Allgemeine Innere Medizin & Psychosomatik


Die Station Mitscherlich (früher "PSM")

 
Die Station MItscherlich ist eine psychotherapeutische Station innerhalb des Zentrums für Psychosoziale Medizin. [Wegweiser]

 

Wer kommt zur Behandlung?

Wir behandeln auf dieser Station bis zu 22 Patienten mit folgenden Krankheitsbildern: Depressive Erkrankungen, Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Somatoforme Störungen (Körperliche Beschwerdebilder mit psychogener Verursachung), Persönlichkeitsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen und komplexe Traumafolgestörungen. Patienten in akuten Krisensituationen können ebenfalls aufgenommen werden.

 

Wie arbeiten wir?

Die Station bietet zwei verschiedene Behandlungswege an, die auch in zeitlicher Folge aufeinander aufbauen können.

 

Es gibt einen Behandlungsweg zur Stabilisierung, d.h. Erweiterung und Stärkung vorbestehender psychischer Fähigkeiten (Ressourcenorientierte Psychotherapie).

 

Der zweite Behandlungsweg (psychoanalytisch-interaktionelle Psychotherapie) ermöglicht es den Patienten, Einsicht in den Zusammenhang psychosomatischer Symptome mit inneren und/oder äußeren Konflikten zu gewinnen. Darüber kann die Abschwächung oder das vollständige Abklingen von Symptomen erreicht werden.

 

Durchgeführt werden die Therapien von einem Team, bestehend aus einem Oberarzt, zwei Stationsärzten, einer Psychologin, 6 Pflegekräften, einer Gestaltungstherapeutin, einer Körpertherapeutin, sowie einer Sozialarbeiterin.

 

 

Wie kommt man zu uns auf die Station?

Die Entscheidung für eine mögliche Aufnahme auf die Station Mitscherlich erfolgt nach Überweisung durch einen niedergelassenen Arzt in einer unserer Psychosomatischen Ambulanzen.

 

Nach der Indikationsstellung durch die Ambulanz kann der Aufnahmetermin mit der Station vereinbart werden. Vor der Aufnahme findet ein Vorgesprächstermin auf der Station statt. Dieser beinhaltet ein kurzes Gespräch mit dem leitenden Oberarzt Prof. Dr. Schauenburg, ein Besuch auf der Station und das Besprechen der Aufnahmevereinbarung. Noch offene Fragen können erläutert werden.

 

 

Welche Therapien gibt es bei uns?

Jeder Patient wird einem der beiden Behandlungswege zugeordnet und erhält einen individuell auf ihn zugeschnittenen Therapieplan.

 

Der Therapieplan der Station setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

 

  • Medizinische Aufnahmeuntersuchung und Veranlassung sämtlicher medizinisch notwendiger Diagnostik und Behandlung
  • Regelmäßige psychotherapeutische Visiten
  • Gruppenpsychotherapie
  • Einzelpsychotherapie
  • Gestaltungstherapie in der Gruppe, nach Indikation auch im Einzel
  • Körpertherapie in der Gruppe, nach Indikation auch im Einzel
  • Sozialtherapie in der Gruppe, nach Indikation auch im Einzel
  • Entspannungs- und Stabilisierungsgruppe
  • Symptomorientierte VT- Begleitungen im Einzelkontakt (Pflegeteam)
  • Nach Bedarf Paar-, Familiengespräche
  • Angeleitete Freizeitaktivitäten

 

Da psychische Erkrankungen oft Einfluss auf Partner und Familie nehmen, beziehen wir diese nach Indikationsstellung im Rahmen eines Paar-oder Familiengesprächs mit ein.

 

Zudem können aktuelle Fragen zur sozialen, beruflichen und der Wohnsituation angesprochen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

 

 


 

Wie geht es nach der Entlassung weiter?

Da ein Teil der bei uns behandelten Patienten nach der Entlassung weitere ambulante Psychotherapie benötigt, unterstützen wir die Patienten bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz.

 

 

 

 

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