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Zentrale Tel.: 06221-560
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin


Arbeitsgruppe „Frühe Kindheit, Temperament, Early life stress“

Leitung

Prof. Dr. med. Eva Möhler

 

Dass die langfristige gesundheitliche, geistige sowie seelische Entwicklung des Menschen in sehr hohem Maß durch „Adverse Childhood experiences“ beeinflusst und ggf. gefährdet ist wurde 2017 von der grossangelegten ACE Studie mit 17000 Probanden retrospektiv gezeigt.

 

Um angesichts dieser Situation Ansätze für präventives Handeln zu finden untersucht dieser Forschungsschwerpunkt  anhand von 3 prospektiven Studien an je ca. 100 Probanden-starken Kohorten ab der Schwangerschaft/Geburt welche Faktoren sich zu welchem Zeitpunkt besonders auswirken bzw. potentiell beeinflussbar sind.

 

Die Kohorten fokussieren dabei jeweils unterschiedliche der ACE -Kriterien.

  1. Die „Cycle-of Abuse“-Kohorte folgt seit 11 Jahren Mutter-Kind-Dyaden im Kontext einer mütterlichen Misshandlungs Geschichte und ist in das BMBF-Konsortium UBICA eingegangen.
  2. Die „Bonding-Kohorte“ untersucht seit 15 Jahren den Einfluss von Temperament, mütterlicher Depression und Bonding auf die Entwicklung der kindlichen emotionalen Stabilität.
  3. Die „Prenatal-Stress- Kohorte“ untersucht seit 8 Jahren den Einfluss von Stressoren in der Schwangerschaft auf die langfristige kindliche Entwicklung.

Protektive Elemente der Mutter Kind Interaktion werden in allen Kohorten als möglicher präventiver Ansatzpunkt fokussiert.

 

Parallel wird die schützende Wirksamkeit einer neuen niederschwelligen spielerischen Stress-Resilienz Intervention START für Kinder und Jugendliche im Rahmen eines multizentrischen BMBF Konsortiums evaluiert.

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