Erkrankungen und Mikrochirurgie des Ohres

Erkrankungen des Ohres

Das Ohr, unser Organ der Hörwahrnehmung und des Gleichgewichtssinnes
wird in drei Abschnitte unterteilt:

das äußere Ohr mit Ohrmuschel und Gehörgang (im Bild blaßgelb gefärbt), das Mittelohr (rosa), welchesTrommelfell (grau), die Gehörknöchelchenkette (weiß) und einen Teil der Eustachischen Röhre umfaßt und das Innenohr mit der Hörschnecke(blau-gelb) und dem Gleichgewichtsorgan (blau).

Während Störungen im Innenohr (Hörverlust, Schwindel, Ohrgeräusche) in der Regel durch Medikamente oder Hörgeräte behandelt werden, ist das Mittelohr die Domäne der Mikrochirurgie des Ohres.

 


Mikrochirurgie des Ohres

Die Größenverhältnisse im Mittelohr sind sehr klein, daher wird unter Zuhilfenahme eines Mikroskopes operiert. Hierdurch hat der HNO-Chirurg die Möglichkeit, die Stukturen des Ohres in ausreichender Größe dreidimensional zu sehen und sie unter Sicht zu manipulieren. So gelingt die Darstellung der Gehörknöchelchenkette und im Falle eines krankhaften Schadens die Rekonstruktion oder der Umbau dieses delikaten Zusammenspiels im Mittelohr. Dabei können Verknöcherungen, chronische Knocheneiterungen oder Fehlbildungen korrigiert und behandelt werden.

 

Die Mittelohrchirurgie kann grundsätzlich sowohl in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Hierbei wird Ihnen in Abhängigkeit vom Befund das geeignete Verfahren vorgeschlagen. Generell gilt, daß Cholesteatome und ausgedehnte entzündliche Prozesse in Vollnarkose behandelt werden, da hierbei die Lokalanästhesie nicht so gut wirkt, wie dies wünschenswert wäre. Ebenfall werden Kinder in Vollnarkose operiert. Steht die Hörverbesserung m Vordergrund, so wird man zur örtlichen Betäubung raten, um diese schon während des Eingriffs eine orientierende Abschätzung des Erfolges und gegebenfalls eine Optimierung ermöglicht.

 

 

Größenverhältnis Amboss zu Pfennig

 

 

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Weitere Informationen erhalten Sie in der Poliklinik der HNO, insbesondere in der otologischen und Schädelbasissprechstunde (Leiter: OA Dr. M. Praetorius),

die für montags von 8 bis 13 Uhr Termine vergibt.

Tel.: 06221 / 56 6752 od. 6710

 

 

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