Die Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie stellt sich vor
Geschichte
Die Heidelberger Klinische Pharmakologie wurde nach etwa 30-jährigem Bestehen im Jahre 1999 strukturell neu ausgerichtet und entsprechend umbenannt in Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie. Dabei dienten die spezifischen Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 1997 und Erfahrungen im Ausland als theoretische Grundlage, während materiell die Unterstützung des Universitätsklinikums Heidelberg, der Medizinischen Fakultät Heidelberg und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Basis bildeten. Im Jahre 2009 erhielt die Abteilung den Status einer kooptierten Abteilung der Inneren Medizin und wurde umbenannt in Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie.
Vision
Die Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie befasst sich in stark klinisch ausgerichteter Weise mit allen Fragen der Arzneimittel-Therapiesicherheit beim Menschen. Besondere Beachtung finden Methoden zur Individualisierung von Arzneimittel-Therapien auf die spezifischen Bedürfnisse des Einzelpatienten und Maßnahmen zur Erhöhung der Effectiveness von Therapien. Die Graphik illustriert wichtige Ebenen der Arzneimittel-Anwendung und -Sicherheit, die über Therapieerfolg und Therapieversagen mitentscheiden.
Diese inhaltliche Ausrichtung erscheint zwingend, da einerseits Arzneimittel zu den wichtigsten Modulatoren des Therapieerfolgs gehören und einen großen Anteil der Gesamtkosten des Gesundheitsbudgets ausmachen, andererseits das Wissen für die Arzneimittel-Anwender fast unüberblickbar groß geworden ist und entsprechend lückenhaft und zufällig in die Verordnungspraxis einfließt. Der Umfang des verfügbaren Arzneimittelsortimentes und die Größe des betreuten Universitätsklinikums in Heidelberg verlangen nach neuen Lösungen bei der Umsetzung dieser Ziele. Außer klassischen Studien zur Wissensvermehrung in-vitro und in-vivo werden deshalb elektronische Techniken des Wissenstransfers (z.B. wissensbasierte Systeme, Immediate-Feedback-Strategien zur Früherkennung von Risikosituationen) in der abteilungseigenen medizinischen Informationstechnologiegruppe entwickelt und den Ärzten zur Verfügung gestellt. Überdies werden auch große Datenbanken und pharmakoepidemiologische Ansätze verwendet, um neue Zusammenhänge zu entdecken.
Des Weiteren ist die Abteilung Mitglied im FIM (First in Man) Heidelberg, einem multidisziplinären Heidelberger Forschungsverbund hoch spezialisierter Partner der Medizinischen Fakultät, des Universitätsklinikums und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg.
FIM Heidelberg bringt translationale Forschungsprojekte effizient in die Klinik und bietet hierfür einen umfassenden Vollservice für die Durchführung von Erstanwendungen (First in Man) und Proof-of-Principle-Studien mit innovativen Arzneimitteln unter höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards.
FIM Heidelberg ist spezialisiert auf die Planung, Durchführung und Auswertung von frühen, klinischen Studien mit hämatologischem, onkologischem, rheumatologischem oder immunologischem Schwerpunkt.
Tätigkeitsschwerpunkte
Die Schwerpunkte der Abteilung sind deshalb
- Arzneimittelwechselwirkungen (insbesondere auf Ebene CYP und ABC-Transporter) Techniken zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit
First-in-Human (Erstanwendungs-) Studien mit kleinen (small molecules) und biologischen Substanzen (biologicals)
Einfluss von Risikofaktoren und Polymorphismen auf Gefäßpharmakologie und endotheliale Dysfunktion
Entwicklung elektronischer Hilfsmittel zur klinisch-pharmakologischen Unterstützung von Arzneimitteltherapien
Qualitätsmanagement

Die Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie ist seit November 2008 zertifiziert nach der DIN EN ISO 9001:2008. Die Zertifizierung erfolgte durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen DQS.
Unsere Qualitätspolitik orientiert sich am Leitbild des Universitätsklinikums Heidelberg und legt besonderen Wert auf
- Sicherheit für Probanden und Patienten, die an Studien teilnehmen
- wissenschaftliche Qualität
- konsequente Einhaltung (inter)nationaler Standards
- langfristige Sicherstellung der Finanzierung
- Zufriedenheit der Mitarbeiter, Studienteilnehmer und Forschungspartner.
Durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems beabsichtigen wir, die Qualität und Effizienz unserer Leistungen sicherzustellen und die Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu legen. Dies wollen wir erreichen durch respektvollen und kooperativen Umgang miteinander, intensiven Informationsaustausch sowie Entwicklung und Ausbau der Verantwortungsbereiche jedes Mitarbeiters als Basis für überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Alle Mitarbeiter beteiligen sich am Prozess der Qualitätsverbesserung. Gezielte Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sichern die Qualität unserer Arbeit und fördern die Weiterentwicklung der Mitarbeiter.
Die Umsetzung der Qualitätspolitik und der daraus abgeleiteten Qualitätsziele ist eine wichtige Führungsaufgabe.



