Forschung

Klinische Forschung

Einer der Forschungsschwerpunkte des Sarkomzentrums Heidelberg liegt in der Konzeption und Durchführung klinischer Studien unter Beteiligung der verschiedenen Kliniken und Abteilungen.

Hierzu zählen z. B. die Neo-WTS-Studie, die sich der Untersuchung einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie bei Patienten mit Hochrisiko-Weichteilsarkomen widmete, und die SAHA-1-Studie zur Prüfung des Histondeazetylase-Inhibitors Vorinostat bei Patienten mit fortgeschrittenen Weichteilsarkomen.

Daneben beteiligt sich das Sarkomzentrum Heidelberg an den multizentrischen klinischen Prüfungen der Opens external link in new windowArbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) in der Deutschen Krebsgesellschaft, der Opens external link in new windowGerman Interdisciplinary Sarcoma Group (GISG), der Opens external link in new windowCooperative Osteosarcoma Study (COSS) Group und der Opens external link in new windowEwing-Sarkom-Studiengruppe, um allen Patienten Zugang zu den modernsten Therapieansätzen und Medikamenten zu ermöglichen. In Planung befindet sich derzeit ein neues Konzept zur neoadjuvanten Therapie bei Patienten mit Hochrisiko-Weichteilsarkomen.


Translationale Forschung

Durch die enge Kooperation mit dem Opens external link in new windowDeutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) können neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Gebieten der Grundlagenforschung rasch in die klinische Anwendung übertragen werden. Beispielsweise wird in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Mannheim (Prof. Peter Hohenberger) im Rahmen einer Phase 2-Studie der GISG der Stellenwert engmaschiger FDG-PET/CT-Untersuchungen für die frühzeitige Bewertung des Ansprechens von Hochrisiko-Weichteilsarkomen auf eine zielgerichtete Therapie mit Pazopanib untersucht.

Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Medizin innerhalb des Sarkomzentrums Heidelberg bietet weiterhin die Möglichkeit, Patienten mit Weichteilsarkomen eine umfassende genetische Diagnostik (sog. Tumorgenomsequenzierung) anzubieten. Diese Untersuchungen zielen insbesondere darauf ab, durch ein besseres Verständnis der Entstehung von Sarkomen Ansatzpunkte für neue, individualisierte Therapien aufzudecken. In Planung befindet sich eine Untersuchung zu zirkulierender Tumor-DNA im Blut von Patienten mit Weichteilsarkomen.


Grundlagenforschung

Wissenschaftler des Sarkomzentrums Heidelberg verfolgen eine Vielzahl an Laborprojekten, um zu einem besseren Verständnis der Entstehung, des natürlichen Verlaufs und des Ansprechens auf Therapie von bestimmten Unterformen der Sarkome zu gelangen. Hierzu werden – wiederum in enger Zusammenarbeit mit dem DKFZ – moderne genetische und biochemische Methoden eingesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Aufdeckung und nähere Untersuchung von Signalwegen, die für das Wachstum von Sarkomen von Bedeutung sind und sich als Angriffspunkte für neue, zielgerichtete Medikamente eignen könnten.

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