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Allgemein-, Viszeral- & Transplantationschirurgie

FAQs - Frequently asked Questions "Häufig gestellte Fragen"

 

Welche Organe können Sie im Transplantations-Zentrum Heidelberg transplantieren?

Im Transplantations-Zentrum Heidelberg werden Leber, Niere und Pankreas transplantiert. In der Abteilung für Herzchirurgie werden Herztransplantationen und in der Onkologie Knochenmarktransplantationen vorgenommen.

 

Wer sagt mir, ob bei mir eine Transplantation nötig ist?

Sie müssen sich in der Transplantationssprechstunde vorstellen. Danach wird durch das Transplantationsteam die Entscheidung getroffen, ob eine Transplantation bei Ihnen notwendig ist oder ob es andere Behandlungsmöglichkeiten gibt.

 

An wen wende ich mich bei Fragen zu einer Nierentransplantation?

Wenden Sie sich an das Transplantationsteam im Transplantationszentrum Heidelberg! Ein Termin zur Vorstellung in der Nieren-Transplantationssprechstunde wird dann mit Ihnen vereinbart werden. >>Kontakt

 

Wann sollte eine Nierentransplantation durchgeführt werden?

Ob bei Ihnen eine Nierentransplantation durchgeführt werden sollte bzw. durchgeführt werden kann, ist in erster Linie von dem Ausmaß Ihrer Erkrankung abhängig. Auch Ihre bestehenden Grunderkrankungen und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand beeinflussen die Notwendigkeit einer Transplantation. Auch Faktoren, die das Gelingen der Transplantation von vornherein gefährden, dürfen bei Ihnen nicht gegeben sein. Selbstverständlich setzt eine Transplantation auch das Vorhandensein eines Spenderorgans voraus!

 

Wie lange muss ich auf eine Nierentransplantation warten? Welche Kriterien müssen erfüllt sein?

Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Spenderniere liegt heute aufgrund des Organmangels bei mehreren Jahren, in Einzelfällen kann aber auch bereits nach sehr kurzer Wartezeit ein Organangebot vorliegen . Dies setzt voraus, dass Voruntersuchungen und Abklärungen durch das zuständige Transplantationsteam vollständig abgeschlossen sind.

 

Wie groß sind die Chancen, dass ich die Transplantation überlebe bzw. nicht daran sterbe?

Überlebenschancen pauschal anzugeben ist außerordentlich schwierig, da diese von unterschiedlichen Faktoren, wie beispielsweise dem Gesamtgesundheitszustand des transplantierten Patienten oder dem Zustand des transplantierten Organs abhängig sind. In einem spezialisierten Zentrum mit entsprechendem Teamkonzept kann heute eine Nierentransplantation sehr erfolgreich durchgeführt werden.

 

Wie groß ist das Risiko für jemanden, der im Rahmen einer Lebendspende eine Niere gibt?

Basierend auf Durchschnittswerten lässt sich sagen, dass bereits zwei Monate nach der Operation der Spender wieder vollständig arbeitsfähig sein wird. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Nieren-Lebendspendeoperation als eine bauchchirurgische Operation einzustufen ist, welche, wie jede andere Operation, das Risiko beinhaltet an der Operation oder an deren Folgen zu versterben. International wurden bei der Nieren-Lebendspende nur in sehr seltenen Einzelfällen Todesfälle berichtet. Wie wir heute wissen, kann dieses sehr geringe Risiko durch eine penibel durchgeführte Voruntersuchung vermindert werden. Auch die Häufigkeit der postoperativen Komplikationen, die ein schwerwiegendes Ausmaß annehmen könnten, sind als gering einzuschätzen.

 

Wie lange kann jemand mit einer neuen Niere leben?

Treten keine Komplikationen auf, ist von einer "normalen" Lebenserwartung auszugehen. Nachdem Sie die Nierentransplantation überstanden haben, sind Sie für den weiteren Erfolg der Therapie verantwortlich! Durch Ihr Engagement kann eine langfristige Gesundheit erhalten bleiben. Dabei sollten Sie gewisse Grundregeln einhalten, wie beispielsweise die regelmäßige Medikamenteneinnahme. Das Transplantationsteam Heidelberg wirkt hier beratend und unterstützend.

 

Welche Vorteile habe ich mit einer neuen Niere? Mit welchen Nachteilen muss ich nach einer Transplantation rechnen?

Da die Transplantation in aller Regel die beste Behandlungsmöglichkeit darstellt, bietet sie für die meisten Patienten eine Chance ihr Leben in gewohnter Form weiterzuführen. Nach Abschluss der Transplantation können Sie in Ihren Lebensalltag zurückkehren. Sie können Ihre Arbeit wieder aufnehmen und den gewohnten Aktivitäten nachgehen. Allerdings sollte Ihrerseits bedacht werden, dass auch nach der Transplantation einige "Spielregeln" zu beachten sind: Nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus müssen Sie sich regelmäßig einer Transplantations-Nachsorgeuntersuchung unterziehen. Es ist fundamental wichtig, dass Sie nach der Transplantation die notwendigen Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva) einnehmen. Nur so ist gewährleistet, dass Ihre neue Niere nicht als fremdes Gewebe erkannt und abgestoßen wird. Die Zusammenstellung der notwendigen Immunsuppressiva wird von Ihrem Transplantationsteam individuell für Sie festgelegt. Bei der Einnahme der notwendigen Medikamente können bestimmte Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten, z.B. Grüner Star (Glaukom) und Grauer Star (Katarakt), Zahnfleischwucherung, Bluthochdruck (Hypertonie), Gewichtszunahme, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Verschlechterung der Nierenfunktion, Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), neurologische Probleme, Pilzbefall, erhöhtes Tumorrisiko (CAVE: Krebsvorsorgeuntersuchungen). Zudem ist Ihr Immunsystem geschwächt. Achten Sie bei der Arbeit und der Ernährung immer auf die Hygiene! Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit infizierten Kranken! Nehmen Sie Abstand von großen Menschengruppen ohne sich zu isolieren oder zurückzuziehen! 

 

Woher kommt meine neue Niere?

Ihre neue Niere kommt von einem anonymen Spender. Unter welchen Umständen eine Leber einem Spender entnommen werden darf, regelt das Deutsche Transplantationsgesetz (TPG).

 

Über die Vergabe der einzelnen Organe entscheidet eine gesetzliche Institution namens "Eurotransplant". Um dort als Empfänger für ein Organ registriert zu werden und in die Warteliste aufgenommen zu werden, wird Ihr Gesundheitszustand und das Ausmaß Ihrer Erkrankung von der Organisation überprüft. Hierzu sind die Voruntersuchungen durch das Transplantationsteam in Heidelberg notwendig. Durch Abstimmung Ihrer persönlichen Daten mit den Daten eines verfügbaren Organs kann Ihnen dann von Eurotransplant ein passendes Organ zugeteilt werden.

 

Muss ich nach einer Nieretransplantation mit Nebenwirkungen von Medikamenten rechnen?

Ja, bei der Einnahme der notwendigen Medikamente können bestimmte Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten, z.B. Grüner Star (Glaukom) und Grauer Star (Katarakt), Zahnfleischwucherung, Bluthochdruck (Hypertonie), Gewichtszunahme, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Verschlechterung der Nierenfunktion, Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), neurologische Probleme, Pilzbefall, erhöhtes Tumorrisiko (CAVE: Krebsvorsorge-untersuchungen). Heute können aber diese Nebenwirkungen durch eine geeignete individuelle Wahl der Immunsuppressiva gering gehalten werden.

 

Kann ich nach einer Nierentransplantation Reisen unternehmen?

Selbstverständlich können Sie Reisen unternehmen, allerdings sollten Sie daran denken, daß Ihr Immunsystem geschwächt ist! Insofern sollte das Reiseziel im Hinblick auf die hygienischen Gegebenheiten und Infektionsgefahren hin überprüft werden.

  

Erfahre ich als Empfänger/in, von wem ich die neue Niere erhalten habe?

Nein, auch aus juristischen, ethischen und medizinisch-rechtlichen Gründen wird dies abgelehnt.

 

Wie kann ich zur Leberspenderin bzw. zum Leberspender werden?

Über einen Organspendeausweis bei der DSO (Deutsche Stiftung für Organtransplantation) kann man sich als Spender registrieren lassen. Dieser Ausweis kann direkt bei der DSO bezogen werden. Auch bei einem Besuch bei Ihrem Hausarzt kann der Ausweis über diesen beantragt werden. >>DSO

 

Welche Krankheiten disqualifizieren mich als Nierenspender/in?

Liegen (lt. Transplantationsgesetz) Erkrankungen vor, die das Risiko für Sie über das allgemeine Operationsrisiko hinaus erhöhen, kommen Sie als Spender nicht in Frage. Darüberhinaus muss vor allem abgeklärt werden, ob Sie als potentieller Nierenspender selbst nierengesund sind. Der Gesundheitszustand eines Spenders wird durch umfangreiche Voruntersuchungen genau erfasst.

 

Bis zu welchem Altersjahr bin ich als Nierenspender/in qualifiziert?

Bis zu einem biologischen Alter von etwa 65 Jahren kommen Sie prinzipiell als Spender in Frage.

 

Werden meine Nachkommen für meine Nierenspende finanziell vergütet?

Nein, aus ethischen, rechtlichen und moralischen Gründen ist dies nicht der Fall. Dieser Sachverhalt ist im Transplantationsgesetz rechtlich geregelt.

 

Was geschieht mit dem Leichnam nach der Organentnahme?

Nach der Organentnahme wird er, entsprechend den vorhandenen ethischen und religiösen Richtlinien, den Nachkommen zur Verfügung gestellt.

 

Kann ich bestimmen, wer meine Niere erhält?

Nein, über die Vergabe des Organs entscheidet Eurotransplant. Die Anonymität von Spender und Empfänger bleibt gewahrt.

 

Wenn ich einmal als Nierenspender/in akzeptiert bin, kann ich meinen Entschluss widerrufen?

Ja, eine solche Entscheidung kann jederzeit und ohne Folgen widerrufen werden.

 

Wo melde ich mich als Organspender an?

Einen Organspendeausweis erhalten Sie bei der DSO (Deutsche Stiftung für Organtransplantation), dort können Sie sich als Spender registrieren lassen. Dieser Ausweis kann direkt bei der DSO bezogen werden. Auch bei einem Besuch bei Ihrem Hausarzt kann der Ausweis über diesen beantragt werden.

>>DSO

 

Bei den Spendern bei der Nieren-Lebendspende handelt es sich um Verwandte bzw. Angehörige ersten Grades oder Ihnen sehr nahe stehende Personen, die bereit sind, eine Ihrer beiden Nieren zu spenden. Die Nieren-Lebendtransplantation ist eine neue Behandlungsform bei der von einem gesunden Spender eine der Nieren zur Transplantation entnommen wird. Die Entnahme geschieht auf freiwilliger Basis. 

 

Weitere Fragen?

Falls Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Transplantations-Zentrum Heidelberg - zum Beispiel mit einer E-Mail: >>Kontakt

 

 

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