Osteoporose: Schleichender Verfall der Wirbelsäule
Einbrüche der Wirbelkörper sind die häufigste Komplikation einer Osteoporose (Knochenschwund). In Deutschland bricht ca. alle sieben Minuten ein Wirbelkörper. In der bundesdeutschen Bevölkerung liegen somit etwa 4,2 Millionen Brüche von Wirbelkörpern vor. Selten ist es ein einmaliges Ereignis, meist ist es ein über Jahre schleichender Prozess, ein fortschreitender Zusammenbruch der Wirbelsäule. Nicht alle Wirbelkörperbrüche verursachen Schmerzen. Etwa die Hälfte hat keine Beschwerden zur Folge. Die andere Hälfte löst schlimme, außerordentlich heftige Schmerzen aus, weil sich die Knochenfragmente oder auch die Bandscheiben durch den Bruch derart verschieben, dass sie auf Nerven oder Rückenmark drücken. Es kann zu neurologischen Ausfällen wie Kribbeln, Schwäche oder Gefühllosigkeit kommen. Viele Patienten können sich nach einem frischen Bruch kaum bewegen und sind bettlägerig. Vor diesem Hintergrund wird die große gesundheitspolitische Bedeutung dieses Krankheitsbildes und des neuen Verfahrens der Kyphoplastie deutlich.
Links sieht man eine gesunde Wirbelsäule mit intakten Wirbelkörpern. Die Wirbelsäule rechts ist "zusammengesintert", d.h. die Wirbel sind eingebrochen, was typisch ist für das Krankheitsbild der Osteoporose
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg





