Otto-Meyerhof-Zentrum

Entwicklungspotenzial

Mit dem Otto-Meyerhof-Zentrum soll eine klinische Forschungseinrichtung etabliert werden, die unter den Gesichtspunkten der Aufgabenstellung eine neue Qualität für die Möglichkeit interdisziplinären medizinischen Arbeitens besitzt.

 

Das heißt jedoch nicht, daß damit die etablierte und bewährte Fächerstruktur der medizinischen Einrichtungen aufgebrochen werden soll. Dieses klinische Forschungszentrum soll von den existierenden Kliniken getragen werden. Seine Patienten stammen aus den klassischen Ambulanzen des Klinikums.

 

Neue medizinische Verfahren der Diagnostik und Therapie auf der Basis molekular-medizinischer Erkenntnisse sollen entwickelt werden. Dies bedeutet nicht automatisch, daß sie die herkömmlichen medizinischen Maßnahmen ersetzen werden, sondern wohl eher, daß es sich um zusätzliche medizinische Angebote an Menschen mit bisher nicht oder nur schwer behandelbaren Erkrankungen handeln wird. Sind neu etablierte Behandlungsformen qualitativ ausgereift, werden sie schrittweise dem niedergelassenen Bereich übergeben werden.

Ausser der für das Universitätsklinikum Heidelberg essentiellen Verstärkung der Entwicklung moderner medizinischer Verfahren bietet das Otto-Meyerhof-Zentrum Voraussetzungen zur

 

 

  • Verbesserung der Drittmitteleinwerbung (z.B. seitens der DFG, die die Pläne um das Otto-Meyerhof-Zentrum aufmerksam verfolgt hat)

 

 

  • Verbesserung der Wechselwirkungen zwischen Hochschule und pharmazeutischer Industrie zum Zwecke der Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren in klinischen Studien unter Einbeziehung ambulanter Patienten. Dies deckt sich mit definierten Zielen in den Gesundheitsforschungsprogrammen des BMBF sowie mit den Ideen der BioRegio-Initiative.

Bereits in seinen Empfehlungen von 1976 hat der Wissenschaftsrat auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Ambulanzeinrichtungen derUniversitätsklinika verstärktes Gewicht in der Lehre beizumessen. DurchVerlagerungen von Schwerpunkten der Krankenversorgung vom stationärenin den ambulanten Bereich, durch Veränderungen im Spektrum der imUniversitätsklinikum stationär behandelten Patienten gilt dies in nochhöherem Maße als damals. Dabei ist auch den Anforderungen einerlängerfristigen ambulanten Betreuung bestimmter Patientengruppen imRahmen der Entwicklung und Validierung neuer Therapien Rechnung zutragen.

 

Die Leistungsfähigkeit der medizinischen Forschung am Standort Heidelberg wird entscheidend verbessert.

 

Der Dekan

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag

 

 

 

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