im IVF-Labor kryokonserviert.



Postanschrift:

Universitätsfrauenklinik Heidelberg

IVF-Labor

Voßstr. 9

69115 Heidelberg

 


Kontakt & Anreise