Allgemein-, Viszeral- & Transplantationschirurgie

Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Arbeitsgruppe: Kyphoplastie

  

 

Wirbelkörperfrakturen unterschiedlicher Genese (Osteoporose, Trauma, Malignom) können nach akut schmerzhaftem Ereignis zu einem chronischen Schmerzsyndrom und einem sekundären Höhenverlust der Wirbelkörperhöhe führen. Mobilität und Selbstständigkeit im alltäglichen Leben sowie die Arbeitsfähigkeit sind gefährdet bzw. eingeschränkt (Kasperk C et al., Deutsches Ärzteblatt 2003). Die konservative Therapie manifester Frakturen durch Analgesie/Bettruhe und anschließende Mobilisation mit Korsett-/Mieder-Versorgung ist nicht nur für die Patienten langwierig, belastend und schmerzhaft, sondern auch vielfach erfolglos im Hinblick auf die schmerzfreie Wiedererlangung der Aktivitäten des täglichen Lebens (Meeder P-J, et al., Chirurg 2003, 74: 944-999).

 

 

Aus diesem Grunde hat sich eine minimal-invasive perkutane Operationsmethode – die Ballon-Kyphoplastie – als Verfahren zur raschen Schmerzlinderung sowie zur Stabilisierung und Wiederaufrichtung eingebrochener Wirbelkörper in den letzten Jahren zunehmend etabliert (Hillmeier J, et al., Operat Orthop Traumatol 2003).

 

Seit Januar 2002 führten wir im interdisziplinären Team aus Unfallchirurgen, Radiologen und Endokrinologen 690 Kyphoplastien bei 345 Patienten durch und prüfen in prospektiven Studien an unterschiedlichen Kollektiven die Effektivität des Verfahrens im Vergleich zur konservativen Behandlung sowie die Eigenschaften verschiedener Knochenzemente (Da Fonseca K, et al., J Mineralstoffwechsel 2004; 11 (S1): 16-19; Hillmeier J, et al., Orthopäde 2004, 33: 31-39).

 

 

Anhand einer prospektiven kontrollierten Studie konnte bewiesen werden, dass auch nach 3 Jahren die Kyphoplastie der konservativen Therapie signifikant überlegen war im Hinblick auf Schmerzreduktion und die Vermeidung weiterer Sinterung der frakturierten Wirbelkörper (Kasperk Ch, et al., Journal of Bone and Mineral Research, Volume 20, Number 4, 2005, 604-612).

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Die Arbeitsgruppen der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

 

"Calcaneusfrakturen"

 

"Biomechanische Forschung"

 

"Hydroxyapatit"

 

"Kyphoplastie"