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AG Supportive Therapien

Allgemein


 

Die Supportive Therapie in der Onkologie umfasst Maßnahmen, die optimale Behandlungsvoraussetzungen für den onkologischen Patienten nachhaltig fördern und damit auch die praktische patientenspezifische Umsetzung u.a. neuer antineoplastischer Therapiestrategien ermöglichen. In erster Linie umfasst dies die Linderung akuter und chronischer therapie- und krankheitsbedingter Nebenwirkungen. Damit stellt die Supportive Therapie einen integralen Bestandteil der patientenzentrierten Betreuung dar, gleichzeitig spiegelt sich dies in der bisherigen Umsetzung der medizinischen Versorgung noch nicht überall flächendeckend wider.

Unter Federführung von Frau Prof. Dr. med. Karin Jordan widmet sich die Medizinische Klinik V diesen Inhalten klinisch und wissenschaftlich. Das individuelle supportive Behandlungskonzept in unserer Patientenbetreuung schließt dabei maßgebliches evidenzbasiertes Wissen ein. Die unter unserer führenden Mitwirkung erstellten aktuellsten S3 Leitlinien der Supportivtherapie werden somit unmittelbar und kontinuierlich in die Praxis der Medizinischen Klinik V implementiert.

Videos zum Thema

26. Januar 2019

Nebenwirkungen von Krebstherapien

gesundheit-heute

 

26. Januar 2019

Was kann gegen Nebenwirkungen helfen?

gesundheit-heute

Inhaltliche Forschungs-Schwerpunkte


  • Evidenzbasierte Leitlinienentwicklung in der Supportiven Therapie
  • Entwicklung und Einsatz von supportiven Medikamenten (inkl. Antiinfektiva)
  • Beurteilung und Klassifikation von Medikamenten-Nebenwirkungen
  • Integration der Supportiven Therapie in das onkologische und interdisziplinäre Therapiekonzept/Patient reported outcome

Evidenzbasierte Leitlinienentwicklung in der Supportiven Therapie


 

Es ist inzwischen belegt, dass supportive Maßnahmen neben einer Steigerung der Lebensqualität auch zur Verlängerung der Überlebenszeit bei onkologischen Patienten führen. Zwischenzeitlich entwickelte S3 Leitlinien zur „Supportiven Therapie“ (Koordination K. Jordan/ F. Jahn) bzw. weitere internationale Leitlinien sollen diesen integralen Bestandteil weiter ausbauen, müssen jedoch gleichzeitig flächendeckend in den klinischen Alltag implementiert und inhaltlich weiter geschärft werden.

 

 

 

S3 Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen Patienten“

Leitlinie „Supportive Therapie

Patientenleitlinie


 

 

ESMO Leitlinien „Supportive Therapie“

Leitlinien „Supportive Therapie“

 

Entwicklung und Einsatz von supportiven Medikamenten (Auszug)


 

Beispiel Antiemetika:

Die Reduktion und Vermeidung von chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen gelten als wesentlichster Bestandteil supportiver Therapiemaßnahmen. Wenngleich die pathophysiologischen Hintergründe des Erbrechens zunehmend exakter beschrieben werden konnten, sind die detaillierten pathogenetischen Mechanismen zytostatika-induzierten Erbrechens noch nicht ausreichend verstanden. Das sogenannte „Brain-Gut“-Konzept scheint jedoch aufgrund der Interaktionen weiterer bei Erbrechen involvierter Transmitter, der zusätzlichen Neuromodulation durch das limbische System und noch unzureichend beschriebener medikamentenspezifischer pharmakokinetischer und –dynamischer Einflüsse wesentlich komplexer. Es ist daher denkbar, dass weitere bisher nicht beschriebene Neurotransmitter existieren, die zytostatika-induziertes Erbrechen triggern. Um Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen der Chemotherapie möglichst gänzlich zu verhindern, müssen auf neuen Pathomechanismen basierende Antiemetika entwickelt werden. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Prüfung der Praktikabilität der im klinischen Alltag unzureichend umgesetzten evidenzbasierten antiemetischen Leitlinien dar.

Serotonin und Substanz P vermittelter Pathomechanismus der Zytostatika induzierten Emesis ©K. Jordan

Integration der Supportiven Therapie in das onkologische und interdisziplinäre Therapiekonzept/Patient reported outcome

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen kommt der Selbsteinschätzung durch den Patienten eine wesentliche Rolle zu. Die systematische Erfassung therapie- und krankheitsassoziierter Symptome durch den Patienten selbst ist unter dem Namen der sogenannten PROs (patient reported outcomes) mittlerweile ein etablierter Begriff und im klinischen Alltag zunehmend bedeutsam. Durch eine strukturierte Erfassung der PROs und Management der Symptome kann nicht nur die Lebensqualität, sondern auch das Überleben der Patienten verbessert werden.

In einem Pilotprojekt, das in der hämatologischen Tagesklinik der Medizinischen Klinik starten wird, ist eine solche strukturierte Patienten-basierte Symptomerfassung geplant. Die Daten sollen App-basiert gesammelt werden, um eine rasche und patientenindividuelle Anpassung des umfassenden Managements der Supportiven Therapie zu ermöglichen.

Beurteilung und Klassifikation von Tumortherapie-assoziierten Nebenwirkungen

Tumortherapie-assoziierte Nebenwirkungen müssen adäquat erfasst werden, um das damit verbundene Risiko-Nutzen Verhältnis bewerten zu können. Bestimmte Nebenwirkungen müssen in Risikoklassen kategorisiert werden, um eine adaptierte prophylaktische Intervention daraus abzuleiten. In der AG „Supportive Therapie“ konnte bereits langjährig die internationale antiemetische Risikoklassifikation von Tumortherapeutika, die in den internationalen Leitlinien reflektiert sind, etabliert werden. Für das letzte Update wurden bspw. 42 neue antineoplastische Substanzen identifiziert, die aus 168 Studien stammend in einem systematischen Reviewverfahren extrahiert und bewertet wurden. In Anlehnung an dieses Verfahren wurden auch für einzelne Tumortherapeutika supportive Maßnahmenkataloge nach zuvor durchgeführter Risikoklassifikation erstellt.

Leitung


 

 

Prof. Dr. med. Karin Jordan

Leitende Oberärztin
Fachärztin für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie
Weiterbildungsermächtigung Palliativmedizin

http://www.s3supportiv.de

Tel.: 06221 - 56 6435
Fax: 06221 - 56 4893
E-Mail: Opens window for sending emailkarin.jordan@med.uni-heidelberg.de 

 

Mitarbeiter


 

 

Dr. med. Juliane Brandt

Assistenzärztin

E-Mail: Opens window for sending emailjuliane.brandt@med.uni-heidelberg.de

 

Schwerpunkt: Patient reported outcome


Priv.-Doz. Dr. med. Sascha Dietrich

Oberarzt
Facharzt für Hämatologie und Onkologie

Leiter des Lymphom-Programms
Molecular Medicine Partnership:
Systems medicine of Cancer Drugs
Personalisierte Lymhomtherapie (SYMPATHY)

 

Tel.: 06221-56 8030
E-Mail: sascha.dietrich@med.uni-heidelberg.de

 

Schnittstelle: Anbindung Data Warehouse Konzept


Prof. Dr. med. Gerlinde Egerer

Koordinatorin Sarkomzentrum

Oberärztin Medizinische Klinik V

Chefarztvertreterin Krankenhaus St. Vincentius

Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie


Tel.: 06221 - 91 1740
Fax: 06221 - 56 33756
E-Mail: gerlinde.egerer@med.uni-heidelberg.de

Persönliches Profil

 

Schwerpunkt: Infektiologie


 

Dr. med. Nicola Giesen

Oberärztin
Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie

E-Mail: nicola.giesen@med.uni-heidelberg.de

Schwerpunkt/Schnittstelle: Infektiologie/AG Multiples Myelom


 

Dr. med. Susanne Hofmann

Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie

E-Mail: susanne.hofmann@med.uni-heidelberg.de

 

Schwerpunkt: Supportive Therapie bei allogenen Transplantationen


 

PD. Dr. med. Berit Jordan

Oberärztin
Klinik für Neurologie

E-Mail: berit.jordan@med.uni-heidelberg.de

 

Persönliches Profil

 

Schwerpunkt/Schnittstelle: Periphere und zentrale Neurotoxizität/Klinik für Neurologie


 

Dr. med. Isabelle Krämer

Assistenzärztin

E-Mail: Opens window for sending emailisabelle.kraemer@med.uni-heidelberg.de

Schwerpunkt: Chemotherapieprotokolle, Digitalisierung


 

 

Dr. med. Julia Meißner

Oberärztin

Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie

 

 
Tel.:  06221-56 8718
Fax.: 06221-56 5813
E-Mail: julia.meissner@med.uni-heidelberg.de

Schwerpunkt/Schnittstelle: Fertilitätsprotektion/AG Lymphome


 

Dr. med. Nina Rosa Neuendorff

Clinical Researcher, MD

E-Mail: NinaRosa.Neuendorff@med.uni-heidelberg.de

 

Schwerpunkt: spezifische Toxizitäten in der geriatrischen Hämatologie


Dr. med. Sandra Sauer

 

 

Oberärztin
Leitung der autologen Transplantations-Ambulanz
Leitung der Arbeitsgruppe "Hämatoonkologische Bildgebung"




E-Mail: sandra.sauer@med.uni-heidelberg.de

 

 

Schwerpunkt/Schnittstelle:  Skelettkomplikationen /Autologe Transplantation

 

 

 

Externe wissenschaftliche Mitarbeiter/Kooperationen


 

Dr. med. Franziska Jahn

Universitätsklinik Halle, Klinik für Innere Medizin IV
S3 Leitliniensekretariat

http://www.s3supportiv.de

 

 

Dr. rer. medic. Patrick Jahn

Leiter für Pflegeforschung und Entwicklung &

Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Universitätsklink Halle

 

E-Mail: patrick.jahn@uk-halle.de

Dr. rer. medic. Camilla Leithold

Ernährungswissenschaftlerin
Universitätsklinik Halle, Klinik für Innere Medizin IV




E-Mail: camilla.leithold@med.uni-heidelberg.de

 

 

Nationale und internationale Leitlinienarbeit und Koordination


 

 

 

 

Education activities Supportive Care: Kongresse/Fortbildungen


 

 

 

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