Neurologie und Poliklinik

Sektion Klinische Neurophysiologie

Leiter: Prof. Dr. H.-M. Meinck

 

Kontaktadresse:

Neurologische Klinik

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

Tel.: +49-6221-567527

Fax: +49-6221-565461

 

e-mail: Hans-Michael.Meinck(at)med.uni-heidelberg.de

 

 

Das Aufgabenspektrum der Sektion klinische Neurophysiologie umfasst in der Krankenversorgung die elektrophysiologische Diagnostik für ambulante und stationäre Patienten aus Neurologie, Neurochirurgie und z.T. auch Neuropädiatrie; in der Lehre die Aus- und Weiterbildung von Studenten und Mitarbeitern; in der Forschung die Neu- und Weiterentwicklung klinisch-neurophysiologischer Techniken und neurophysiologische Beiträge zum Verständnis neurologischer Erkrankungen und Symptome.

 

Die Sektion ist mit der Neurologischen Klinik auch personell eng verflochten: Alle ärztlichen Mitarbeiter der Neurologie erhalten im Rahmen ihres Ausbildungscurriculums auch eine klinisch-neurophysiologische Aus- und Weiterbildung.

 

Die Sektion klinische Neurophysiologie hat in Krankenversorgung und Forschung zwei Schwerpunkte: Die Erkrankungen der peripheren Nerven und der Muskulatur und die zentralen Bewegungsstörungen. Mehrere Spezialambulanzen (Muskel-, Parkinson-, Schmerz-, Botulinumtoxin-, Neurogenetik-Sprechstunde) wurden oder werden von der Sektion betreut, überwiegend in engem Kontakt mit den entsprechenden Selbsthilfe-Organisationen. Speziell für die Analyse der zentralen Bewegungsstörungen ist ein neuartiges und personell wie apparativ aufwändiges Methodeninventar implementiert (Long loop– und C- Reflexe, EEG/MEG-EMG-Polygraphie, jerk-locked averaging, jerk-locked EEG mapping, Reflex-Polygraphie mit multimodaler Stimulation). Mit Hilfe dieser Untersuchungsmethoden werden zentrale Bewegungsstörungen analysiert und präzisere diagnostische Standards entwickelt. Eine Frucht dieser Arbeit ist, dass die Heidelberger Neurologie anerkannt ist als nationales und europäisches Referenzzentrum für seltene Bewegungsstörungen, z.B. das Stiff-man Syndrom, die familiäre und erworbene Hyperekplexie, oder tonische Spasmen (http://www.orpha.net). Aber auch die neurophysiologische Diagnostik bei Sensibilitätsstörungen und Schmerzerkrankungen wird erweitert und zunehmend standardisiert.

 

Neue Methoden und Fortschritte der Medizintechnik sollten aber nicht darüber hinweg täuschen, dass neurophysiologische Messungen sinnvoll nur interpretiert werden können auf der Basis eines neurologischen Untersuchungsbefundes und einer präzisen Fragestellung. Unter dieser Voraussetzung kann die neurophysiologische Messung dem klinischen Untersucher eine instantane Rückkopplung über die Qualität seiner neurologischen Befunderhebung geben – besonders relevant für ärztliche Mitarbeiter in der Aus- und Weiterbildung.

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