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200 potentielle Stammzellspender für türkische Mitbürger

Nr. 23 / 2013 20.02.2013
Gemeinsame Typisierungsaktion des Daimler-Benz-Werks in Mannheim und des Stammzellspender-Registers des Universitätsklinikums Heidelberg verlief sehr erfolgreich / Großer Bedarf an Blutstammzellspenden für Krebspatienten mit türkischer Abstammung

Gemeinsame Typisierungsaktion des Daimler-Benz-Werks in Mannheim und des Stammzellspender-Registers des Universitätsklinikums Heidelberg verlief sehr erfolgreich / Großer Bedarf an Blutstammzellspenden für Krebspatienten mit türkischer Abstammung

In der ersten Februarwoche riefen Universitätsklinikum Heidelberg und Daimler-Benz-Werk in Mannheim zu einer gemeinsamen Stammzell-Typisierungsaktion auf. Mit großem Erfolg: Rund 200 Mitarbeiter der Firma ließen ihre Gewebemerkmale bestimmen und sich als potentielle Stammzellspender registrieren. Dass die neu Registrierten vorwiegend türkischer Abstammung sind, ist ein großer Gewinn für das Heidelberger Stammzellspenderregister. Bisher haben sich deutschlandweit erst sehr wenige türkische Mitbürger typisieren lassen – für Leukämie-Patienten türkischer Herkunft kann daher häufig kein passender Spender in Deutschland gefunden werden.

„Mit dieser Aktion werden wir den Bedarf an Blutstammzellspenden für unsere türkischen Mitbürger zukünftig besser decken können. Wir danken allen Mitarbeitern des Daimler-Benz-Werkes in Mannheim sehr herzlich für ihre Bereitschaft, Patienten mit Leukämie ein neues Leben zu schenken“, so Professor Dr. med. Anthony D. Ho, Ärztlicher Direktor der Abteilung Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, die mit mehr als 300 Stammzelltransplantationen pro Jahr zu den größten Transplantationszentren in Deutschland zählt.


Weitere Typisierungsaktionen in türkischen Gemeinden der Metropolregion geplant

Die Chance, einen passenden Stammzellspender für Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Knochenmarks zu finden, ist bei Menschen selber Herkunft am größten. Doch bisher sind noch zu wenige potentielle Spender türkischer Abstammung in deutschen Spenderregistern erfasst. Problematisch ist das besonders für Patienten mit seltenen Gewebemerkmalen: „Wenn sich im Familienkreis kein geeigneter Spender findet, sind die Aussichten türkischer Leukämie-Patienten, einen Spender zu finden, geringer als bei anderen Patienten. Auch am Universitätsklinikum Heidelberg suchen wir leider manchmal vergeblich“, bedauert Ho.

„Um die Chance der Krebspatienten türkischer Abstammung stetig zu verbessern, sind im Laufe des Jahres weitere Typisierungsaktionen in den türkischen Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar geplant“, sagt Professor Dr. med. Gerhard Opelz, Leiter des Heidelberger Stammzellspenderregisters (HSR). Dank der Bemühungen von 25 deutschen Spenderregistern, darunter das HSR (gefördert von B.L.u.T.eV, Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte), sind bis heute mehr als 4,5 Millionen Menschen in Deutschland als Stammzellspender registriert. Mit ihrer Hilfe lässt sich für bis zu 90 Prozent der Leukämie-Kranken in Deutschland ein Spender finden.

Organisiert und durchgeführt wurde die Typisierungsaktion durch die Konzernleitung des Daimler-Benz-Werkes, vertreten durch den Betriebsärztlichen Dienst unter Leitung von Dr. Markus Hofmann, ein Drittel der Kosten übernahm ebenfalls das Daimler-Benz-Werk. Der Rest, eine Typisierung kostet 60 Euro, muss nun noch durch weitere Spenden finanziert werden.


Weitere Informationen:
Opens external link in new windowwww.klinikum.uni-heidelberg.de/Knochenmarkspender.101055.0.html
Opens external link in new windowwww.blutev.de


Kontakt:
Christiane Wickenhöfer
Projektkoordinatorin
Medizinische Klinik V
Tel.: 06221 56-54 93
E-Mail: Opens window for sending emailchristiane.wickenhoefer@med.uni-heidelberg.de

 

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