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Medizinische Psychologie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Lebensqualität und unerfüllter Kinderwunsch


  

Projektleitung:

Dr. Tewes Wischmann, Dipl.-Psych.1, Prof.Dr. Thomas Strowitzki2 sowie Prof.Dr. Rolf Verres1 und Dr. Horst Scherg1, Universitätsklinik Heidelberg, 1Abt. für Medizinische Psychologie bzw. 2Abt. für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen.

 

Projektmitarbeiterin: Darja Herrmann (med. Doktorandin)

 

Projektdauer: März - November 2003

 
Bisherige deutschsprachige Studien zu psychologischen Aspekten ungewollter Kinderlosigkeit waren überwiegend an der Psychopathologie orientiert und verwendeten dementsprechend klinisch-psychologische und für das Infertilitätsproblem zu unspezifische Messinstrumente. In dieser Studie wurden hingegen die psychologischen Ressourcen von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch identifiziert, die zur Bewältigung dieser Krise zur Verfügung stehen. Dazu wurde sechs Monate lang eine anfallende Stichprobe von Kinderwunsch-Paaren in der Kinderwunsch-Sprechstunde der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg mit folgenden Fragebögen prospektiv untersucht: Der Fragebogen zum Fertilitätsproblem (FFP) als infertilitätsspezifisches Instrument, die WHO Quality of Life Kurzversion (WHOQOL-BREF) zur Erfassung der Lebensqualität, die Resilienzskala (RS) zur Erfassung der Ressourcen, sowie der Gießener Beschwerdebogen (Kurzform, GBB-24) zur Kontrolle körperlicher Symptome als konfundierende Variablen. Stichprobengröße: 199 Paare. Damit konnten auch relevante Subgruppen untersucht werden (z. B. Ursache Mann/Frau/beide/keiner, Methoden der assistierten Reproduktion ja/nein, Behandlungsdauer <4 Jahre/>4 Jahre, mit/ohne resultierende Schwangerschaft). Neben dem Vergleich der Gesamtstichprobe mit den jeweiligen Normwerten wurden spezifische protektive Faktoren für die Untergruppen ermittelt. Zielkriterium dieser Studie war die Beschreibung von psychologischen Variablen (z. B. Resilienz), welche die erfolgreiche Bewältigung der Infertilitätskrise (gemessen durch den FFP) unterstützen helfen. Diese Studie wurde aus abteilungsinternen Mitteln finanziert.

Projektpublikation:  Herrmann D, Scherg H, Verres R, von Hagens C, Strowitzki T, Wischmann T: Resilience in infertile couples acts as a protective factor against infertility-specific distress and impaired quality of life. J Assist Reprod Genet (in print)

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