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Welche Erkrankungen der Niere gibt es?

 

Die Niere kann durch eine Vielzahl verschiedener Ursachen geschädigt werden. Neben angeborenen Ursachen (z.B. bei Zystennieren) kann es durch Infektionen, Störungen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen), Gifte oder auch durch Unfälle zur Schädigung einer oder meistens auch beider Nieren kommen. Die häufigsten Ursachen sind hier aufgeführt: 

 

     

  • Diabetes (Zuckerkrankheit): sogenannte diabetische Nephropathie bei lange bestehendem oder schlecht eingestellter Zuckerkrankheit
  • Glomerulonephritis: Entzündung der Filterkörperchen (Glomeruli)
  • Nephrosklerose: lange bestehender oder schlecht eingestellter Bluthochdruck
  • Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)
  • Analgetika-Niere: übermäßiger, langjähriger Gebrauch bestimmter Schmerzmittel
  • Zystennieren (erblich bedingt)
  • Hydronephrose: sogenannte "Wassersackniere", wenn der Urin aus verschiedenen Gründen nicht richtig aus der Niere abfliessen kann

Durch die oben genannten Erkrankungen kommt es zu einer zunehmenden Zerstörung des Nierengewebes. Dadurch nimmt die Anzahl der funktionstüchtigen Filtereinheiten (Nephrone) ab und die Niere vernarbt sich. Dieser Endzustand wird in der Medizin als Schrumpfniere beschrieben. Da der Mensch normalerweise mit 2 funktionierenden Nieren geboren wird, sind die Reserven der Nieren sehr groß. Selbst bei Verlust einer der beiden Nieren, kann die andere noch gesunde Niere die Funktion voll übernehmen. Erst nach Verlust von mehr als 2/3 der Gesamtfunktion beider Nieren kommt es zum Auftreten relevanter Einschränkungen.

 

Eine Schrumpfniere ist eine nicht mehr rückgängig machbare Erkrankung. Die Niere ist nicht mehr in der Lage das Blut von den täglich anfallenden Stoffwechselabbauprodukte zu reinigen, es kommt zu urämischen Vergiftungeerscheinungen, die sich mit verschiedenen Symptomen äußern. Folgende Symptome sind die wichtigsten klinischen Erscheinungsbilder eines fortgeschrittenen Nierenversagens:

 

     

  • Müdigkeit, Leistungsschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Blutarmut (Anämie)
  • Erbrechen
  • Überwässerung, Ödeme
  • Stauungslunge, Lungenödem (Ateminsuffizienz)
  • Neuropathie
  • Blutungsneigung
  • Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
  • Schwerer Juckreiz
     
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