Zentrum für Psychosoziale Medizin

Mutter-Kind-Studie zu Angststörungen nach der Geburt

Mutter werden, Mutter sein...

 

Sich auf eine Schwangerschaft oder ein Baby einzustellen ist eine große Herausforderung. Es bedeutet eine komplette Umstellung des Lebens und wird von einer ganzen Bandbreite von Gefühlen begleitet. Viele Mütter erleben die Zeit der Schwangerschaft und die erste Zeit mit ihrem Baby als einen besonders schönen und bereichernden Lebensabschnitt.

Doch nicht selten treten auch Ängste und so große Unsicherheiten auf, dass sich manche Mütter gar nicht richtig über ihr Kind freuen können.

 

 

Angst ist normal...

 

"Es ist normal, dass Eltern ängstlich sind", sagt  Dr. Corinna Reck, Leiterin der Mutter-Kind-Einheit in der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Eltern stellen sich viele Fragen: Wird mein Kind gesund sein? Werden wir gute Eltern sein? Manchmal sind die Ängste aber so stark, dass sie den Alltag von Mutter und Kind behindern und eine professionelle Behandlung erfordern. "Im Gegensatz zur Wochenbettdepression gibt es bislang nur wenige Untersuchungen über Angsterkrankungen vor und nach der Geburt", erklärt Frau Dr. Reck.

Wenn die Angst jedoch ein gewisses Maß überschreitet, bringt sie mehr Nachteile als Vorteile: Sie schränkt unser Denken und Handeln ein und kann uns die Bewältigung des Alltags - gerade, wenn man als (werdende) Mutter noch für einen anderen Menschen Verantwortung trägt - manchmal sehr schwer machen.

 

 

Angst hat viele Gesichter...

 

Es gibt verschiedene Formen der Angst. Oft taucht sie in plötzlichen Gefahrensituationen als Angst-Schreck-Reaktion auf. Uns stockt der Atem und unser Herz rast...

Auch vor möglichen Prüfungssituationen sind Angstgefühle häufig anzutreffen. Hier zeigt sich die Angst schon länger vor der eigentlichen Situation und ist eher durch ängstliche Befürchtungen gekennzeichnet.

Ebenso können wochenlang anhaltende Sorgen und Befürchtungen vielfältige körperliche und seelische Reaktionen auslösen, die wir aus Situationen kennen, bei denen wir Angst hatten.

Oder die Angst taucht plötzlich wie aus dem Nichts auf, ohne erkennbaren Grund.

Schon allein die Wahrnehmung von unangenehmen Körpergefühlen können Ängste auslösen.

 

 

und viele Gründe...

 

Nicht nur gefährliche Situationen, sondern auch belastende Lebensereignisse, Lebenskrisen und Sorgen oder körperliche Erkrankungen können Auslöser für Angstbeschwerden sein.

Die meisten Situationen, bei denen wir Angst empfinden, werden im Verlauf des Lebens erlernt.

 

 

Sie fragen sich, ob Ihre Ängste unangemessen sein könnten?

 

Dies wäre möglich,

 

  • wenn Ihre Ängste sehr stark sind
  • wenn Ihre Ängste zu häufig auftreten oder zu lange anhalten
  • wenn Sie das Gefühl dabei haben, die Kontrolle zu verlieren
  • wenn Sie versuchen, Angst auslösende Situationen zu vermeiden
  • wenn Sie unter Ihren Ängsten leiden.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass dies auf Sie zutrifft und Sie sich vermehrt ängstlich fühlen, können Sie sich direkt mit uns in Verbindung setzen oder den Kontakt über Ihre Hebamme, Ihren Frauenarzt oder Ihren behandelnden Therapeuten herstellen lassen.

 

 

Wir bieten Ihnen Hilfe und professionelle Beratung:

 

Bei Studienteilnahme erhalten Sie auf Wunsch professionelle Beratung:

 

  • zur  Entwicklung Ihres Kindes
  • seiner Verhaltensregulation in den Bereichen Schlafen, Schreien und Füttern sowie eine Rückmeldung über die Mutter-Kind-Beziehung

 

Und Sie können uns helfen...

 

Wir, von der Mutter-Kind-Abteilung des Universitäts-Klinikums Heidelberg, führen eine Studie durch, bei der wir mehr über die bei Ängsten in der Schwangerschaft und der Zeit danach auftretenden Gefühle lernen wollen.

 

 

Haben Sie Interesse an unserer Studie teilzunehmen?

 

Wenn Sie schwanger sind oder ein Kind haben, das bis zu 12 Monaten alt ist, dann würden wir uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. Denn wir können nur etwas erreichen, wenn sich genügend Mütter mit ihren Kindern an der Studie beteiligen!

 

 

Haben Sie noch Fragen?

 

Dann wenden Sie sich direkt an uns. Wir stellen Ihnen unser Projekt sehr gerne noch genauer vor. Entweder per Mail an:

 

kirsten.pabst@med.uni-heidelberg.de
britta.zipser@med.uni-heidelberg.de

 

oder direkt telefonisch an das Büro der Mutter-Kind-Studie unter der Nummer:

 

Tel.: 06221/ 56 44 20

 

Flyer