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Zentrale Tel.: 06221-560

Allergieambulanz

Allgemeines

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

Allergien sind eine Volkskrankheit, jeder vierte bis fünfte Einwohner in Deutschland ist betroffen. In unserem ambulanten, tagesklinischen und stationären Allergieschwerpunkt an der Hautklinik bieten wir die Diagnostik und Therapie sämtlicher allergologischer Erkrankungen an. Wir arbeiten hierbei eng mit den in der Allergologie spezialisierten, niedergelassenen Ärzten zusammen. Der Schwerpunkt unserer Einrichtung liegt in speziellen diagnostischen Maßnahmen, innovativen Therapien und Expositionstestungen mit Arzneimitteln oder Nahrungsmitteln.

 

Erstvorstellung in unserer Allergieabteilung:

Sie haben den Verdacht, unter einer Allergie, z.B. einem allergischen Schnupfen, zu leiden und Ihr Allergologe hat Ihnen empfohlen, in der Universitäts-Hautklinik Ihre allergischen Reaktionen abklären und/oder behandeln zu lassen. Dafür wird u.a. ein so genannter „Epikutantest“ oder „Pricktest“ vorgenommen, bei dem winzige Mengen der verdächtigen Stoffe in die Hautoberfläche eingebracht werden, um ggf. lokale allergische Hautreaktionen auszulösen.

 

Was müssen Sie wissen?

Mitzubringen sind ein Überweisungsschein von einem Arzt mit der Zusatzbezeichnung Allergologie sowie Untersuchungsbefunde, Testergebnisse und Allergiepass, sofern bereits vorhanden, Medikamente, die möglicherweise die allergische Reaktion ausgelöst haben, sowie Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden.

 

Bitte beachten Sie: Vor dem Pricktest sollten antiallergische Medikamente (Antihistaminika) mindestens 5 Tage lang nicht mehr eingenommen worden sein. Eine Testung bei Dauermedikation mit einem der Blutdruckmittel Beta-Blocker oder ACE-Hemmer kann in der Regel nicht erfolgen. Umstellungen von Medikamenten sollten nicht ohne ärztlichen Rat (z.B. des Hausarztes/Internisten) erfolgen!

Sollte bei Ihnen der Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie bestehen, ist es sinnvoll, die verdächtigen Nahrungsmittel im frischen Zustand mitzubringen. Im Falle des Verdachtes auf eine Kontaktallergie sollten die verdächtigten Stoffe ebenfalls mitgebracht werden.

Bei Berufsstoffen sollten auch die Sicherheitsdatenblätter vorgelegt werden.

 

Bitte beachten Sie: Vor Durchführung eines Epikutantests zum Beweis oder zum Ausschluss einer kontaktallergischen Reaktion sollte für mindestens 4 Wochen keine UV-Exposition des Testareals am Rücken erfolgt sein (natürliche Sonnenbestrahlung oder Solarium).

Die Epikutantestung nimmt drei (ggf.vier) Termine einer Woche in Anspruch.

Terminvereinbarung

Termine können Sie unter der Telefonnummer 06221/ 56-8590 vereinbaren.

Termintelefon Mo-Fr von 7.30 bis 15 Uhr

Das Team

Ärztlicher Bereich:

Prof Dr. med. Knut Schäkel

Assistenten der Klink

 

Assistenz:

Claudia Hübsch-Müller (MTA),

Andrea Herzog-Stroganoff (Arzthelferin),

Jeannette Klemm-Wessbecher (MTA)

Schwerpunkte der Allergie-Abteilung

Abklärung von Unverträglichkeiten (Allergien und Pseudoallergien) insbesondere auf:

  • Allergien auf Insektengifte (Wespe und Biene)
  • Allergische Atemwegserkrankungen: z.B. Rhinitis (wässriger Schnupfen, Nasenjuckreiz, Niesanfälle), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Asthma
  • Medikamentenallergien (Antibiotika, Heparine, Antihypertensiva, Antiepileptika, etc.)
  • Photoallergische Reaktionen
  • Unverträglichkeit von Schmerzmitteln, Lokalanästhetika, Narkotika
  • Kontaktallergien (Kontaktallergische Reaktionen auf Duftstoffe, Cremes, etc.)
  • Prothesenunverträglichkeit
  • Berufsdermatologische Erkrankungen: Irritativ-toxisches Handekzem, allergisches Kontaktekzem auf Berufsstoffe, einschl. Latex.
  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis atopica) und Initiates file downloadNeurodermitisschulung
  • Chronische Urtikaria

 

 

Diagnostik

Zur Abklärung dienen folgende diagnostische Verfahren: 

  • Pricktestungen mit Aeroallergenen (Luft-vermittlten Allergenen, z.B. Pollen, Hausstaub), Nahrungsmittelallergene und Nahrungsmittelzusatzstoffe, Latex und Medikamente
Der Pricktest
  • Intrakutantestungen (Insektengift, einige Medikamente)subkutane Provokationstestungen bei V.a. Lokalanästhetika-Unverträglichkeit und Gerinnungshemmenden Medikamenten (Heparine) zur Erfassung verträglicher Ausweichtherapeutika
  • Konjunktivale und nasale Provokationstestungen (z.B. bei allergischem Schnupfen)
  • Orale Provokationstestungen bei V.a. Nahrungsmittelallergien und Medikamenten-Unverträglichkeiten zur Erfassung verträglicher Ausweichtherapeutika
  • Epikutantestungen (Pflastertest mit standardisierten Allergenen zum Ausschluss von Kontaktallergien)
Der Epikutantest

  • Atopie-Patchtest (Pflastertest mit Aeroallergenen)
  • Photo-Patchtest (Testung einer lichtabhängigen allergischen Reaktion auf Cremes, Salben, Sonnenschutzmitteln, etc.)
  • Scratch-Chamber-Test (Nahrungsmittel, z.B. Mehle, Fisch, Gemüsesorten)
  • Allergologische Labordiagnostik: CAP-FEIA (Bestimmung allergievermittelnder spezifischer IgE- und IgG4-Antikörper,  Westernblot Latex, reziproke Inhibitonstests), Tryptase, ECP, Zellulärer-Antigen-Stimulationstest (CAST) zur Erfassung nicht-IgE vermittelter Reaktionen, z.B. auf Bienen-/Wespengift oder bestimmte Arzneimittel. Die allergologische Labordiagnostik wird direkt im kooperativen Speziallabor Allergologie der Hautklinik im Zentrallabor durchgeführt.
  • ambulante Expositionstestungen von Medikamenten, die in der Vergangenheit nicht vertragen wurden

 

 

 

Allgemeine Allergietherapie und -prävention

Nach Abschluss der Diagnostik wird die Therapie eingeleitet

AngriffspunktMaßnahme
AllergenzufuhrKarenz (z.B. Wohnraumsanierung, Rehabilitation, Berufswechsel, Diät)
Pathogene ImmunreaktionSpezifische Hyposensibilisierung, Immunsuppression/-modulation, Anti-IgE Antikörper
Hemmung der MediatorfreisetzungMastzellstabilisatoren
EntzündungshemmungGlukokortikosteroide



Rezeptorantagonisten
HistaminAntihistaminika (sedierend, nicht-sedierend)
LeukotrieneLeukotrienantagonisten, Lipoxygenasehemmer
Spezifische Therapie am „Endorgan“Bronchodilatation, Sekretolyse, physikalische Therapie, Hautpflege, Wiederherstellung der gestörten Barrierefunktion
PsychePsychotherapie, Psychopharmaka

(Quelle: Ring J: Angewandte Allergologie, 2004)



Hyposensibilisierungen können dauerhaft vor allergischen Erscheinungen schützen; durch wiederholte Injektion eines Extrakts aus den allergieauslösenden Stoffen gewöhnt sich das Immunsystem an die Allergene. Es wird vor allem bei allergischem Schnupfen zur Vorbeugung eines allergischen Asthma bronchiale eingesetzt, bei Insektengiftallergien sowie bei bestimmten Nahrungsmittelallergien, die sich auf den Boden einer Kreuzreaktion gegenüber Pollenallergenen entwickelt haben sowie in seltenen Fällen bei Medikamentenallergien (z.B. Penicillin).

 

Neben der Injektionstherapie werden auch sublinguale Desensibilisierungen durchgeführt.

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Termin vereinbaren

Termine können Sie im Sekretariat unter der Telefonnummer 06221 56-8590. vereinabaren.

Unsere Sprechzeiten:
Mo bis Fr 08 – 11 Uhr

Hyposensibilisierung:
Mo bis Fr 08 – 11 Uhr
Mo, Di und Do 14 – 15 Uhr

Telefonsprechstunde:
Mi 14 – 16 Uhr

Adresse

Hautklinik
Im Neuenheimer Feld 440
69120 Heidelberg

Tel.: Pforte: 06221 56-4002 bzw. -7856

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