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Zentrale Tel.: 06221-560
Allgemeine Psychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Gruppentherapie mit Schwerpunkt Ärger und aggressives Verhalten


Hintergrund

Hinter aggressivem Verhalten verbergen sich nicht selten Ängste oder Gefühle der Bedrohung oder des Ausgeliefertseins. Oft spielen auch ausgeprägte Stimmungsschwankungen, Momente der Zurückweisung oder Schwierigkeiten beim Aufbau von Vertrauen und Zulassen von Nähe eine wichtige Rolle. Emotional verletzbare Menschen leiden daher manchmal unter schwer zu kontrollierenden Gefühlsausbrüchen einhergehend mit intensivem Ärger, Wut oder auch Aggressivität.

Ziel und Ablauf der Behandlung

In unserem Projekt aus der Behandlungsforschung möchten wir eine Gruppentherapie untersuchen, die Menschen wirkungsvoll und langfristig beim Umgang mit Gereiztheit, Ärger und Wut behilflich sein soll. Das Therapieprogramm besteht aus zwölf Gruppensitzungen verteilt über sechs Wochen und wird von zwei Therapeuten geleitet. Vor und nach der Therapie erfolgen Untersuchungen im Kernspintomographen (MRT), um den Therapieerfolg messen zu können.

 

Therapeutische Ausrichtung

Im Rahmen der Behandlung ist die Teilnahme an einem von zwei psychotherapeutischen Programmen möglich. Der Schwerpunkt beider Programme liegt auf dem Umgang mit Ärger und aggressivem Verhalten.


Das eine Programm basiert auf Elementen der Dialektisch-Behavioralen Therapie sowie der Mentalisierungsbasierten Therapie. Es umfasst Informationen zur Entstehung von Ärger und Aggressivität und die Teilnehmer werden zu einer sich selbst annehmenden, nicht-wertenden Haltung angeleitet. Es werden viele konkrete Übungen zur frühzeitigen Erkennung sowie besseren Steuerung eigener Ärgergefühle vermittelt und man versteht besser, wie Ärgergefühle im Alltag –  nicht selten aktiviert durch vergangenes Erleben – entstehen. Schließlich lernt man die inneren „mentalen“ Zustände i.S. von Gedanken, Gefühlen, Absichten und Bedürfnissen von sich oder anderen besser kennen und begreift, wie sie das Handeln beeinflussen und formen.


Das andere Programm beruht auf der Klientenzentrierten Psychotherapie nach Rogers; es stellt eine ermutigende, an den eigenen Stärken orientierte Behandlungsmethode dar. Diese fördert den Ausdruck von Gefühlen, ermöglicht die Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeiten und Stärken sowie eine positive Beziehungserfahrung in der Gemeinschaft der Gruppe. Sie macht Mut, dass man schaffen kann, sich zu verändern. Die Teilnehmer entwickeln darüber Fähigkeiten, die dabei helfen, im zwischenmenschlichen Austausch besser klar zu kommen.

Wer kann teilnehmen?
  • Frauen und Männer zwischen 18 und 50 Jahren, die unter Reizbarkeit, Ärgergefühlen oder aggressiven Impulsen leiden,
  • die keine Metallteile im Körper und keine Platzangst haben (das ist wichtig für die Untersuchung im Kernspintomographen),
  • die bereit sind, zwei Mal pro Woche nach Heidelberg zu fahren.

    Probandenaufruf als PDF zum Download:
    Gruppentherapie mit Schwerpunkt Ärger und aggressives Verhalten (PDF)

     

    Kosten und Aufwandsentschädigung
    • Die Kosten für die Anfahrt werden vollständig übernommen.
    • Für die Untersuchungen vor und nach der Therapie erhalten Sie eine Aufwands-entschädigung.

     

    Weitere Informationen


    Wenn Sie Interesse an dieser Behandlung haben, so schreiben Sie uns gerne:

     

    Hier teilnehmen!

     

    Kontakt:
    E-Mail: gruppe.heidelberg@med.uni-heidelberg.de
    Telefon: 06221-567468