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Gastrointestinale Tumore

Schwerpunkt der Arbeiten sind Tumoren des Pankreas und der Leber.

 

Die Behandlung des Pankreaskarzinoms besteht stadienabhängig aus einer chirurgischen Resektion, einer Strahlentherapie alleine oder als Radiochemotherapie, oder als alleinige Chemotherapie. Gerade bei den lokal fortgeschrittenen, inoperablen aber nicht metastasierten Tumoren kann eine neoadjuvante Radiochemotherapie eine sekundäre Resektabilität ermöglichen. Wir könnten zeigen, dass die Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie mit nachfolgender Resektion das Gesamtüberleben signifikant steigern kann im Vergleich zu den Patienten, bei denen keine sekundäre Resektion möglich war (Habermehl et al., 2012). In einem nächsten Schritt sollten Methoden zur Dosiseskalation, z.B. mittels Schwerionen (Phoenix-Studie), oder die Kombination mit neuen, molekularen Zielsubstanzen evaluiert werden. Hierbei steht die Optimierung der Bestrahlungsplanung sowie die Hinzunahme der biologischen Bildgebung zur Zielvolumendefinition und Verlaufskontrolle im Fokus.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist jedoch nicht nur eine effektive Lokal- und Systemtherapie, sondern ein guter Allgemein- und Ernährungszustand der Patienten. Einflussfaktoren wie Gewichtsabnahme, Malnutrition und Einschränkung der Lebensqualität werden hierbei im Rahmen von klinischen Untersuchungen berücksichtigt und adressiert.

Die Organbewegung sowie Organdeformation, wie sie im Gastrointestinalbereich vorliegt, wird mit verschiedenen Methoden der Kompensation, wie Ansätze zu Gating, evaluiert. Eine prospektive Studie (ESMERALDA) zur Bestrahlung von bewegten Zielvolumina in der Leber ist derzeit im Rahmen des beantragten Sonderforschungsbereiches „Cognition Guided Surgery“ in Vorbereitung. Im Rahmen der Studien zur Schwerionentherapie für Leber- und Pankreastumoren werden in verschiedenen Teilprojekten Methoden zur Bestrahlungsplanung sowie zur Bewegungskompensation evaluiert. Diese Projekte sind unter anderem eingebettet in die Klinische Forschergruppe Schwerionentherapie (KFO 214).

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