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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Titel: Präzisierung der anteiligen Ursachen bei der Entwicklung von Handekzemen bei medizinischem Krankenpflegepersonal und Verwaltungsangestellten

Projektleitung: Prof. Dr. med. T.L. Diepgen
Biometriker: Dipl.-Math. T.M. Bruckner

Inhalt und Ziele:
In einer prospektiven Kohortenstudie bei medizinischem Pflegepersonal sollen die vielfältigen Einflussfaktoren bei der Entstehung von Handekzemen untersucht werden.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll eine Kohorte von 2000 medizinischen Krankenpflegekräften und eine Vergleichsgruppe von 500 Büroangestellten zu Beginn der Studie untersucht und über den geplanten Studienzeitraum nachverfolgt werden. Zielgröße ist das Auftreten behandlungsbedürftiger Handekzeme unter Berücksichtigung beruflicher Belastungsfaktoren (Exposition gegenüber sensibilisierenden und/oder hautreizenden Stoffen), durchgeführter Hautschutzmaßnahmen und individueller (endogener) Risikofaktoren (z.B. unterschiedliche Ausprägungen der Atopie). Zusätzlich soll die Erfassung der hautrelevanten Exposition gegenüber Allergenen, hautreizender Stoffe und hautirritierender Einflüsse hinsichtlich Art, Zeit und Konzentration der Einwirkung erfolgen. Dazu sind neben einer Erstuntersuchung zu Beginn des Studienzeitraumes (T0) zwei weitere Untersuchungen zur Mitte (T1) und zum Ende des geplanten Beobachtungszeitraums (T2) vorgesehen. In den beiden Jahren zwischen den geplanten Untersuchungen wird zusätzlich jeweils ein Follow-up mittels Fragebögen vorgenommen.

Im Einzelnen sollen folgende Projektziele realisiert werden:

  • Erfassung der Prävalenz und Inzidenz von Handekzemen in Abhängigkeit von der Exposition gegenüber Allergenen und Irritantien sowie individueller Risikofaktoren.
  • Quantifizierung der Belastung (Exposition gegenüber Allergenen und Irritantien, Feuchtarbeit, Desinfektionsmitteln, Handschuhe, etc.) und Erfassung von Art, Dauer und Intensität dieser Belastungen.
  • Ermittlung individueller Risikofaktoren (verschieden Ausprägung der Atopie usw.)
  • Quantitative und qualitative Erfassung von Hautschutzmaßnahmen (Hautschutz, Hautpflege, Hautreinigung, Desinfektionsmittel, Handschuhe)
  • Untersuchung der Anteile der unterschiedlichen Risikofaktoren bei der Entstehung von Handekzemen
  • Beurteilung der Wirkung von Hautschutzmaßnahmen und Prüfung von deren Eignung und Effektivität (Intervention durch Schulung)
  • Erfassung des Wissensstand der Beschäftigten zur Hautbelastung durch Irritantien und Allergene sowie möglichen Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Hautschutz, Haupflege, Hautreinigung)
  • Ableitung von neuen Erkenntnissen zur Präzisierung und Gestaltung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen der Haut

Laufzeit: 2009

Kooperationspartner:
Dr. med. L. Buchholz, Leiter betriebsärztlicher Dienst des Universitätsklinikums Heidelberg
Prof. Dr. P.J. Coenraads, MPH, Universitätsklinikum Groningen

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