Kardiologie, Angiologie & Pneumologie

Kardio-MRT

Magnetresonanz-Tomograph

Leiter:

Dr. med. Henning Steen (Funktionsoberarzt)

 

 

Oberarzt:

MRT-Ischämiediagnostik, Leiter Kardio-CT

 PD Dr. med. Grigorios Korosoglou

 

Assistenzärzte:

Dr. med. Dirk Loßnitzer

Dr. med. Sebastian Buß

Dipl. Phys. Gitsios Gitsioudis

Dr. med. Nina Hoffmann

 

 

Clinical Scientist:

Dr. Ing. S. Seitz

 

 

Magnetresonanztomographie: Diagnostische Methode der Zukunft bei Herzerkrankungen

Als eine der ersten Kliniken weltweit verfügt die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg (Abteilung Kardiologie, Angiologie, Pneumologie) nach ihrem Umzug in das neue Gebäude über einen Hochleistungs-Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) im Bereich ihres Herzkatheterlabors.

 

Für den Patienten bedeutet dies eine zusätzliche Absicherung, da das MRT bei akuten Erkrankungen wie Herzinfarkt, Lungenembolie und Schäden in der Hauptschlagader zum Einsatz kommen und wichtige zusätzliche Informationen liefern kann. Nach der Untersuchung mit dem Herzkatheter können Notfallpatienten in der Heidelberger Klinik ohne Verzögerung mit dem MRT untersucht werden.

 

Die Magnetresonanztomographie erlaubt eine sehr genaue, differenzierte Darstellungen von Körpergeweben mit hohem Wassergehalt, u.a. von Gehirn und Herz. Schon geringfügige Veränderungen, z.B. kleine Durchblutungsdefekte, können entdeckt werden.

 

Die MRT-Diagnostik in der Kardiologie hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Ergänzung und für ausgewählte Fälle mit niedriger oder mittlerer Krankheitswahrscheinlichkeit als eine Alternative zum Herzkatheter für die Darstellung von Herzkranzgefässen und Herzmuskel entwickelt. Auch bei chronischen Herzerkrankungen, z. B. der Herzmuskelschwäche nach einem Infarkt, kann der MRT-Befund Auskunft über die Funktionsfähigkeit des Herzgewebes geben, falls die Röntgenbilder im Herzkatheterlabor oder der Ultraschall keine exakte Diagnose liefern.

 

Bei dem neuen Kardio-MRT handelt es sich um ein Gerät der Firma Philips mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla. Durch seine technische Ausstattung – wie schnelle Gradientenschaltung und paralleler Bildgebung sorgt es für hochauflösende und schnelle Bilder. Gegenüber dem Herzkatheter, dem aktuellen Verfahren der Wahl zur Darstellung von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen, hat der MRT die Vorteile, dass es sich um ein nicht-invasives Verfahren handelt und auf den Einsatz von jodhaltigem Kontrastmittel verzichtet werden kann. Die Patienten sind zudem keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt.

 

Die Anwesenheit erfahrener Kardiologen erlaubt es zudem, Belastungsuntersuchungen bei Patienten mit einer vermuteten ausgeprägten koronaren Herzerkrankung unter optimaler Überwachung durchzuführen. Diese Untersuchungen werden von Kardiologen durchgeführt, überwacht und befundet.

 

Mittelfristig ist es geplant sogenannte Hybriduntersuchungen und Eingriffe zu machen, bei denen vom MRT- zur Herzkatheteruntersuchung gewechselt werden, ohne dass der Patient umgelagert werden muss. In Einzelfällen können sogar Eingriffe komplett am MRT durchgeführt werden.