Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie

Medizinische Informationstechnologie

Der Bereich Medizinische Informationstechnologie verbindet den biologisch-pharmazeutisch-medizinischen Bereich mit dem Informatik-Bereich. Hauptaufgabe des Bereiches ist der Betrieb und die Weiterentwicklung des elektronischen Arzneimittelinformationssystems AiDKlinik. Ferner unterstützt der Bereich die Abteilungsmitglieder bei der Durchführung ihrer Projekte in allen Belangen der Informationstechnologie. Diese Unterstützung beinhaltet Transformation von Daten aus elektronischen Datenquellen in verständliche Information für Fachleute (Ärzte, Pharmazeuten, Gesundheitspersonal) und umgekehrt Transformation von fachlichem Detailwissen in elektronische Datenquellen. Dies erfolgt außer durch ein Datenbankmanagementsystem durch Entwicklung von Prototypen und Produktivsystemen zur webbasierten elektronischen Wissensunterstützung.

 

 

 Mitarbeiter

Bereichsleitung:

Jens Kaltschmidt, Dipl.-Ing. 

Wissenschaftliche Mitarbeiter:            

Al-Ayyash, Adel, Dipl.-Inform. Med.
Metzner, Michael, Dipl.-Inform. Med.
Dr. sc. hum. Markus Pruszydlo, Dipl.-Inform.Med.

Software Engineer:

Andreas Wirtherle

Doktorand:

Michael Konias, Dipl.-Inform. Med.

Diplomand Dipl.-Inform.Med.:

Andreas Krings

Auszubildender:

Maurice Gawecki

Praktikant:

Carsten Graubmann

Projekte/Forschungsschwerpunkte

Der Forschungsschwerpunkt liegt im Design und der Entwicklung des wissensbasierten Arzneimittel-Informationsdienstes AiDKlinik (www.aidklinik.de), der ein elektronischer Berater auf Internet-Basis für medizinisches Personal darstellt. In AiDKlinik ist eine Datenbank hinterlegt, die die gesamten Informationen von MMI Pharmindex umfasst, so dass ca. 140 000 Arzneimittel berücksichtigt werden. Das System ermöglicht neben einer phonetischen Suche eines Arzneimittels eine integrierte klinisch relevante Interaktionsprüfung bei der Verordnung mehrerer Präparate, eine Überprüfung auf doppelte Wirkstoffe sowie Vorschläge zur Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz. Das schon bestehende Niereninsuffizienz-Modul (www.dosing.de) ist hier in einer wesentlich ausführlicheren Version integriert.

 

AiDKlinik wird seit 2003 erfolgreich im Heidelberger Universitätsklinikum flächendeckend eingesetzt. In der Entwicklung sind zurzeit u. a. die Integration von Mini-Expertensystemen als auch eine Erweiterung für die Arztbriefschreibung und das elektronische Rezept. Als Teilelement einer künftigen elektronischen Patientenakte (ePA) wird die Eingabe der täglichen Arzneimitteltherapie zur elektronischen Erfassung ermöglicht.

 

In der gesamten Planungs- und Bauphase dieses wissensbasierten Systems ist der intensive Gedankenaustausch mit den Lieferanten und Anwendern der Information Voraussetzung für hohe Qualität und Anwenderfreundlichkeit. Über eine grafische Oberfläche mit intuitiver Benutzerführung können alle Aktionen getätigt werden, was wesentlich zu der hohen Akzeptanz unter dem medizinischen Personal der Universitätsklinik beiträgt. So konnte das System ohne Benutzerschulung eingeführt werden.

 

 

Produkte / Serviceleistungen

Sollten Sie weitere Fragen zu oder Interesse an AiDKlinik haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren (Opens window for sending emailklinik.aid@med.uni-heidelberg.de).

 

 

Methoden und Ausstattung

Das Arzneimittelinformationssystem AiDKlinik basiert auf PHP in Anbindung ans einen MSSQL-Datenbankserver. Zur Qualitätssicherung und Pflege der Inhalte werden Java-Applikationen verwendet. Die inhaltlichen und technischen Prozesse sind im Rahmen der ISO 9001: 2008-Zertifizierung festgeschrieben. Daneben werden verschiedene andere Sprachen und Konzepte regelmäßig in kleinen Projekten und Diplomarbeiten verwendet.

 

 

Kooperationen