Medizinische Psychologie


Wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit


 

Die Aufgaben und Arbeitsthemen der einzelnen Mitarbeiter des Institutes stoßen seit Jahren auf großes öffentliches Interesse. Die Medien – Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen – und Veranstalter von Vortragsreihen, Podiumsdiskussionen, Patientenforen treten in großem Umfang mit der Bitte um Mitarbeit an uns heran.

 

Aus der Forschungs- und Lehrtätigkeit des Ärztlichen Direktors des Institutes, Rolf Verres, gingen in den letzten 10 Jahren über 120 öffentliche Vorträge bei Laien- bzw. Betroffenenveranstaltungen, Rundfunk- und Fernsehauftritte hervor, z.B. im Gesundheitsmagazin Praxis (ZDF), im Nachtcafé und im Kulturcafé (SWR3), Streit im Schloss (SWR), „Leichenshow“ (ARD; SWF3; 3SAT; SWR3), EtZetera (SDR), Sprechstunde (Bayerisches Fernsehen), Forscher-Fakten-Visionen (Bayerisches. Fernsehen), Dialog (ORF), um nur einige zu nennen.

Die Inhalte erstreckten sich über einen weiten Bereich von Themen, z.B. zu Krebs und Psyche, Aufklärungsgespräch und ärztliche Gesprächsführung, Kreativität und Lebenskunst, veränderte Bewusstseinszustände und psychoaktive Substanzen bis hin zu künstlerischen und lebensphilosophischen Themenbereichen wie den mythologischen Vorstellungen zum Paradies, zur Endlichkeit und zur Bedeutung von Kunst und Musik für die Medizin.

 

Projekt „Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde“. Während der Projektlaufzeit (1994–2000) wurde in ca. 30 Berichten sowie Interviews in Tageszeitungen und Illustrierten (z. B. Psychologie Heute, Eltern, Brigitte) sowie Rundfunksendungen (z. B. Deutsche Welle International) und Fernsehsendungen (z. B. ZDF „Gesundheitsmagazin Praxis“) über die psychologische Beratungstätigkeit bei unerfülltem Kinderwunsch an unserem Institut berichtet. Eine breite Öffentlichkeit wurde zudem über das Medienpaket „Ungewollte Kinderlosigkeit“ (Broschüren und Videos) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (1999) erreicht, welches unsere Projektmitarbeiter miterstellten. Auch nach Projektende noch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehbeiträge durch PD Dr. Tewes Wischmann.

 

Schmerzforschung und Schmerztherapie stießen in den letzten Jahren auf wachsendes öffentliches Interesse. Insbesondere die Verbindung von funktionellen Schmerzstörungen und Hypnotherapie bzw. Hypnose findet zunehmend öffentliches Echo (Psychologie Heute, Thema M (SWF), Forum Wissenschaft (SWR). Die bei uns seit 1995 laufenden „Kopfschmerzgruppen für Kinder und Jugendliche“, ab 1999 im Forschungsvorhaben „Kopfschmerzen bei Kindern“, wurden in Veranstaltungen der Volkshochschule Heidelberg, in der Abendschau des SWR und in Workshops für Mitarbeiter von Beratungsstellen und Kinderpsychotherapeuten vorgestellt.

 

Förderverein Zukunftsmusik. Mit über 130 Veranstaltungen seit 1993, die sich mit medizinpsychologischen, psychotherapeutischen, künstlerischen und ethnomedizinischen Themen an eine breite Öffentlichkeit richteten, konnten wir ein großes akademisches und nicht-akademisches Publikum ansprechen. Das Spektrum unserer Vorträge, Konzerte, Seminare und Workshops reicht von der Frage nach Langzeitüberlebenden mit AIDS, der Psychologie des Sterbeprozesses, Qi-Gong und Stressbewältigung bis zu kreativtherapeutischen und künstlerischen Inszenierungen wie musiktherapeutischen Improvisationsgruppen, Konzerten, Theateraufführungen (z. B. mit dem Krüppeltheater Neckargemünd) und Symposien über Themen der Lebenskunst. Unser Konzept ist dabei dem Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Laientheorien sowie zwischen Erfahrung, theoretischer Reflexion und Alltagspraxis gewidmet. Nach den Veranstaltungen ist Bewirtung im Foyer vor dem Hörsaal üblich, so dass vertiefende Gespräche in guter Atmosphäre stattfinden können.

 

Musikpsychotherapie, Stimmforschung und veränderte Bewusstseinszustände. Zu den Forschungsthemen und der klinischen Arbeit von Sabine Rittner im Rahmen der Musikpsychotherapie am Institut für Medizinische Psychologie wurde in 11 Rundfunk- und Fernsehsendungen berichtet: Zweites Deutsches Fernsehen (Sendung "Gesundheit": Heilkraft der Sinne – Musiktherapie), Süddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk, Bayerisches Fernsehen („Worum es beim Sterben geht“), Hessischer Rundfunk (hr2-Wissenswert: „Wenn die Stimme krank ist“) etc. In Vorträgen wurden zwischen 1991 und 2001 an ein Laien- wie an spezielles Fachpublikum Themen vermittelt wie Musiktherapie in der Behandlung von Strahlentherapie-Patienten, Stimm- und Musiktherapie als Formen kreativer Psychotherapie, Leiberfahrungen in Medizin und Musiktherapie, Musiktherapie mit Krebspatienten, Familien- und Beziehungsmuster in musiktherapeutischen Gruppen, Körperorientierte Musikpsychotherapie bei Patienten mit chronischer Dysphonie, Veränderte Bewusstseinszustände: klinische Psychotherapie und Theorie.

 

Themen der systemischen Psychotherapie und Beratung wurden u.a. bei den „Wochen der seelischen Gesundheit“ in Frankfurt (1998) und Mannheim (2001) und in SWR 2-Kultur (2001) einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Lesungen von Jochen Schweitzer aus seinem Buch „Die unendliche und die endliche Psychiatrie“ in Buchhandlungen und auf Kongressen führten zu Teilabdrucken in Zeitschriften von Angehörigen und Betroffenenverbänden. Neben der „Sprechchor“-Technik als einer breit anwendbaren Selbstberatungsstrategie bei depressiven Störungen standen familiendynamische Überlegungen zur „Überfrachtung der mittleren Lebensjahre“, zu „Männern zwischen Familie und Beruf“ sowie zu „Leiden am Familienideal“ im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit mit zahlreichen Vorträgen und Workshops.
 

updated: 20/03/2007

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