Klinische Studien in der Ionentherapie
Gegenüber der Strahlentherapie mit Photonen (Röntgenstrahlen) zeichnen sich Partikelstrahlen durch besondere physikalische Eigenschaften aus. Diese könnten genutzt werden, um die Bestrahlungsdosis präzise auf den Tumor zu fokussieren, und umgebendes gesundes Gewebe zu schonen. Möglich ist dies, da Ionenstrahlen beim Eindringen in den Patienten im Eintrittskanal sehr wenig Dosis abgeben, und dann in der Tiefe, innerhalb des Tumorgebiet, eine hohe lokale Dosisabgabe erfolgt. Diesen Bereich nennt man Bragg Peak, benannt nach dem englischen Physiker Wilhelm Henry Bragg.
Schwerionen, wie z.B. Kohlenstoffionen, haben zusätzlich biologische Eigenschaften, die an bestimmten Geweben eine höherer Wirksamkeit aufweisen.
Für eine Reihe von Tumorarten konnte bereits eine Überlegenheit der Partikeltherapie gezeigt werden, wie zum Beispiel für Speichedrüsentumore, oder spezielle Tumore an der Schädelbasis, wie Chordome und Chondrosakome. In klinischen Studien lag die lokale Tumorkontrollrate nach fünf Jahren bei Chordomen bei 70%. Nach vier Jahren lag sie bei adenoidcystischen Tumoren der Speicheldrüse bei 77,5% und bei Chondrosarkomen bei 89,8%. Bei diesen Tumoren werden Studien zur weiteren Optimierung der Behandlung durchgeführt.
Für verschiedene andere Erkrankungen wird die Ionentherapie im Rahmen klinischer Therapiestudien der Phasen I-III untersucht, wie z.B. für:
- Hirntumore
- Hals-Nasen-Ohrentumore
- Prostatatumore
- Knochentumore
- Lebertumore
In Zukunft werden weitere Indikationen hinzukommen, unsere Homepage wird Sie hierzu immer aktuell informieren.
Für die Teilnahme an einer klinischen Studie müssen bestimmte Ein- und Ausschlusskriterien geprüft werden. Dies muss für jeden Patienten einzeln erfolgen. Dafür stehen Ihnen unsere spezialisierten Ambulanzen mit Ihren Ansprechpartnern zur Verfügung (
Informationen zur Terminvereinbarung).






