technology transfer heidelberg GmbH

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Erfolgreich in der Medizin als Erfinder und Unternehmer

Veranstaltung am 16. November 2017 im Hörsaal der neuen Universitäts-Frauen- und Hautklinik Heidelberg / "Natürliche Waffen" gegen Krebs und hochinnovative Vektor-Technologien. Zwei erfolgreiche Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg berichten über ihre Erfahrungen und Herausforderungen als Erfinder und Gründer.

Patienten mit Krebsleiden könnten künftig von einem neuen diagnostischen Test mittels „Energetic Fingerprinting“ profitieren, der von dem Pathologen und Gründer der EnFin GmbH, Dr. Georg Gdynia, am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt wurde und in den kommenden Jahren in die klinische Anwendung gebracht werden soll. Virologe Prof. Dr. Dirk Grimm entwickelt unter anderem neuartige Adeno-assoziierte Viren (AAV)-Vektoren für die gezielte Gentherapie, die bereits vielversprechende experimentelle Erfolge bei chronischen Erkrankungen wie Hepatitis C erbracht haben. Voraussetzung für medizinische Fortschritte dieser Art ist nicht allein eine innovative Erfindung, sondern vor allem ihre erfolgreiche Umsetzung in die Praxis. Gibt es dafür Erfolgsrezepte?

 

Bei einem Informationsabend am Donnerstag, 16. November 2017, ab 17 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauen- und Hautklinik (Im Neuenheimer Feld 440) berichten die beiden Heidelberger Wissenschaftler über ihre persönlichen Wege zum Erfolg. Veranstalter ist die technology transfer heidelberg GmbH, Tochter des Universitätsklinikums und verantwortlich für den Technologietransfer, d.h. die kommerzielle Begleitung von wissenschaftlichen Erfindungen und Forschungsergebnissen aus der Universitätsmedizin. Im Rahmen der Veranstaltung werden die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt um Erfindungen in die Anwendung zu überführen. Ein abschließendes informelles Get together mit Getränken und Snacks bietet Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

 

Die Veranstaltung wird neben der technology transfer heidelberg GmbH durch die Heidelberg Startup Partners, einem Zusammenschluss von Heidelberger Bildungs- und Forschungseinrichtungen, unterstützt. Alle Interessierten sowie Journalisten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter tt-team@med.uni-heidelberg.de wird gebeten.

 

Neue Ansätze für die Diagnose und Therapie in der Krebsmedizin

Für die erfolgreiche Therapie von Krebserkrankungen ist es essentiell, die jeweils optimale Therapieform für jeden Patienten zu wählen. Dr. Georg Gdynia, AG-Leiter „Molekulare Tumorpathologie" am Pathologischen Institut des Universitätsklinikums Heidelberg, hat hierzu einen neuartigen diagnostischen Test für Krebspatienten entwickelt, der mithilfe des sogenannten "Energetic Fingerprinting" (EnFin™)-Assays bevorzugt ohne Sauerstoff wachsende (anaerobe) Tumorzellen nachweisen kann, von denen bekannt ist, dass sie für Fernmetastasen, Rezidive und Therapieresistenz verantwortlich sind. Mit dieser Erkenntnis sind maßgeschneiderte Therapien für anaerob bzw. aerob wachsende Tumore möglich- insbesondere bei Patienten, bei denen herkömmliche Chemotherapien nicht wirken. Zusätzlich hat das interdisziplinäre Forscherteam um Dr. Georg Gdynia ein hocheffektives natürliches Eiweiß, das HMGB1 Protein, aus menschlichen Immunzellen isoliert, welches die Energieversorgung in Tumorzellen komplett lahmlegt. Diese Form des Tötens von Tumorzellen durch das Immunsystem war bisher noch nicht bekannt und stellt ein äußerst vielversprechendes Krebs-Therapeutikum dar, auch bei besonders aggressiven anaeroben Tumoren. Für seine Forschungsarbeit wurde Herr Dr. Gdynia bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Landesforschungspreis für angewandte Forschung (2016) und dem Novartis-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (2016).

 

AAV-Viren als multifunktionelles Tool zur gezielten Modifikation der Genexpression

Die CellNetworks Research Group „Virus Host Interactions“ um den Virologen Prof. Dr. Dirk Grimm erforscht innovative Methoden im Bereich der AAV-Technologie, RNA-Interferenz und des CRISPR-System zur gezielten Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten wie beispielsweise HIV, Hepatitis oder Malaria. Der gentherapeutische Einsatz von modifizierten AAV-Partikeln bei der Behandlung chronischer Hepatitis-C wurde im experimentellen menschlichen System bereits erfolgreich durch die Heidelberger Wissenschaftler nachgewiesen. Verbessertes Targeting und Delivery der AAV-Viren sind hierbei ebenso ein Forschungsgebiet von Herrn Prof. Dr. Grimm wie die damit verbundenen Möglichkeiten der Reprogrammierung menschlicher Zellen in pluripotente Stammzellen (iPSC). Für seine einflussreiche Forschungstätigkeit wurde Herr Prof. Dr. Grimm bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wie dem Forschungspreis der Deutschen Duchenne Stiftung (2017) und dem „Outstanding New Investigator Award“ der American Society of Gene & Cell Therapy (ASGCT, 2015). Die Translation seiner Technologien in die Anwendung wird durch mehrere industrielle Kooperationen mit Firmen wie Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG gefördert.

 

Technologietransfer: Forschungsergebnisse schnell zur Anwendung bringen

Von der Laborbank bis zum Patienten ist es mitunter ein weiter Weg. Bis eine Entwicklung zur Anwendung kommt, vergehen oft mehrere Jahre - wertvolle Zeit, in der Innovationen weder dem Patienten zu Gute kommen noch wirtschaftlich genutzt werden können. Um diese Zeitspanne zu verkürzen, wurde die technology transfer heidelberg GmbH (tth) gegründet. Sie soll Forschungsergebnisse aus der Universitätsmedizin als geistiges Eigentum sichern und die zugrunde liegenden Technologien gemeinsam mit Partnern aus der Industrie zur effizienten Anwendung bringen, z.B. in der Entwicklung eines neuen Medikaments, Therapie- oder Diagnoseverfahrens. Die tth bietet Wissenschaftlern dazu ein umfassendes Beratungs- und Servicepaket an. Seit 2007 bearbeitet das Team des Technologietransfers rund 540 Erfindungen und begleitet über zwanzig Ausgründungsprojekte bzw. Startup-Unternehmen.

 

Ansprechpartner:
Dr. Sophia Deil
technology transfer heidelberg GmbH
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-6426 oder -38392
E-Mail: tt-team@med.uni-heidelberg.de

 

Weitere Informationen im Internet:
Dr. G. Gdynia "Natürliche Waffen" gegen Krebs: Innovative Forschungsmethoden für die Diagnose und Therapie in der Krebsmedizin“ (2016)

Prof. Dr. D. Grimm: „Hepatitis C-Viren in Leberzellen ausschalten – ohne Kollateralschaden“ (2015)

www.heidelberg-startup-partners.de

 

 

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