Zentrum für Psychosoziale Medizin


Prä- und postpartale psychische Erkrankungen: Mutter-Kind-Einheit und Schwangerenbehandlung

 

Seit 2001 gibt es auf der Station Jaspers der Klinik für Allgemeine Psychiatrie eine Behandlungseinheit für Mütter mit postpartalen psychischen Störungen. Das Behandlungsangebot richtet sich insbesondere an Frauen mit Depressionen und Angststörungen in den ersten zwei Jahren nach der Geburt ihres Kindes. Da bekanntlich 60% der Frauen mit postpartalen psychischen Problemen bereits in der Schwangerschaft erkranken, ist es wichtig, mit der Behandlung der betroffenen Frauen möglichst früh einzusetzen. Seit August 2008 kann dies durch die Kooperation mit der Universitäts-Frauenklinik realisiert werden - das Mutter-Kind-Angebot wurde erfolgreich auf schwangere Frauen mit psychischen Erkrankungen ausgeweitet.

Mit dem  Behandlungsangebot soll möglichen ungünstigen Auswirkungen der psychischen Erkrankung auf die Beziehung zum ungeborenen Kind sowie auf den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf präventiv begegnen werden.

Die beteiligten Psychologinnen und Ärztinnen der beiden Universitätskliniken kooperieren darüber hinaus aber auch im wissenschaftlichen Bereich: Sie führen gemeinsam eine groß angelegte  "Peripartal-Studie" durch, in der mehr als 500 Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett im Hinblick auf die Häufigkeit von Depressionen und Angststörungen sowie hinsichtlich möglicher Risikofaktoren für den Schwangerschaftsverlauf und die fetale Entwicklung untersucht werden.

 

Ansprechpartnerin im ZPM:
Psychologische Leitung der Mutter-Kind-Einheit: Dr. Corinna Reck, 56-4465, Corinna.Reck@med.uni-heidelberg.de

 

Weitere Informationen:
www.mutter-kind-therapie.uni-hd.de, www.mutter-kind-studie.uni-hd.de

 

Anmeldungen und Fragen zum Behandlungsangebot:
Mutter-Kind-Telefon: 06221 / 56 34416
Mo - Do von 14 - 15 Uhr