Prostatakrebs / Prostatakarzinom

Allgemeine Information
Der Prostatakrebs, medizinisch Prostatakarzinom genannt, ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Die Zahl der Neuerkrankungen erhöht sich in Deutschland jedes Jahr um etwa 44.000, so dass insgesamt etwa jeder achte Mann im Laufe seines Lebens am Prostatakrebs erkrankt – das Risiko hierfür steigt insbesondere ab dem 50. Lebensjahr steil an. Da Beschwerden erst in fortgeschrittenen Stadien auftreten, werden zum Zeitpunkt der Diagnose bereits bei 20% aller Patienten Tochtergeschwülste in anderen Organen (Metastasen) gefunden. Etwa 14.500 Männer sterben in Deutschland jedes Jahr am Prostatakrebs. Einzig zuverlässiger Schutz ist daher die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung.
In Europa und Nordamerika ist der Prostatakrebs sehr häufig, in ostasiatischen Ländern wie z.B. Japan dagegen vergleichsweise selten. Ebenso findet sich innerhalb Europas ein deutlicher Unterschied bzgl. der Erkrankungsrate zwischen den nördlichen Ländern Skandinaviens (häufig) und den südlichen Ländern, insbesondere Italien (selten). Interessanterweise verändert sich das Erkrankungsrisiko mit dem Lebensraum: übersiedelt beispielsweise eine japanische Familie von Japan in die USA, so ist das Risiko ihrer Söhne an einem Prostatakrebs zu erkranken identisch mit dem der übrigen Bevölkerung Nordamerikas.
Diese Beobachtungen haben zu der Erkenntnis geführt, dass der persönliche Lebensstil einen wichtigen Einfluss auf das Risiko haben kann, an einem Prostatakrebs zu erkranken. Entsprechend gibt es mittlerweile wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse dazu, welche Maßnahmen geeignet sind, das persönliche Prostatakrebsrisiko vermindern zu können (Prävention). Eine ausführliche Beratung hierzu kann im Rahmen unserer Vorsorgeuntersuchung erfolgen, zusammengefasst sind diese Informationen für Sie auch auf unserer Internetseite verfügbar.
Auch eine erbliche Veranlagung (genetische Faktoren) kannn das Risiko an einem Prostatakrebs zu erkranken deutlich erhöhen. Nahe Verwandte von Prostatakrebs-Patienten erkranken häufiger als die übrige Bevölkerung. So ist das Risiko eines Mannes, dessen Vater oder Bruder erkrankt ist, 2-3fach, bei Erkrankung von Vater und Bruder 5-fach erhöht. Deswegen sollten in dieser Weise gefährdete Männer die Vorsorgeuntersuchung spätestens ab dem 40. Lebensjahr wahrnehmen und die Möglichkeiten der Prävention konsequent umsetzen.









