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Bildgebung beim Multiplen Myelom

Allgemeines

 

Unsere Arbeitsgruppe erforscht in Studien, inwieweit sich bildgebende Verfahren für die Diagnostik des Multiplen Myeloms eignen. Dabei besteht eine langjährige enge Kooperation mit den Kollegen der Radiologischen Klinik der Universität Heidelberg und der Abteilung für Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg.

 

Das Kernstück der klinischen Arbeit bildet das wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Tumorboard, in dem eine Gruppe von Radiologen, Hämato-Onkologen, Orthopäden und Strahlentherapeuten die Befunde der verfügbaren bildgebenden Verfahren [Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) und Positronenemissionstomographie (PET)] erörtert. Dabei werden alle neuen Patienten sowie Krankheitsgeschichten von Patienten besprochen, bei denen im Erkrankungsverlauf eine Symptomkonstellation aufgetreten ist, die im Hinblick auf einen chirurgischen Eingriff, eine Strahlen- und/oder Chemotherapie abgeklärt werden muss.

 

Insbesondere die MRT ist aufgrund des hohen Weichteilkontrastes von besonderer Bedeutung beim Staging und der Prognosebeurteilung des behandlungspflichtigen als auch des asymptomatischen Multiplen Myeloms und stellt das Bildgebungsverfahren mit der höchsten Sensitivität zur Detektion von myelombedingten Läsionen im Knochenmark dar. Wir untersuchen daher, inwiefern die dynamische, kontrast-verstärkte sowie die diffusionsgewichtete (diffusion-weighted imaging, DWI) MRT als neue diagnostische Verfahren, den Verlauf der Erkrankung prognostizieren sowie zur Diagnostik der minimalen Resterkrankung (Minimal Residual Disease, MRD) beim Multiplen Myelom eingesetzt werden können.

 

Ganzkörper-Bildgebungen mittels MRT, CT und PET-CT haben gezeigt, dass bei einem beträchtlichen Prozentsatz der Patienten die malignen Zellen nicht homogen im Knochenmark verteilt sind sondern auch als fokale Manifestationen auftreten können. Durch die Knochenmarkpunktion, die zumeist am Beckenkamm, durchgeführt wird, können daher solche fokalen Läsionen verfehlt als auch direkt getroffen und somit die Tumormasse bei einem Patienten signifikant unter- bzw. überschätzt werden. Daher möchten wir in einer weiteren Studie, die Erkrankungsheterogenität des Multiplen Myeloms anhand gezielter bildgebungsgesteuerter Biopsien solcher fokalen Läsionen molekulargenetisch untersuchen.

 

Zudem soll die Frage beantwortet werden, welches bildgebende Verfahren (PET-CT, MRT) die höchste prognostische Relevanz aufweist bzw. wie man die Ergebnisse der Bildgebung mit molekulargenetischen und zellbiologischen Untersuchungen sowie anderen prognostischen Faktoren, wie z. B. zytogenetischen Veränderungen, vergleichen und kombinieren kann.

 

 

 

Leiter

Dr. med. Sandra Sauer

 

 

Funktionsoberärztin Leitung der autologen
Transplantations-Ambulanz
Leitung der Arbeitsgruppe "Hämatoonkologische Bildgebung"




E-Mail: sandra.sauer@med.uni-heidelberg.de

 

 

Kontakt und Anschrift

 

 

Dr. med. Sandra Sauer

Medizinische Klinik, Abteilung Innere Medizin V
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Kooperationspartner


  • Roswell Park Comprehensive Cancer Center, Buffalo, NY Prof. Dr. med. Jens Hillengass
  • Radiologische Klinik der Universität Heidelberg PD Dr. med. Tim Weber, Dr. med. Johanna Nattenmüller, Dr. med. Christoph Rehnitz, Prof. Dr. med. Daniel Spira
  • Abteilung Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums Prof. Dr. med. Heinz-Peter Schlemmer, Prof. Dr. med. Stefan Delorme, Dr. med. Jennifer Mosebach, Dr. med. Heidi Thierjung
  • Klinische Kooperationseinheit Nuklearmedizin des Deutschen Krebsforschungszentrum Prof. Dr. med. Uwe Haberkorn, Prof. Dr. med. Antonia Dimitrakopoulou-Strauss
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