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SFB 1118

Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Vereinbarung von wissenschaftlicher Karriere und Familie

 

Chancengleichheit und Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie generell Um die Ernsthaftigkeit dieses Bemühens zu dokumentieren wurde im Vorstand das Ressort „Gleichstellungsbeauftragte“ geschaffen.Im vorgeschlagenen SFB sind von 18 PIs 6 Frauen (30%). Um den Anteil qualifizierter Wissenschaftlerinnen im SFB zu erhöhen bzw. Nachwuchswissenschaftlerinnen gezielt zu fördern, sind innerhalb des SFB folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • die im Z-Projekt beantragten Gerokstellen sollen bevorzugt an Frauen vergeben werden.
  • eine „Tandem“-Bildung bei der Leitung eines Teilprojekts soll dahingehend gefördert werden, dass bereits jetzt vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen als Co-Teilprojektleiterinnen für den SFB rekrutiert werden, in der festen Erwartung, dass sich ihre Rolle im SFB bis zum Ende der ersten Förderperiode so weiter entwickelt, dass sie als selbständige Teilprojektleiterinnen in der zweiten Förderperiode agieren können.
  • intensive Nutzung der Möglichkeiten des GRK DIAMICOM für gezielte Frauenförderung.
  • Zweckgebundene Gleichstellungsmittel im Z-Projekt sollen für die Bezahlung einer TA zur Forschungsunterstützung werdender Mütter und junger Eltern und zur Kinderbetreuung während Tagungen und Retreats des SFB, eingesetzt werden.
  • Nachwuchswissenschaftlerinnen wird durch Exposition zu Vorbildern wie weiblichen PI’s mit Kindern, aber auch Gastwissenschaftlerinnen, die Gelegenheit zu Gesprächen gegeben, z.B. auch zu Themen wie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.


Förderprogramm für Frauen im Rahmen der Medizinischen Fakultäten, der Universität Heidelberg und dem DKFZ
Die Universität Heidelberg bekennt sich in ihrem Leitbild zur Diversität und Gleichstellung der Geschlechter. Entsprechend wurden zahlreiche Maßnahmen vor allem zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Qualifizierung und Karriereförderung von Frauen etabliert. Die Universität bietet bedarfsgerechte Angebote, um eine wissenschaftliche Laufbahn besser mit Familienaufgaben koordinieren zu können. Der Service für Familien/Kinderhausbüro bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Beratung rund um die Familie und Möglichkeiten der Lang- und Notfallbetreuung sowie Ferien- und Kongressbetreuung an. Hierfür stehen zahlreiche Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung (Kinderkrippe, Kindertagesstätte, Kids Club). Die Clearingstelle Wissenschaft berät und unterstützt Wissenschaftlerinnen, die ein Kind erwarten. Der Dual Career Service unterstützt Partner/Partnerinnen und Familien von neu berufenen Professoren.

 

Frauenanteil
EinrichtungStudierende
WS 2011/2012
Promotionen
2011
Wissenschaftliches
Personal 2011
Universität Heidelberg gesamt56,5%51,6%35,6%
Medizinische Fakultät Heidelberg53%60,6%43,8%
Medizinische Fakultät Mannheim54,7% 60,7%43.1%

 

Abb.10: Übersicht über den Anteil an weiblichen Studierenden und Ärztinnen/Wissenschaftlerinnen  in der Universität Heidelberg; Stand 2011

 


Anfang 2012 wurde ein Concierge-Service eingerichtet, der zugeschnitten ist auf den Alltag und den Bedarf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, beispielsweise wird die Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen angeboten. Weiterhin ist die Universität im Schlieben-Lange-Programm für Wissenschaftlerinnen mit Kindern und im Margarete-von-Wrangell-Programm engagiert. Das Universitätsklinikum Heidelberg engagiert sich in seinem Förderprogramm ‚Talents in Medicine’ auch dafür, Frauen an akademische Spitzenpositionen heranzuführen. Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat das Universitätsklinikum neben Kinderbetreuungsmaßnahmen die Programme „HeiProMü+“ und „HeiProFam+“ eingerichtet. Mit „HeiProMü+“ werden Kliniken durch die anteilige Übernahme von Personalkosten unterstützt, die aktiv die Karriereentwicklung talentierter Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen fördern. „HeiProFam+“ prämiert Konzepte zu Beruf und Familie und die aktive Einbindung in die bestehende Personalpolitik in die Klinik.

An der Medizinischen Fakultät Mannheim existiert mit MEDI-KIDS eine betriebliche Kindertagesstätte, in der Kinder von zwei Monaten bis zum Schuleintritt betreut werden. Da gerade nach der Habilitation ein deutlicher Abfall der Anzahl von Frauen in akademischen Führungspositionen stattfindet, finanziert die Medizinische Fakultät Heidelberg das medizin-spezifische Olympia-Morata-Habilitationsprogramm, um den Hochschullehrerinnen-Nachwuchs zu fördern. Dabei stellt die Fakultät aus dem Landeszuführungsbetrag den geförderten Frauen die Mittel für eine halbe Stelle für zwei Jahre zur Verfügung, mit der Maßgabe, dass die jeweilige Abteilung die zweite halbe Stelle finanziert. Auf den jüngeren Nachwuchs zielt das Rahel Goitein-Straus-Programm, und mit Kurzzeitstipendien werden klinisch tätige Ärztinnen unterstützt, die Freiräume für ihre Forschungstätigkeit benötigen.

Auf Seiten des DKFZ sind ebenfalls seit mehreren Jahren breit gefächerte Gleichstellungsmaßnahmen etabliert und werden erfolgreich umgesetzt. Neben insgesamt 70 Kinderbetreuungsplätzen in der Kindertagesstätte „Die Wichtel“ bietet das DKFZ Wiedereinstiegsstellen für Wissenschaftlerinnen nach einer Familienphase an, die in einem hausinternen Verfahren vergeben werden. Zudem existiert als Rückzugsort für Schwangere und stillende Mütter ein Eltern-Kind-Zimmer. Der Girls’ Day, der jedes Jahr am 4. Donnerstag im April durchgeführt wird, findet seit seiner Einführung in Deutschland im Jahr 2001 regelmäßig im DKFZ aber auch in der Universität Heidelberg statt. Weiterhin engagiert sich das DKFZ im Helmholtz-Mentoring-Programm „In Führung gehen“. Darüber hinaus bieten Medizinische Fakultät Heidelberg und DKFZ ein gemeinsames Netzwerk-Mentoring-Programm an, um Frauen auf Führungspositionen im biomedizinisch-akademischen Bereich vorzubereiten.

Weiterhin sind die Universität Heidelberg und das DKFZ im „Heidelberger Bündnis für Familie“ engagiert und beide Einrichtungen sind im Rahmen des „Audit Beruf und Familie“ der Hertie-Stiftung zertifiziert.

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