1. Tetraspanine, Angiogenese und Metastasierung:
Tetraspanine sind eine Klasse hochkonservierter Moleküle, die vornehmlich über die Interaktion mit weiteren Membranmolekülen agieren. Diese Tetraspaninnetze werden auch auf von der Zelle abgegebenen Vesikeln, Exosomen, detektiert und spielen eine wichtige Rolle bei Angiogenese, Metastasierung und Differenzierung mesenchymaler Stammzellen (M. Zöller, Nat Rev Cancer, 2009, 9: 40-55). Wir sind besonders am Exosomen-mediierten Transfer von mRNA und microRNA in der Angiogenese und bei der Metastasierung interessiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist der therapeutische Einsatz von Exosomen (Kooperation mit der Chirurgischen Klinik, Universität Heidelberg und dem DKFZ, Drittmittelförderung über NCT und Wilhelm Sander Stiftung)
2. EpCAM als Tumorstammzellmarker:
EpCAM gilt als ein Stammzellmarker von Karzinomen. EpCAM wird auf vielen Karzinomen überexprimiert und galt lange Zeit als Zell-Zell-Adhäsionsmolekül. Neuere Arbeiten weisen darauf hin, dass EpCAM eine wesentliche Rolle bei der Aktivierung und Regulation von Stammzellgenen spielt. Wir haben Hinweise, dass die Assoziation von EpCAM mit Claudin-7 und Tetraspaninen wesentlich ist. LeNaour and Zöller M, Front. Bioscience, 2008, 13:5847-65. (Kooperation mit der Chirurgischen Klinik der Universität Heidelberg; Drittmittelförderung über die Deutsche Krebshilfe).
3. CD44 als Tumorstammzellmarker:
CD44 wurde in jüngster Zeit als Stammzellmarker bei einer Reihe solider Tumoren und bei Leukämien identifiziert. Wir sind seit vielen Jahren an der funktionellen Charakterisierung varianter CD44 Isoformen im Kontext der Hämatopoese, der Lymphozytenreifung, -aktivierung und der lymphatischen Metastasierung interessiert. Zur Zeit bearbeiten wir insbesondere die Frage der Funktion von CD44 bei der Einbettung hämatopoetischer und leukämischer Stammzellen in die Knochenmarknische sowie bei der Einbettung von Pankreaskarzinomstammzellen in die prämetastatische Nische in drainierenden Lymphknoten und weiteren Metastasenorganen. Hierbei ist u.a. die über CD44-vermittelte Signaltransduktion, die zur Aufrechterhaltung von Stammzelleigenschaften der Tumorzelle dient, ein wesentlicher Aspekt, wobei CD44 ein essentieller Vermittler nicht nur bei der Signaltransduktion sondern auch beim "Crosstalk" mit der Tumormatrix ist (Zöller, Nat Rev Cancer 2011, 11: 254-67). (Kooperationsprojekte mit der Chirurgischen Klinik der Universität Heidelberg, Drittmittelförderung über die Deutsche Krebshilfe)
4. C 4.4A, ein Metastasierung-assoziiertes Molekül:
C4.4A ist ein noch relativ unbekanntes Metastasierung-assoziiertes Molekül mit Ähnlichkeit zum Urokinaserezeptor. C 4.4A ist in die Migration metastasierender Tumorzellen und von Keratinozyten bei der Wundheilung involviert. Wir generieren z.Zt. eine konditionelle C4.4A ko Maus, um die physiologischen Funktionen von C4.4A erfassen zu können. Daneben widmen wir uns Untersuchungen zur Regulation der Expression von C 4.4A (in Kooperation mit der Chirurgischen Universitätsklinik) (DAAD-Förderung)
5. Immunsuppression als Therapieansatz bei Autoimmunerkrankungen, speziell Alopecia areata:
Die zur Zeit effektivste Therapie bei alopecia areata besteht in der Induktion einer leichten, chronischen Kontaktallergie. Das therapeutische Wirkprinzip ist unbekannt. Der Therapieeffekt ist möglicherweise auf die Aktivierung myeloider Suppressorzellen zurückzuführen. Der experimentelle Nachweis und die Überprüfung der molekularen Mechanismen stehen noch aus. Darüber hinaus laufen Untersuchungen zur Definition des relevanten Autoantigens, das noch nicht bekannt ist. Die Definition des Autoantigens würde neue Möglichkeiten therapeutischer Intervention eröffnen. (Drittmittelförderung über die DFG)





