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Augenklinik
Kopfklinik

Schwerpunkt Retinologie (Netzhauterkrankungen und Netzhautchirurgie)

Leiter: Prof. Dr. med. Stefan Dithmar

 

Netzhautgefäßverschlüsse

 

Verschlüsse von Netzhautarterien führen in der Regel zu einer raschen Sehverschlechterung und sind häufig durch verschleppte Blutgerinsel (Embolien) bedingt, die zum Beispiel von arteriosklerotisch veränderten Halsschlagadern abstammen können. Verschlüsse von Netzhautvenen sind häufiger als Arterienverschlüsse und können zu einer chronischen Sauerstoffunterversorgung des Netzhautgewebes führen. Die Therapie von Gefäßverschlüssen ist im allgemeinen schwierig und häufig kann das normale Sehvermögen nicht mehr wiederhergestellt werden. Die Universitäts-Augenklink Heidelberg bietet bei einem Verschluss der Hauptvene (Zentralvene) seit einiger Zeit eine neue Therapie an, bei der das Gefäß chirurgisch entlastet wird (sogenannte „radiäre Optikusneurotomie“). Ein Forschungsgebiet der Heidelberger Augenklinik ist die Weiterentwicklung der hierzu erforderlichen mikrochirurgischen Instrumente, wodurch das Verfahren optimiert werden konnte.

Weitergehende Informationen zu venösen Netzhautgefäßverschlüssen und therapeutischen operativen Möglichkeiten können Sie einem Übersichtsartikel entnehmen, den Sie auch gerne per e-mail anfordern können:

 

 

Dithmar S et al.
Venöse retinale Verschlüsse.
Ophthalmologe 2003;100:561-77

 

Bei Verschlüssen von Netzhautvenen bietet die Universitäts-Augenklinik Heidelberg des Weiteren im Rahmen von Studien und Off-Label-Behandlungen neue medikamentöse Behandlungen an. Diese Medikamente blockieren bestimmte, durch den Gefäßverschluss induzierte Botenstoffe.

Welche Therapie für den einzelnen Patienten geeignet ist, kann nur nach einer gründlichen Untersuchung bei uns beurteilt werden. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Therapieempfehlung aufgrund einer schriftlichen Anfrage geben können. Im persönlichen Gespräch beraten wir Sie gerne.

 

Patienten, die sich über therapeutische Möglichkeiten bei Netzhautgefäßverschlüssen informieren möchten, bitten wir einen Termin in unserer Netzhaut-Sprechstunde zu vereinbaren:

 

Netzhautsprechstunde Tel. 06221 / 56 6613

Netzhaut-Privatsprechstunde Prof. Dr. S. Dithmar Tel. 06221 / 56 6695

 

 

Weitere Literatur zum Thema venöse retinale Verschlüsse:

 

Schaal KB, Höh AE, Scheuerle A, Schütt F, Dithmar S.
Bevacizumab zur Therapie des Makulaödems infolge venöser retinaler Gefäßverschlüsse.
Ophthalmologe 2007;104:285-9

 

Höh AE, Schaal KB, Dithmar S.
Retinale Zentralvenen- und Venenastverschlüsse. Aktueller Therapiestand in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ophthalmologe 2007;104:290-4

 

 

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Retinaler Venenverschluss