Validierung, Normierung und Evaluation des Inventars zur Erfassung von Risiko- und Protektivfaktoren beim Gebrauch illegaler psychoaktiver Substanzen (HDB)
Arbeitsgruppe: Dipl. Psych. Corina Aguilar-Raab, Dipl. Psych. Jan Weinhold, Prof. Dr. R. Verres
Projektdauer: Oktober 2007 – Oktober 2010
Das bereits entwickelte Inventar zur Erfassung von Risiko- und Protektivfaktoren beim Gebrauch illegaler psychoaktiver Substanzen – Heidelberger Drogenbogen – soll hinsichtlich höchster Qualitätsanforderungen validiert, normiert und evaluiert werden. Mittels des Inventars (Raab, 2008)[1] sollen bisherige Lücken der Testdiagnostik im Bereich der Suchtprävention abgedeckt werden: es werden die bisher wenig erforschten illegalen Substanzgruppen Cannabis, Amphetamine, Ecstasy, Halluzinogene und Kokain fokussiert. Das Inventar ist substanzspezifisch aufgebaut und umfasst zehn Module, die die bisher kaum berücksichtigten Risiko- und Protektivfaktoren Wissen über und Umgang mit diesen illegalen Substanzen erfassen. Durch die modulare Struktur soll das Inventar je nach Bedarf für einzelne Substanzgruppen eingesetzt werden. Zu jeder der genannten Substanzgruppen wurden zwei Module konzipiert: risikorelevantes Wissen bezüglich der entsprechenden Substanz und – wenn bereits Erfahrungen mit der entsprechenden Substanz gemacht wurden – das Konsumverhalten. Die weiterführenden Zielkriterien beziehen sich auf teststatistische Absicherungs- und Qualitätsaspekte: die Retest-Reliabilität, die kriteriumsorientierte Validität, die Konstruktvalidität sowie die Normierung des gesamten Inventars werden angestrebt. Darüber hinaus soll das Inventar hinsichtlich der Anwendungsökonomie beurteilt bzw. evaluiert werden.
Die potentiellen Einsatzbereiche des Inventars beziehen sich auf
(1) primäre und sekundäre Präventionsprogramme
(2) tertiär-präventive Einsatzbereiche in der klinischen Diagnostik im Sinne von Screenings von Substanzmissbrauch bzw. Substanzabhängigkeit
(3) weiterführende Forschungsstudien
Hinsichtlich des methodischen Vorgehens wird das Internet als hauptsächliche Erhebungsplattform genutzt. Dadurch wird ein direkter Beitrag zur psychologischen Forschungsmethodik geleistet.
Unter folgenden Web-Adresse kann der Drogenbogen derzeit noch angeschaut werden: www.drogenbogen.de. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie bitte Corina.Raab@med.uni-heidelberg.de
[1] Raab (2008). Illegale Drogen. Konstruktion eines modularen Inventars zur Erfassung von kognitiv-behavioralen Risiko- und Protektivfaktoren. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller.





