Individualisierte Tumortherapie

Molekulare und Translationale Uroonkologie

Ziel der translationalen und klinischen Uroonkologie ist es, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung und Progression urologischer Tumoren zu erarbeiten, und diese in innovative Ansätze zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Prognoseabschätzung und Therapie uroonkologischer Erkrankungen umzusetzen.

 

Dazu wird ein interdisziplinäres Team von molekularbiologisch und klinisch orientierten Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stefan Duensing zusammenarbeiten.

 

Prof. Dr. med. Stefan Duensing leitet seit dem 1. Februar 2011 die Sektion Molekulare Uroonkologie der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg.

 

Prof. Duensing ist 1967 in Nienburg/Weser geboren und studierte nach dem Abitur 1986 in Marburg, Hannover und am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York Medizin. Nach Staatsexamen und Promotion 1994 folgten mehrere Jahre klinische Tätigkeit in der Hämatologie/Onkologie sowie am Pathologischen Institut der Medizinischen Hochschule Hannover. In den Jahren 1999-2003 ging Prof. Duensing als Stipendiat der DFG an die Harvard Medical School nach Boston, um dort grundlagenwissenschaftliche Fragestellungen der Tumorentstehung zu berarbeiten.  In den Jahren 2003-2011 war Prof. Duensing zunächst als Assistant Professor und dann Associate Professor für Mikrobiologie und Molekulargenetik, seit 2009 mit Tenure, an der Universität Pittsburgh tätig. Prof. Duensing erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Arbeiten einschliesslich eines Scholar-in-Training Awards der American Association for Cancer Research und des Special Innovation Awards der PNC Foundation.  


Prof. Duensing hat über 90 Originalarbeiten und Übersichtsarbeiten in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und ist als Fachgutachter für das NIH und internationale Stiftungen aktiv. Wichtige Veröffentlichungen beschäftigen sich mit Fragen zur genomischen Instabilität maligner Tumoren sowie neuen Ansätzen zur Tumortherapie und -prävention.   Seit Februar 2011 leitet er nun die neue Forschungsgruppe an der Urologischen Universitätklinik Heidelberg mit der Zielsetzung, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse für die Entwicklung neuer therapeutischer  Konzepte urologischer Tumore zu nutzen. Dabei sollen neben genomischen Analysen sowie Entwicklung und Validierung neuer Biomarker auch inbesondere die Etablierung neuer präklinischer Modellsysteme im Mittelpunkt stehen. Durch Gewinnung von neuen Markerprofilen soll jedem Patienten eine individualisierte und personalisierte Tumortherapie zur Verfügung gestellt werden können. Diese Vorhaben werden in enger Zusammenarbeit mit dem nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen stehen.

 

 

Prof. Dr. med. Stefan Duensing

Leiter der Sektion Molekulare Uroonkologie
der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg