Neurochirurgie

Sektion Pädiatrische Neurochirurgie

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

 

wir heißen Sie herzlich willkommen auf den Internetseiten der Sektion Pädiatrische Neurochirurgie. 

 

Hier erhalten sie Antworten auf Ihre Fragen zu unseren Behandlungs- und Forschungsschwerpunkten, der technischen Ausstattung so wie dem Aufenthalt und der Arbeit bei uns.

 

Wir freuen uns, Sie mit unserer Erfahrung an Ihr Ziel zu begleiten.

 

Leitung:

PD Dr. med. Heidi Bächli

Pädiatrische Neurochirurgie

Neurochirurgische Klinik

Kopfklinik/ Ebene 01

Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

D-69120 Heidelberg

Ambulanz

Donnerstag          08:30 – 15:00h und nach Vereinbarung

 

Terminvereinbarung für die Ambulanz unter 06221 56 6307

Stationäre Aufnahme

Unsere kleinen Patienten nehmen wir entsprechend ihrem Krankheitsbild in der Kinderklinik auf.

Operationen

Die Operationen werden in der Regel im Neurokopfzentrum in unseren spezialisierten Operationssälen der Neurochirurgischen Klinik durchgeführt.

Navigierte Tumorentfernung

Operation mit Pentero-Mikroskop

Intraoperatives Hochfeld-MRT (1,5T)

Ultraschall geführte Navigation

 

Die postoperative Betreuung erfolgt je nach Krankheitsbild und Schwere des Eingriffes entweder auf der Kinderintensivstation oder der zugeteilten Kinderstation.

Jeden Tag erfolgt eine Visite durch das Team der Kinderneurochirurgie zusammen mit den betreuenden Kollegen der Kinderklinik.

 

Links

Kinder und Jugendmedizin

Neonatologie

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Kinderchirurgie

Kinderintensiv

 

Das Team

PD Dr. med. Heidi Bächli

Dr. med. Daniel Haux

Dr. med. Patrick Schiebel

Behandlungsschwerpunkte

Spastikbehandlung bei Kindern mit Zerebralparese

Neugeborene brauchen besondere Fürsorge und Zuwendung, vor allem, wenn sie zu früh geboren werden. Stetige Fortschritte der Medizin, insbesondere der Intensivmedizin, steigern die Überlebenschancen von Frühgeborenen.

 

Aufgrund der Unreife dieser Kinder kommt es jedoch leider manchmal zu Gehirnblutungen mit folgenschwerer Behinderung, der so genannten Zerebralparese. Betroffene Kinder entwickeln dann eine massive Erhöhung des Muskeltonus, durch welche sie an den Rollstuhl gefesselt sind.

 

Der Leidensdruck unserer kleinen Patienten und ihrer Familien ist sehr hoch, nicht selten ist soziale Isolation die Folge, zumal die Bewegungsunfähigkeit im fortgeschrittenen Stadium zur Versteifung der Gelenke führt, wodurch zahlreiche orthopädische Korrekturoperationen notwendig werden.

 

Zur Minderung der Versteifung und Spastik bieten wir in Heidelberg, neben medikamentöser Therapie in Form von Tabletten oder Botox-Injektionen, die Implantation von speziellen Medikamentenpumpen (sog. Lioresalpumpen), welche ein Medikament in den Flüssigkeitsraum – Liquor – des Rückens transportieren, für Kinder an. Implantiert werden in der Regel programmierbare Pumpen, da diese jeweils an die alltäglichen Bedürfnisse des Kindes angepasst werden können.

 

Kinder, die für diese Operation in Frage kommen, sind häufig massiv tetraparetisch, das heißt, sie haben eine deutliche Spastik an Armen und Beinen, die mit klassischer Medikation nicht beherrschbar wird. Wir evaluieren jeden einzelnen Fall in einer gemeinsamen Sprechstunde zusammen mit den Kollegen der Kinderneurologie. Besteht beim Team oder bei den Eltern Unsicherheit über den Ausgang des operativen Eingriffs, kann diese Unsicherheit in einer Testphase mit einer externen Medikamentenpumpe ausgeschlossen werden. Hierzu wird ein Schlauch – Katheter – in den Liquor des Rückens gelegt und nach außen an die Pumpe angeschlossen. Nun kann schrittweise die Medikamentendosis erhöht und zusammen mit den betreuenden Physiotherapeuten beobachtet werden, ob sich der gewünschte Effekt einstellt. Hiernach kann das Medikament wieder schrittweise reduziert und der Katheter entfernt werden. Während der gesamten Liegedauer des Schlauches wird ein Antibiotikum verabreicht, so dass das Entzündungsrisiko möglichst klein gehalten wird. Bei einem positiven Ergebnis kann dann frühestens nach drei Wochen die eigentliche Pumpe eingesetzt werden.

 

Für den beschriebenen Eingriff sollte ihr Kind die Gewichtsgrenze von 10 kg nicht unterschreiten. Über die Dauer eines stationären Aufenthaltes von sieben Tagen wird das Medikament in kleinen Schritten über das Implantat hochdosiert.

 

Bei einem weiten Anreiseweg und bei Übernahme der weiteren medikamentösen Einstellung durch Kollegen einer heimatnahen Neuropädiatrie kann der Klinikaufenthalt auch verkürzt werden.

 

Unsere erwähnten Kollegen der Neuropädiatrie sind Prof. Dr. Joachim Pietz, Frau Dr. Karin Koch und Frau Dr. Keun-Sun Kim

 

Ein neues operatives Verfahren zur Spastikreduktion ist die selektive dorsale Rhizotomie (SDR), welche nur in wenigen Zentren in Deutschland bisher durchgeführt wird, kann neu auch in Heidelberg angeboten werden.

 

Hierbei wird ein Teil der sensiblen Nerven am Rücken, die krankhafte und überschießende Signale zu der Beinmuskulatur schicken, durchtrennt. Besonders geeignet für dieses Verfahren sind Kinder mit einer Spastik beider Beine (sog. spastische Diplegie). Vorteil ist, dass die Kinder von keiner Medikamentenpumpe abhängig sind und deutlich an Selbständigkeit und einen größeren Bewegungsradius erhalten. Auch fallen durch die Reduktion der Spastik spätere orthopädische Korrekturoperationen  häufig geringer aus und können manchmal sogar ganz vermieden  werden. Das beste Alter für diese Operation liegt zwischen 5 und 8 Jahren, aber auch ältere Kinder und Jugendliche profitieren von der Operation.  Grundvoraussetzung ist eine ausreichende Muskelkraft in den Beinen und Motivation zur Physiotherapie, da die Beine nach der Operation schwach sind und die Muskelkraft auftrainiert werden muss. Ein Team bestehend aus Neuropädiatern, Neuroothopäden und Pädiatrischer Neurochirurg sind  für die Auswahl und Betreuung der Patienten zuständig. Vor der Operation wird noch eine genaue Ganganalyse durchgeführt, um individuell für jeden Patienten  ein Konzept ausarbeiten zu können.

Weitere Schwerpunkte

Angeborene Entwicklungsstörungen des zentralen Nervensystems

 

Kraniale Missbildungen

- Schädelmißbildungen (Kraniosynostosen)

   → in Kooperation mit der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (Prof Dr. J. Hoffmann und Team)

- Encephalocelen, Meningocelen, komplexe frontonasale Missbildungen

   in Kooperation mit der HNO (Prof. Dr. Dr. P.K.Plinkert u. Team)

- Arachnoidalzysten, Dandy-Walker

 

Spinale Missbildungen

-offene Bogenschlußstörungen (Myelomeningocelen, Meningocelen

- geschlossene Missbildungen (Fettgeschwülste (Lipomyelomeningocelen),    

   Diastematomyelien,

            - Tethered spinal Cord (TSC)- sog. angeheftetes Rückenmark

 

Hydrocephalus

neueste Ventiltechnologie, Endoskopie

 

Tumore (Gehirn und Rückenmark)

Neuronavigation, intraoperatives und Monitoring

 

Entzündliche Prozesse (Subdurales Empyem, Abszesse etc.)

 

Schädel-Hirn-Trauma (SHT)

 

Funktionelle Neurochirurgie

- Tiefenhirnstimulation

      in Kooperation mit der Sektion Stereotaxie (Prof .Dr. K. Kiening)

- Vagusstimulation

- Epilepsiechirurgie

      in Kooperation mit der Epilepsie-Unit (Dr. S. Schubert)

 

                                                                

 

Forschungsschwerpunkte

 

Neuroprotektion bei kindlichem Schädel-Hirn-Trauma

 

Neuronale Plastizität

 

 

Laufende Studien

Apoptose-Hemmung nach geschlossenem Schädel-Hirn-Trauma in neugeborenen Ratten durch intrakranielle Verabreichung von bcl-2-mRNA-Nano-Partikel

 

Zentrale Reorganisation bei cerebralparetischen Kindern mit spastischer Diplegie nach selektiver dorsaler Rhizotomie (SDR)

 

Rolle des Dopamins im präfrontalen Kortex (Mikrodialysestudien am Mausmodell)

 

 

Dissertationen

 

Doktorandinnen und Doktoranden können sowohl eine klinische als auch eine experimentelle Arbeit durchführen. Es ist ein breites und sehr interessantes Themenspektrum vorhanden, in welchem vielfältige Möglichkeiten zur Erstellung einer Dissertation bestehen, auch in Kooperation mit anderen Institutionen.

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau PD Dr. Heidi Bächli  

E-Mail: heidi.baechli@med.uni-heidelberg.de

Kooperationen

Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie Kinderzentrum Maulbronn GmbH

Prof. Blank

 

Max Planck Institut für Psychiatrie München Neuronale Plastizität

Dr. rer. nat. C. Wotjak

 

Max Planck Institut Physikalische Chemie der Polymere Mainz

Prof. Dr. K. Landfester

 

Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) Kinderorthopädie

Prof. Dr. R. Brunner u. Prof. Dr. C. Hasler

 

Universitätskinderspital Zürich Kinderrehabilitationscenter Affoltern

PD Dr. A. Meyer

 

Universitätsklinik Mainz Institut für Neurochirurgische Pathophysiologie

Prof. Dr. O. Kempski

 

Universitätsklinikum Heidelberg Zentrum- für Kinder und Jugendmedizin

Prof. Dr. Georg Hoffmann

 

Universitätsklinikum Heidelberg Neuroradiologie

Prof. Dr. M. Bendszus

 

Universitätsklinikum Heidelberg, Orthopädie spez. Kinderorthopädie

Dr. B. Wiedenhöfer

 

SRH Fachkrankenhaus Neckargemünd GmbH

Dr. G. Schädler

 

SPZ Frankfurt Mitte

PD Dr. H. Philippi

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