Leberchirurgie
Sowohl die Resektion von Lebergewebe als auch die Lebertransplantation gehören zu den häufigsten, aber auch zu den anspruchvollsten Eingriffen, die an unserer Klinik durchgeführt werden. Neben einer allgemeinen Verfeinerung der chirurgischen Technik ist es nicht zuletzt der Forschung und dem Komplikationsmanagement auf diesem Gebiet zu verdanken, dass die Ergebnisse
nach einer solchen komplexen Operation in den letzten Jahren optimiert werden konnten. Daher sind die Leber-OPs an unserer Klinik in ihrer Qualität weltweit mit anderen führenden Zentren vergleichbar. Im allgemeinen liegt das Ziel unserer Forschung auf dem Gebiet der Leberchirurgie und Transplantation in der Verbesserung der Lebensqualität und Organfunktion bei gleichzeitiger Reduktion von Komplikationen. Eine Überschneidung der Forschungsaktivitäten auf beiden Gebieten ist erwünscht und sinnvoll, da sie zum Teil erhebliche Synergieeffekte zur Folge hat. Sowohl die Grundlagenforschung als auch klinische Studien werden häufig zusammen mit unseren Kooperationspartnern (AG Experimentelle Chirurgie / Molekulare OnkoChirurgie an unserer Klinik- G403, Abteilung für Medizinische und Biologische Informatik im DKFZ, Psychoonkologie, Pathologie, Innere Medizin, Radiologie, NCT, Graduiertenkolleg 1126: Intelligente Chirurgie, KKS) durchgeführt.
Im Speziellen sind unsere Forschungsschwerpunkte Ischämie-/ Reperfusionsschäden, chirurgische Technik, Verfahren zur Blutstillung, Immunonutrition, Leberzelltransplantation, Verringerung der Hepatotoxizität von
Chemotherapeutica, neoadjuvante Chemotherapie bei HCC vor Transplantation, die Wirkung von hepatoprotektiven Aminosäuren, Steatose, Steatohepatitis, u.v.m.
Sowohl die Auswertung einer prospektiv geführten Datenbank und die Durchführung von multizentrischen, randomisierten, klinischen Studien als auch eine Vielzahl experimenteller Modelle stehen zur Verfügung, um alle denkbaren Fragestellungen zu beantworten. Im experimentellen Bereich sind hierbei besonders Leberperfusions- und Zellkulturmodelle, Tumor-/ Gewebeuntersuchungen von Patienten, aber auch die in-vivo- Mikroskopie zu nennen, die in unserer Klinik als eine von wenigen Forschungseinrichtungen in Deutschland durchgeführt werden kann. Mit diesem Verfahren können Veränderungen in der Mikrozirkulation einer Leber und weiteres sichtbar gemacht werden. Auch molekularbiologische Methoden helfen bei der Erforschung verschiedener pathophysiologischer Zusammenhänge.






