Allgemeine Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Sektion Medikamentöse Gynäkologische Onkologie

Leitung: Prof. Dr. Andreas Schneeweiss

Terminvereinbarung:

Onkologische Ambulanz/Tumorboard Tel. 06221-56-7985

Onkologische Tagesklinik Tel. 06221-56-7348

 


Herr Prof. Schneeweiss im Expertengespräch bei der Krebsgesellschaft am 12.10.2009

Am 12.10.2009 war Herr Prof. Schneeweiss zu Gast bei der Krebsgesellschaft um verständlich und klar die wichtigsten Aspekte zum Thema Brustkrebs zu erläutern.

Nähere Informationen finden Sie hier.



In der Sektion „Onkologische Ambulanz mit Tagesklinik“ der Universitäts-Frauenklinik werden Patientinnen ambulant betreut, die eine bösartige Erkrankung der Brust oder des Unterleibs haben, also eine bösartige Erkrankungen der Eierstöcke, der Gebärmutter inklusive des Gebärmutterhalses, der Scheide oder des äußeren Genitale. Wir betreuen und behandeln sowohl Patientinnen, die zum ersten Mal erkranken, als auch Patientinnen, die einen Rückfall ihrer Erkrankung erleiden.


Bei der ersten Vorstellung erfolgt eine ausführliche und strukturierte Aufarbeitung der gesamten bisherigen Krankengeschichte und Sichtung aller Krankenunterlagen. Dies ist die grundlegende Vorraussetzung für die Entwicklung eines erfolgreichen Therapieplans. Neben Sprechstunden für die Erstvorstellung und ausführlichen Erstberatung (sog. „Tumorboard“), laufen täglich Sprechstunden für Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung, die bereits bei uns behandelt werden. Zusätzlich haben wir Sprechstunden für Patientinnen mit familiärer Häufung von Krebserkrankungen. Wir sind auch ein Zentrum für die Behandlung des seltenen Brustkrebses beim Mann.


In unsere individuellen Therapiepläne fließen neben den medizinisch sinnvollen und notwendigen Maßnahmen ganz entscheidend die Wünsche der betroffenen Frauen ein. Bei Entwicklung dieser individuellen Therapiepläne werden die neuesten Erkenntnisse der interdisziplinären Krebsbehandlung berücksichtigt. Neben den zugelassenen, erprobten Standardtherapien haben wir als universitäre Einheit mit ausgewiesener Expertise in der Entwicklung und Testung neuer Therapieverfahren auch die Möglichkeit, im Rahmen kontrollierter Studien neue, noch nicht zugelassene, aber möglicherweise überlegene Therapien anzubieten. Hierbei kann es sich um Tabletten-, Spritzen- oder Infusionsbehandlungen handeln. Tablettentherapien und Spritzenbehandlungen z.B. mit antihormonell wirksamen Substanzen oder modernen „zielgerichtet“ wirksamen Medikamenten (Lapatinib®) erfolgen in unserer onkologischen Ambulanz. Infusionsbehandlungen werden ambulant auf unserer Tagesklinik verabreicht („morgens kommen, mittags oder abends gehen“).

 

Auf dem Gebiet der medikamentösen Therapie sind dies im Einzeln

  • präoperative (neoadjuvante) Chemotherapien (ersetzt die postoperative Chemotherapie mit den Vorteilen Steigerung der Brusterhaltung und "in-vivo-Chemosensitivitäts.-Testung")
  • postoperative (adjuvante) Chemotherapie und Hormontherapie (Steigerung der Heilungsrate)
  • palliative Hormon- und Chemotherapie (Verbesserung der Lebensqualität, Symptomkontrolle)
  • Antikörpertherapie (Trastuzumab Herceptinâ , Bevacizumab Avastinâ [Phase III-Studie])
  • Adoptive Immuntherapie mit T-Memory Zellen (Phase II-Studie)
  • Bisphosphonate
  • Weitere bisher nicht zugelassene zielgerichtete ("targeted") Therapien im Rahmen von Studien z.B. mit Lapatinib Tykerbâ

In Ambulanz und Tagesklinik steht ihnen ein erfahrenes, interdisziplinäres Team aus gynäkologischen und internistischen Onkologen, Psycho-Onkologen, spezialisierten Krankenschwestern und Pfleger, Musiktherapeuten und Versorgungsassistenten zur Seite. Die „Wintergarten“-artige Gestaltung unserer Tagesklinik erzeugt eine angenehme, entspannte Atmosphäre. Der positive Gesamteindruck wird unterstützt durch den persönlichen Zuspruch, den unsere Patientinnen von freiwilligen Mitarbeiterinnen der ökumenischen Krankenhaushilfe erhalten.
 
Zusatzangebote für unsere onkologischen Patientinnen beinhalten Kosmetikkurse (alle 4 Wochen nach Voranmeldung), Modenschauen, Permanent make up, Aufklärung über Perücken und Brustprothesen, auf Wunsch Gymnastik und Entspannungskursen während der Behandlung und vieles mehr. Unser erklärtes Ziel ist es, unseren Patientinnen trotz ihrer Erkrankung und der erforderlichen Therapie ein möglichst ungestörtes und angenehmes Leben zu ermöglichen.

Innerhalb des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), der 2006 neu gegründeten ersten Krebsklinik Deutschlands nach dem Vorbild großer amerikanischen Krebskliniken, sind wir ebenfalls verantwortlich für die Beratung und Behandlung aller Patientinnen mit Krebserkrankungen des Unterleibs und der Brust.

 

Häufige Fragen zum Thema Brustkrebs finden Sie hier.


 


 

Fragen zu gynäkologischen Krebserkrankungen

 

Fragen zum Thema Brustkrebs finden Sie hier.

 

Häufig gestellte Fragen zu auffälligen Krebsvorsorgeabstrichen und Gebärmutterhalskrebs

 

Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs geht ursprünglich wie auch die Vorstufen vom Gebärmutterhalskrebs auf Infektionen  mit humanen Papillomviren (HPV) zurück. Derartige Virusinfektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen, etwa 70% aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit Papillomviren. In aller Regel führen diese Virusinfektionen zu keinen Auffälligkeiten, in seltenen Fällen kann es allerdings zu genitalen Warzen oder zur Entwicklung von Krebsvorstufen und - sofern diese nicht behandelt werden - zur Entwicklung von Krebserkrankungen kommen.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Wie können Krebsvorstufen am Gebärmutterhals erkannt werden?

Die jährliche gynäkologische Vorsorge mit Entnahme von Abstrichen am Muttermund ist bis heute die wirksamste Methode Krebsvorstufen am Gebärmutterhals zu erkennen und anschließend gezielt zu behandeln.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Was muß ich bei einem auffälligen Krebsvorsorgeabstrich tun?

Krebsvorsorgeabstriche am Gebärmutterhals werden in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Die Abstrichkategorien Pap I und Pap II beinhalten hierbei unauffällige Abstriche. Hier ist die jährliche Vorsorge angezeigt.

Die Abstrichkategorie Pap III beinhaltet unklare Abstrichergebnisse. Hier ist eine weitergehende Abklärung erforderlich, ähnliches gilt auch für die Abstriche der Gruppe Pap IIID, Pap IVa und Pap IVb sowie Pap V. Die Abklärung derartiger auffälliger Abstriche sollte idealerweise mit Hilfe einer sogenannten Kolposkopie erfolgen. Hierbei wird mit Lupenvergrößerung die Oberfläche des Muttermundes unter Zuhilfenahme verschiedener Techniken untersucht, auffällige Befunde können gezielt weiter abgeklärt werden, um sicherzustellen, dass sich keine relevante Krebsvorstufe oder gar Krebserkrankung hierunter verbirgt.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Wo werden derartige Abklärungen durchgeführt?

Die Abklärung auffälliger Krebsvorsorgeabstriche sollte in spezialisierten Einrichtungen, sogenannten Dysplasiesprechstunden durchgeführt werden. An unserer Klinik ist eine derartige Dysplasiesprechstunde etabliert, deren Rahmen die komplette Diagnostik von auffälligen Befunden am Gebärmutterhals durchgeführt wird. Ziel ist es, im Rahmen einer solchen Sprechstunde ein Konzept für Sie zu entwickeln, das zum einen unnötige operative Eingriffe vermeidet, andererseits erforderliche Eingriffe mit minimaler Gewebeentfernung ermöglicht.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Wie behandelt man Krebsvorstufen am Muttermund?

Eine Vielzahl von Krebsvorstufen am Muttermund bedarf keiner weiteren Behandlung sondern nur der engmaschigen Kontrolle, da diese Krebsvorstufen sich vielfach von selbst wieder zurückbilden und eine operative Therapie mit Teilentfernung am Muttermund damit nicht sinnvoll ist. Bei höhergradigen Krebsvorstufen oder längerer Persistenz auffälliger Befunde ist eine Teilentfernung am Muttermund (Konisation) allerdings erforderlich. Hierbei wird in einer wenige Minute dauernden Narkose im Rahmen einer ambulanten Operation ein möglichst kleiner Teil des Muttermundes operativ entfernt, so dass die darin befindlichen Krebsvorstufen somit sicher behandelt sind. Entscheidend ist, die vorliegenden Veränderungen zuvor gezielt darzustellen, um nach Möglichkeit wenig Gewebe zu entfernen.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Welche Risiken bestehen für mich nach einer Konisation in Bezug auf Schwangerschaften?

Bei korrekter Durchführung einer Konisation ist das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt in einer folgenden Schwangerschaft nur geringfügig erhöht. Entscheidend ist hierbei, dass ein möglichst gewebeschonendes Verfahren zur Anwendung kommt. Die hierfür am besten geeignete Technik ist die Entfernung des Gewebes mit einer sogenannten elektrischen Schlinge, in einzelnen Fällen ist als Alternative auch eine Laseroperation zu diskutieren.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Was muß ich nach einer Konisation beachten?

Nach einer Konisation sollten die Krebsvorsorgeabstriche innerhalb des ersten Jahres engmaschiger (vierteljährlich) überprüft werden, um auszuschließen, dass restliche Krebsvorstufen vorhanden sind. Idealerweise ist diese engmaschige Nachsorge mit einer Kolposkopie (s. o.) zu kombinieren.

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Welchen Stellenwert hat die HPV-Diagnostik?

Die HPV-Diagnostik ist bei auffälligen Krebsvorsorgeabstrichen in vielen Fällen sinnvoll, um einzuschätzen, welches Risiko besteht, dass diese Veränderungen sich in Richtung eines Karzinoms entwickeln. Eine unkritische Durchführung einer HPV-Diagnostik ohne auffällige Krebsvorsorgeabstriche im Sinne eines Screenings ist dahingegen nicht sinnvoll.

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Wie kann ich mich vor einer HPV-Infektion schützen?

Seit 2006 ist in Deutschland eine Impfung gegen die häufigsten HPV-Typen verfügbar (HPV 6, 11, 16, 18). Diese Impfung schützt mit sehr hoher Sicherheit vor einer Neuinfektion mit diesen genannten Typen, möglicherweise schützt sie darüber hinaus auch vor der Infektion mit weiteren HPV-Typen. Die HPV-Impfung ist generell empfohlen für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren, hier werden die Kosten auch in aller Regel von der Versicherung übernommen. Außerhalb dieser Altersgruppen ist die Kostenübernahme nur in Einzelfällen über die Versicherungen möglich, wenngleich auch für andere Altersgruppen die HPV-Impfung als sinnvoll anzusehen ist.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Muß ich noch zur Krebsvorsorge, wenn ich mich gegen HPV impfen ließe?

Ja, die HPV-Impfung schützt vor Neuinfektionen mit den häufigsten HPV-Typen, darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer HPV-Typen, die zwar seltener auftreten aber vor denen die Impfung keinen Schutz bietet. Daher ist die regelmäßige Teilnahme an der Krebsvorsorgeuntersuchung sowohl für geimpfte als auch für ungeimpfte Frauen dringendst zu empfehlen.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Dyplasiesprechstunde

 

Ich habe Gebärmutterhalskrebs. Wie sieht die Behandlung aus?

Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs beinhaltet in aller Regel eine operative Therapie. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um ein sehr frühes Stadium oder um ein etwas weiter fortgeschrittenes Stadium handelt. Bei den sehr frühen Stadien ist vielfach eine gebärmuttererhaltende operative Therapie möglich, die die Chance auf eine spätere Schwangerschaft erhält. In den fortgeschritteneren Stadien sind operative Verfahren mit Entfernung der Gebärmutter zwingend. In einzelnen Fällen kann zusätzlich auch eine Bestrahlungs- oder Chemotherapie notwendig werden. Kommt eine operative Therapie nicht in Frage ist die Bestrahlung in Verbindung mit einer Chemotherapie die Methode der Wahl.

 

Wie sieht die Nachsorge nach Gebärmutterhalskrebs aus?

Die Nachsorge erfolgt in den ersten drei Jahren vierteljährlich, anschließend halbjährlich unter Zuhilfenahme von Abstrichuntersuchungen und ggf. auch Röntgen-Untersuchungen. Hinzu kommt die gynäkologische Untersuchung.

 

Wie sieht die Behandlung aus, wenn die Gebärmutterhalskrebserkrankung wiederkehrt?

Hier ist zu unterscheiden, ob es sich um ein sogenanntes Lokalrezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung im kleinen Becken) oder eine Metastasierung handelt. Bei Lokalrezidiven ist zunächst die Möglichkeit einer erneuten operativen Therapie zu prüfen. Ist die Operabilität nicht gegeben, besteht die Behandlung in einer Chemotherapie und/oder Bestrahlungstherapie. Bei einer Metastasierung der Erkrankung ist eine Chemotherapie ggf. in Verbindung mit einer Strahlentherapie der Wahl.

 

Wie sieht die hormonelle Situation nach Behandlung einer Gebärmutterhalskrebserkrankung aus?

In aller Regel ist eine Entfernung der Eierstöcke im Rahmen der Operation von Gebärmutterhalskrebs nicht erforderlich. Nur bei Patientinnen nach den Wechseljahren oder bei sehr fortgeschrittenen Tumorerkrankungen kann eine Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke sinnvoll sein. Eine Hormoneinnahme nach der Behandlung einer Gebärmutterhalskrebserkrankung ist in aller Regel bzgl. der Krebserkrankung als unproblematisch anzusehen.

 

 

Häufig gestellte Fragen zu Eierstockskrebs.

 

Ist jede Eierstockszyste gleich Krebs?

Nein. Die allermeisten Zysten am Eierstock sind gutartige Veränderungen. Nur in Einzelfällen steckt eine Krebserkrankung hinter Eierstockszysten. Dies einzuschätzen gelingt mit Hilfe verschiedener Untersuchungsverfahren, zu denen vorzugsweise die Ultraschalluntersuchung gehört. In einzelnen Fällen kann es erforderlich sein, Eierstockszysten operativ zu entfernen, um eine Krebserkrankung sicher auszuschließen. Diese operativen Eingriffe können vielfach als laparoskopische Eingriffe durchgeführt werden, bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung ist allerdings ein Bauchschnitt zwingend.

Nähere Informationen finden Sie in unserer onkologischen Ambulanz

 

Ist Eierstockskrebs erblich?

Wir wissen heute, dass bei Eierstockskrebs eine erbliche Komponente vorliegen kann. Es betrifft allerdings nur eine relativ geringe Anzahl von Patientinnen. Wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine genetische Disposition für Eierstocks- und/oder Brustkrebs besteht, kann dies mit Hilfe einer genetischen Beratung und ggf. weitergehende Untersuchungen näher abgeklärt werden.

Nähere Informationen finden Sie in unserer onkologischen Ambulanz

 

Wie behandelt man Eierstockskrebs?

Die Behandlung von Eierstockskrebs ist stadienabhängig. In aller Regel besteht die Behandlung in einer operativen Therapie, auf die vielfach eine vielfach Chemotherapie folgt.

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Was wird bei Eierstockskrebs operiert?

Bei Vorliegen einer Eierstockskrebserkrankung ist es in aller Regel notwendig, die Bauchhöhle durch einen Längsschnitt zu eröffnen, die Eierstöcke, die Gebärmutter, die Lymphknoten und das Bauchnetz operativ zu entfernen, sowie - wenn vorhanden - Absiedlungen im Bauchraum zu operieren. Ziel ist dabei die vollständige Tumorfreiheit am Ende der Operation, was vielfach zu erreichen ist.

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Wird nach der Operation ein künstlicher Darmausgang angelegt?

In aller Regel ist die Anlage eines künstlichen Darmausgangs bei der Erstoperation von Eierstockskrebs vermeidbar. In Einzelfällen kann allerdings die Notwendigkeit hierzu bestehen, wenn andernfalls eine Tumorfreiheit durch die Operation nicht erreichbar ist. In der Situation einer Zweitoperation bei wiederkehrender Erkrankung ist die Wahrscheinlichket für die Anlage eines künstlichen Darmausgangs allerdings höher.

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Müssen bei Eierstockskrebs immer beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt werden?

In aller Regel lautet die Antwort: Ja. Allerdings ist dies stadienabhängig zu beantworten. In den sehr frühen Stadien kann in Einzelfällen auch eine Erhaltung eines Eierstocks und der Gebärmutter möglich sein.

Nähere Informationen finden Sie in unserer onkologischen Ambulanz

 

Wo sollte eine Operation bei Eierstockskrebs erfolgen?

Grundsätzlich erfordert die operative Therapie von Eierstockskrebspatientinnen die Möglichkeit der engmaschigen Kooperation mit an verschiedenen Fachdisziplinen wie Chirurgie und Urologie sowie Anästhesie und Intensivtherapie. Die Prognose der Erkrankung wird vornehmlich durch die Qualität der initialen operativen Therapie bestimmt. Daher sollten Eierstockskrebsoperationen nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden, die über alle diese Disziplinen und eine ausreichende Erfahrung verfügen. Nur so ist gewährleistet, dass eine Tumorfreiheit durch die Operation erzielt werden kann. Tumorfreiheit durch die Operation ist der entscheidende Faktor für die Prognose dieser Erkrankung.

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Wie sieht die Therapie nach der Operation aus?

Nach der Operation ist in den allermeisten Fällen eine Chemotherapie erforderlich. Diese wird über etwa ein halbes Jahr in mehreren Applikationen durchgeführt.

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Wie erfolgt die Nachsorge nach Eierstockskrebs?

Die Nachsorge über die ersten Jahre erfolgt in dreimonatigen Abständen. Hierbei erfolgen üblicherweise eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Ultraschall-Untersuchung ggf. auch weitergehende Untersuchungsverfahren.

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Ist die Bestimmung von Tumormarkern sinnvoll?

Tumormarker wie insbesondere das CA125 sind bei einer Vielzahl von gutartigen und bösartigen Erkrankungen erhöht. Die Erhöhung von Tumormarkern beweist nicht das Vorliegen einer Krebserkrankung, negative Werte schließen eine Tumorerkrankung auch nicht aus. Im Rahmen der Nachsorge von Eierstockskrebs, ist die Bestimmung von CA125 als Tumormarker in vielen Fällen allerdings sinnvoll. Eine Erhöhung dieses Markers nach der Operation kann ein Rezidiv anzeigen. Die Durchführung von operativen Therapien und/oder Chemotherapien allein aufgrund eines erhöhten Tumormarkers ist allerdings in aller Regel abzulehnen.

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Was passiert, wenn die Erkrankung wieder kommt?

Eierstockskrebs zählt zu den Krebserkrankungen, bei denen Rezidive mit einer recht hohen Häufigkeit auftreten. Die Therapie beim Rezidiv bedarf der sorgfältigen Abwägung der verschiedenen Therapieoptionen. Die Entscheidung, ob eine erneute Operation sinnvoll ist, hängt vielfach von dem Ergebnis der Erstoperation sowie von dem Zeitraum zwischen Erstoperation, Ende der Primärtherapie und Auftreten des Rezidivs ab. Wenn irgend möglich, sollte eine operative Therapie durchgeführt werden, um eine erneute Tumorfreiheit zu gewährleisten. Ist dies nicht möglich, sollte eine erneute Chemotherapie durchgeführt werden.

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Häufig gestellte Fragen zum Gebärmutterkrebs.

 

Wann, in welchem Lebensalter tritt Gebärmutterkrebs auf?

Gebärmutterkrebs ist eine Erkrankung, die vorzugsweise nach den Wechseljahren auftritt. Allerdings kann die Erkrankung auch im früheren Lebensalter sich manifestieren.

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Was ist das Hauptsymptom von Gebärmutterkrebs?

Jede Blutung nach Eintritt der Wechseljahre ist verdächtig auf das Vorliegen von Gebärmutterkrebs. Daher muss bei jeder Blutung nach den Wechseljahren sorgfältig geklärt werden, ob eine Ausschabung erforderlich ist, um das Vorliegen eines Gebärmutterkrebses auszuschließen.

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Wie sieht die Therapie von Gebärmutterkrebs aus?

Die Behandlung von Gebärmutterkrebs besteht in aller Regel in der operativen Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Lymphknoten. Die Entfernung der Lymphknoten bei Gebärmutterkrebs sollte auch in höherem Lebensalter unbedingt erfolgen, da die Prognose dadurch günstig beeinflusst wird. Die alleinige Entfernung der Gebärmutter ist in aller Regel nicht als ausreichend anzusehen.

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Wird nach der Operation eine Weiterbehandlung notwendig?

Je nach Ergebnissen der Gewebeuntersuchung kann es erforderlich werden, eine Bestrahlung nach der Operation durchzuführen. Die Bestrahlung kann in Einzelfällen auch als alleinige Therapie durchgeführt werden, wenn die operative Therapie nicht möglich erscheint.

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Sind Chemotherapien erforderlich?

Eine Chemotherapie wird bei Gebärmutterkrebs in aller Regel nur dann eingesetzt, wenn die Erkrankung metastasiert hat oder lokal sehr weit fortgeschritten ist. Nach der operativen Therapie wird eine Chemotherapie in aller Regel nicht notwendig.

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Ist der Tumor hormonempfindlich?

In vielen Fällen ist Gebärmutterkrebs eine Erkrankung, die eine gewisse Hormonempfindlichkeit besitzt. Daher können in manchen Fällen auch hormonelle Therapien bei Gebärmutterkrebs durchgeführt werden. Dies erfolgt vorzugsweise bei fortgeschrittenen Stadien bzw. bei Situationen, in denen die Erkrankung wiedergekehrt ist. Bedingung hierfür ist allerdings der Nachweis der Hormonempfindlichkeit des Tumors.

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Wie sieht die Nachsorge nach Gebärmutterkrebs aus?

Für die ersten drei Jahre erfolgt die Nachsorge dreimonatig, später in halbjährlichen Intervallen.

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Häufig gestellte Fragen zum Vulvakarzinom.

 

Wie wird ein Vulvakarzinom diagnostiziert?

Vulvakarzinome können bei der gynäkologischen Untersuchung diagnostiziert werden, ein jeder Tumor im Vulvabereich ist grundsätzlich verdächtig auf das Vorliegen eines Vulvakarzinoms und sollte entsprechend abgeklärt werden.

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Welche Symptome ruft ein Vulvakarzinom hervor?

Vielfach ist die Erkrankung lange Zeit symptomlos bzw. symptomarm. Chronisch vorliegender Juckreiz und auffällige Hautveränderungen können auf das Vorliegen eines Vulvakarzinoms hindeuten und sollten daher gynäkologisch abgeklärt werden. Hierzu kann die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe vielfach erforderlich werden.

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Wie erfolgt eine derartige Abklärung?

Die Abklärung kann durch die gynäkologische Untersuchung in Verbindung mit einem Abstrich erfolgen. Weiterhin ist vielfach die Entnahme einer Gewebeprobe aus veränderten Arealen erforderlich. Zu einer optimalen Abklärung sollte diese im Rahmen einer sogenannten Dysplasiesprechstunde erfolgen, die sämtliche Möglichkeiten der klinischen Untersuchung, der Kolposkopie, Zytologie und Histologie bietet.

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Wie wird therapiert?

Die Initialbehandlung eines Vulvakarzinoms besteht aus der operativen Therapie. Hierzu ist stadienabhängig die Entfernung der großen und/oder kleinen Schamlippen erforderlich ggf. in Verbindung mit der Entfernung von Lymphknoten aus der Leiste oder dem Bauchraum. In den Frühstadien ist eine lokale Entfernung des Karzinoms mit ausreichendem Sicherheitsabstand in Verbindung mit der Entfernung von Leistenlymphknoten, die auch als Wächterlymphknotenentfernung durchgeführt werden kann, als ausreichend anzusehen. In den weiter fortgeschrittenen Stadien sind radikalere operative Therapien ggf. auch in Verbindung mit der Entfernung von Beckenlymphknoten erforderlich.

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Ist eine Bestrahlung nötig?

Eine nach der Operation durchgeführte Bestrahlung ist nur in den Fällen notwendig, in denen eine fortgeschrittene Beteiligung von Lymphknoten vorliegt oder der Tumor nicht mit ausreichendem Sicherheitsabstand mehr entfernt werden kann. Frühstadien ist eine weitergehende adjuvante Behandlung nicht notwendig.

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Wird eine Chemotherapie durchgeführt?

Nein. Eine Chemotherapie ist beim Vulvakarzinom nur in sehr seltenen Fällen indiziert, dies vorzugsweise bei Patientinnen mit einer metastasierten Erkrankung.

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Wie erfolgt die Nachsorge?

Bei Vulvakarzinom erfolgt die Nachsorge vierteljährlich, wobei hier der klinischen Untersuchung, der Abstrichuntersuchung, der Kolposkopie besonderer Stellenwert zukommt. Weitergehende bildgebende Verfahren sind nur in Einzelfällen sinnvoll.

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