Refraktive Chirurgie


FAQ

Bietet die Universitätsaugenklinik Heidelberg eine Informationsveranstaltung zum Thema Refraktive Chirurgie an?

Ja. Alle 4-6 Wochen bieten wir eine kostenfreie Informationsveranstaltung zur Refraktiven Chirurgie in der Universitätsaugenklinik an. Die Termine finden Sie auf unserer Homepage, www.lasik-hd.de, über entsprechende Aushänge im Klinikbereich oder telefonisch unter +49 6221-56 4573.

 


Welche Verfahren werden an der Universitätsaugenklinik Heidelberg angeboten?

Wir bieten Femto-LASIK und LASEK im Rahmen der Laserbehandlungen an. Die Laserkorrektur wird mit einem Excimerlaser durchgeführt, das Hornhautdeckelchen ("Flap"), das bei der Femto-LASIK notwendig ist, wird mit einem Femtosekundenlaser präpariert.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Implantation von künstlichen Linsen (IOL´s). Dazu zählen die phaken Vorderkammerlinsen (pIOL), die zusätzlich zur körpereigenen Augenlinse eingesetzt werden und die Hinterkammerlinsen, die als Ersatz der eigenen Augenlinse (RLA) in das Auge implantiert werden.

 


Welche Parameter tragen entscheidend zur Wahl des Operationsverfahrens bei?

Als Hauptparameter tragen zur Entscheidung für das optimale Verfahren, die Refraktion (d.h. Brillenwerte), der generelle Zustand des Auges, sowie der Anspruch des Patienten an das Sehverhalten nach einem refraktiv chirurgischen Eingriff, bei.

 


Welche Parameter müssen gegeben sein, damit an meinen Augen eine Operation durchgeführt werden kann?

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Ihr Auge gesund ist und Sie volljährig sind. Weiterhin müssen Parameter wie Hornhautdicke, Brillenwerte und Pupillengröße in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, um eine sichere Behandlung durchführen zu können.

 


Was ist der Unterschied zwischen Femto-LASIK und LASEK?

Bei dem LASIK Verfahren wird die oberste Hornhautschicht zunächst mit einem Femtosekundenlaser eingeschnitten und aufgeklappt. Im Anschluss wird das darunterliegende Hornhautgewebe mit einem Excimerlaser abgetragen und anschließend das Hornhautdeckelchen wieder zurückgeklappt.


Bei der LASEK verwendet man kein Mikrokeratom oder Femtosekundenlaser um die Hornhaut zu eröffnen. Bei diesem Verfahren wird mit Hilfe einer Alkohollösung das  Hornhautepithel gelöst um es dann mit einem speziellen Instrument zu Seite schieben zu können. Im Anschluss wird auch hier die eigentliche Fehlsichtigkeit mit dem Excimerlaser abgetragen. Das Auge wird dann mit einer therapeutischen Kontaktlinse abgedeckt, bis sich das Epithel wieder erneuert hat. Dies dauert in der Regel 2 bis 3 Tage.

 


Gibt es neben der Laseroperation auch andere Verfahren um von Brille oder Kontaktlinsen unabhängig zu werden?

Ja. Es besteht zum einen die Möglichkeit zusätzliche Linsen ähnlich zu Kontaktlinsen ins Auge zu implantieren. Dies wird immer dann empfohlen, wenn sich die individuelle Fehlsichtigkeit im Grenzbereich der Laserbehandlung befindet, also der Dioptriewert zu hoch ist oder z.B. die Hornhaut zu dünn, um eine entsprechende Laserbehandlung durchführen zu können.


Weiterhin kann die natürliche Augenlinse entfernt werden und durch eine Kunstlinse ersetzt werden. Dies ist das gängige Operationsverfahren um den „Grauen Star“ zu behandeln. Dieses Verfahren wird in der Regel aber erst ab einem Alter von 40 bis 45 Jahren angeboten.

 

 

Kann ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten?

Nein. Es handelt sich um einen Wahleingriff, deshalb kann keine Arbeitsunfähigkeitbescheinigung ausgestellt werden. Wir empfehlen, dass sie sich für einen geplanten Eingriff ca. 1 Woche freihalten.

 

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten für die Voruntersuchung betragen ca. 190 Euro als Pauschale. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen hier keine Kosten, daher können wir keine ärztliche Überweisung berücksichtigen. In Ausnahmefällen kann eine (Teil-) Kostenerstattung durch private Krankenversicherung möglich sein.  

 

Die Kosten für eine Laser- oder Linsenoperation sind individuell verschieden und können telefonisch +49 6221-56 4573, per E-Mail oder im Rahmen des Informationsabends erfragt werden.

 


Welche Untersuchungen werden während der Voruntersuchung durchgeführt?

Neben der augenärztlichen Untersuchung und der subjektiven sowie objektiven Refraktion durch einen Augenoptikmeister, werden Pupillengröße, Fehlsichtigkeit, Wellenfrontfehler, Hornhautdicke, Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut sowie Endothelzellzahl bestimmt. Jede dieser Untersuchungen wird mit mehreren Geräten durchgeführt. Somit kann sich der Arzt ein objektives Bild über Ihr Auge verschaffen und mit ihnen gemeinsam besprechen, welches Verfahren für sie am besten geeignet ist.

 


Muss ich vor der Untersuchung oder einer Operation auf Kontaktlinsen verzichten?

Ja. Mindestens 14 Tage vor der Voruntersuchung sowie einem geplanten refraktiven Eingriff müssen Sie auf Ihre weichen oder formstabilen Kontaktlinsen verzichten. Nur so können wir die genaue Vermessung des Auges und damit eine erfolgreiche Behandlung gewährleisten.

 

 

Kann ich nach der Voruntersuchung Auto fahren?

Nein. Für die Voruntersuchung ist es erforderlich die Pupillen zu erweitern um den Augenhintergrund untersuchen zu können. Ihre Pupillen werden ca. 12 bis 24h erweitert sein und somit ist es Ihnen während dieser Zeit nicht gestattet ein Kraftfahrzeug o. ä. zu steuern.

 

 

Kann es während oder nach der Operation zu Schmerzen kommen?

Während der Operation wird Ihr Auge mit einer sogenannten Tropfanästhesie betäubt. Sie werden also keine Schmerzen haben. Nach der Behandlung kann je nach durchgeführter Lasermethode ein leichtes Fremdkörpergefühl oder ein lokal begrenzter Schmerz auftreten.

 

 

Wie lange dauert eine Laserbehanlung des Auges?

Durchschnittlich dauert die reine Laserbehandlung weniger als  60 Sekunden, dies hängt von der Höhe der Fehlsichtigkeit ab.

 

 

Ist für eine Linsenoperation (RLA, pIOL) ein stationärer Aufenthalt erforderlich?

Nein. Die Operation wird ambulant durchgeführt.

 


Darf ich nach einer Operation Auto fahren?

Nein. Das behandelte Auge ist mit einem Verband abgeklebt. Zudem erhalten Sie auf Wunsch vor der Behandlung Beruhigungsmittel, die das Steuern eines Kraftfahrzeuges o. ä. verbieten.

 

 

Muss ich nach der Behandlung Medikamente nehmen?

Ja. Sie bekommen antibiotische und antientzündliche Augentropfen, welche Sie entsprechend der Anweisung des behandelnden Arztes in das Auge eintropfen sollten.

 


Wann muss ich zur Kontrolle in die Augenklinik kommen?

In der Anfangszeit sollten regelmäßige Kontrollen in unserer refraktiven Sprechstunde wahrgenommen werden. 3 Monate nach einer Behandlung findet eine große Abschlußkontrolle statt. Bei weiter Anreise sind Zwischenkontrollen auch bei ihrem niedergelassenen Augenarzt möglich. 

 


Ist eine Nachbehandlung möglich?

Sollte eine Nachbehandlung notwendig und sinnvoll sein, werden wir diese Maßnahme ausführlich mit Ihnen diskutieren und falls gewünscht durchführen.

 


Kann eine 100%ige Brillenfreiheit garantiert werden?

Ziel jeglicher refraktiv-chirurgischer Behandlungen ist eine Brillenunabhängigkeit. Aufgrund individueller Gegebenheiten und Heilungsverläufe kann in seltenen Fällen auch nach einer refraktiv-chirurgischen Operation ein Restfehler bestehen bleiben. Daher können wir keine Brillenfreiheit garantieren. Wir werden jedoch alles machbare für Sie tun, um Ihnen eine hohe Brillenunabhängigkeit zu ermöglichen.

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