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Klinikum-Historie

Meilensteine

 

1. Oktober 1386: Gründungsdatum der Universität durch den Kurfürstlichen Stiftungsbrief, in dem auch eine ''facultas medicinae'' vorgesehen war.

 

19. Oktober 1386: Vorlesungsbeginn. Im ersten Jahrhundert des Universitätsdaseins geht der Aufbau der medizinischen Fakultät nur sehr langsam voran.

 

1474: Die Anschaffung von zwei medizinischen Büchern wird dokumentiert. Obwohl ein praktischer Unterricht nicht stattfindet, beträgt die Dauer des Medizinstudiums bereits damals sechs Jahre.

 

1522: Der dritte medizinische Lehrstuhl wird geschaffen.

 

ab 1558: Mit den Reformen Ottheinrichs beginnt auch für die Medizinische Fakultät eine Phase des humanistischen Aufschwungs.

 

1593: Der Botanische Garten wird eingerichtet als Grundlage der Arzneimittelkunde, als Kräutergarten ("hortus medicus"). Der Garten ist einer der ältesten der Welt.

 

1600: Das seit 1561 bestehende Spital in der Bussemergasse fusioniert mit der Fakultät für die praktische Ausbildung der Studenten.

 

1686: Der Arzt, Anatom und Physiologe Johann Conrad Brunner errichtet ein erstes chemisches Laboratorium in der Medizinischen Fakultät.

 

1805/06: Eröffnung der Poliklinischen Anstalt. Erstmals bestand die Möglichkeit, die Medizinstudenten systematisch praktisch am Patienten auszubilden.

 

1818: Eröffnung der Chirurgischen Klinik.

 

1826: Neueröffnung der Poliklinik und starker Aufschwung der klinisch-praktischen Medizin in Heidelberg.

 

1844-1852: Der Anatom Jakob Henle lehrt und forscht in Heidelberg.

 

1858-1871: Herman (von) Helmholtz ist Professor der Physiologe und Direktor des Physiologischen Instituts. Durch die Berufung von Helmholtz trennen sich Anatomie und Physiologie in Heidelberg. Wilhelm Wundt ist einer seiner Mitarbeiter (1858-1874).

 

1850-1930: Dieser Zeitraum ist durch das hohe Ansehen der klinischen Medizin gekennzeichnet. In diesem Zusammenhang müssen Namen wie etwa Vinzenz Czerny (HD: 1877-1916), Wilhelm Erb (HD: 1862-1880, 1883-1921), Ludolf von Krehl (HD: 1907-1937) und Victor von Weizsäcker (HD: 1911-41, 1946-1957) genannt werden.

 

Um das Jahr 1864: Abtrennung der Augen- und Kinderklinik. Die Vermehrung des medizinischen Wissens und die damit einhergehende Spezialisierung führen zu einer wachsenden Aufteilung der Fachgebiete.

 

1874/75: Neubau der vorklinischen Institute an der Akademie- und Hauptstraße.

 

1876-1883: Bau des Klinikums an der Bergheimer Straße.

 

1891: Emil Kraepelin wird als Ordinarius für Psychiatrie nach Heidelberg berufen und erweitert die psychiatrische Diagnostik revolutionär (Dementia praecox, Manisch-Depressive Erkrankung).

 

1896: Gründung der Zahnmedizin an der Universität Heidelberg.

 

1899/1900: Beginn des medizinischen Frauenstudiums in Heidelberg.

 

1909: Der spätere Philosoph Karl Theodor Jaspers wird in Heidelberg zum Dr. med. promoviert und arbeitet seit 1909 als Volontärarzt an der Psychiatrischen Klinik. Mit seiner Habilitation für Psychologie (1913) wechselt er an die Philosophische Fakultät.

 

1910: Albrecht Kossel erhält den Nobelpreis für Medizin.

 

1929: Otto Fritz Meyerhof wird als Direktor der Physiologischen Abteilung ans Kaiser-Wilhelm-Institut für Medizinische Forschung berufen. Meyerhof hatte 1922 in Kiel den Nobelpreis für Medizin erhalten.

 

seit den 1920er Jahren: Gesamtplanung und Errichtung der Klinikbauten und Institute im Neuenheimer Feld, z.B. Chirurgische Klinik 1939, Kinderklinik 1966, Theoretikum 1974, Kopfklinik 1987, neue Medizinische Klinik 2004. Langfristig sollen alle Kliniken mit Ausnahme der Psychiatrischen Klinik vom Standort Bergheim ins Neuenheimer Feld übersiedeln und den Heidelberger Klinikring vervollständigen.

 

1933-1945: Medizinische Fakultät unter dem Einfluss der NS-Diktatur. Mehr als 20 Hochschullehrer werden aus so genannten „rassischen“ oder aus politischen Gründen vertrieben. In der Chirurgie und Frauenklinik kommt es zu Zwangssterilisationen. Kinder der Psychiatrischen Klinik werden der so genannten „Euthanasie“ zugeführt, d.h. ermordet.

 

1941: Alexander Mitscherlich (Arzt, Psychoanalytiker, Psychosomatiker) nimmt seine Lehr- und Forschungstätigkeit (bis 1960) an der Medizinischen Fakultät auf.

 

8. August 1945: Der Chirurg K. H. Bauer wird nach der kurzzeitigen Schließung der Universität durch amerikanische Besatzungstruppen von einem unbelasteten Senat zum ersten Nachkriegsrektor der Universität gewählt.

 

15. August 1945: Die Medizinische Fakultät nimmt als erste in Heidelberg den Lehrbetrieb wieder auf.

 

1964: Die Fakultät für Klinische Medizin Mannheim (begründet als Akademisches Klinikum, 1960) nimmt als zweite klinische Ausbildungsstätte der Universität Heidelberg ihre Tätigkeit auf.

 

2001: Einrichtung des Reformstudiengangs Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed).

 

 

 

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