Medizinische Biometrie
Medizinische Biometrie und Informatik

Willkommen bei der Abteilung Medizinische Biometrie

Die Abteilung Biometrie des Instituts für Medizinische Biometrie und Informatik (IMBI) verfügt über langjährige und umfangreiche Expertise sowohl in der biometrisch-statistischen Methodenentwicklung und Beratung als auch in Planung, Durchführung und Auswertung patientenorientierter Forschungsprojekte. Das IMBI engagiert sich vielfältig in der universitären und außeruniversitären Lehre, sowie im berufsbegleitenden Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics. Die von den Arbeitsgruppen des IMBI betreuten Forschungsprojekte decken das gesamte Spektrum medizinischer Fachgebiete ab und umfassen neben klinischen Therapiestudien aller Phasen auch Diagnose- und Prognosestudien, genetische Studien, Beobachtungs- und Evaluationsstudien, Systematische Reviews sowie klinische Register.

 

Über das IMBI ist auch ein Artikel erschienen - lesen Sie hier, welche vielfältigen Aktivitäten und Projekte wir unterstützen.

 


26. Oktober 2017

BMBF fördert Studie „Holistic Care Program for Elderly Patients to Integrate Spiritual Needs, Social Activity and Self-efficacy into Disease Management in Primary Care“ (HoPE-S³) unter Beteiligung des IMBI

Strategien zur Verbesserung der Versorgung älterer, multimorbider Patienten konzentrieren sich oft auf die Implementierung evidenzbasierten Wissens durch Standardisierungen und strukturierte Assessments. In Deutschland führen Hausärzte beispielsweise Disease Management Programme (DMPs) durch, um die Versorgung chronisch Kranker zu verbessern. Die Wichtigkeit solcher Maßnahmen ist unbestritten, jedoch besteht das Risiko, andere Dimensionen der Versorgung, wie die „spirituellen“ Bedürfnisse der Patienten, soziale Teilhabe und Selbstwirksamkeit zu vernachlässigen. Studien zeigen, dass diese Aspekte vor allem bei älteren Patienten Auswirkung auf das Wohlbefinden und die Therapietreue/die Einstellung zur Medikation haben. In der clusterrandomisierten Studie HoPE-S³, welche im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ gefördert wird, wird unter der Leitung von Prof. J. Szecsenyi (Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Universität Heidelberg) exploriert, wie sich eine Ergänzung etablierter DMPs um Interventionen zur Adressierung dieser Dimensionen (darunter Schulung von Hausärzten in spiritueller Anamnese, Schulung von med. Fachangestellten in motivierender Gesprächsführung, Einrichtung einer Datenbank mit regionalen Angeboten zur Erleichterung sozialer Aktivitäten, „Infozepte“ für nicht-pharmakologische von Patienten selbst durchführbare Maßnahmen) zur Stärkung der Selbstwirksamkeit bei älteren Patienten mit Polypharmazie auf relevante Zielkriterien auswirkt. Das IMBI ist im Rahmen der Studie für die biometrische Planung und die statistische Analyse verantwortlich.

25. Oktober 2017

Stellenausschreibung

Derzeit suchen wir

eine/n Datenmanager/in oder medizinische/n Dokumentar/in

13. Oktober 2017

Internationale Konferenz über Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen: Ergebnisse der europäischen multizentrischen FemNAT-CD-Studie

Nach vier Jahren intensiver Forschung und Zusammenarbeit stellt das EU-geförderte Forschungsprojekt FemNAT-CD seine Ergebnisse am 26.01.2018 in Frankfurt der Öffentlichkeit vor. Die multizentrische Studie hat die zugrunde liegenden Mechanismen von Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen und jungen Frauen (neun bis 18 Jahren) erforscht mit dem Ziel, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für diese Beeinträchtigung zu entwickeln. Die Europäische Union hat die FemNAT-CD-Studie über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit fast sechs Millionen Euro gefördert. Das IMBI war für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich. Die Pressemitteilung zur Konferenz kann hier eingesehen werden.

04. Oktober 2017

Publikation der ChroPac-Studie im Lancet unter Koautorenschaft von IMBI-Mitarbeitern erschienen

In der klinische Studie ChroPac wurden zwei chirurgische Techniken (Duodenum-erhaltende  Pankreaskopfresektion  und  Pankreatico-Duodenektomie)  bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung in einem randomisierten, kontrollierten, doppelblinden und multizentrischen Design verglichen. Die primäre Fragestellung bezog sich auf die Lebensqualität der Patienten im Zeitraum von 24 Monaten nach Operation. Die Durchführung dieser Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, das IMBI war für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich.  In der ChroPac-Studie zeigte sich kein Unterschied bezüglich der Lebensqualität zwischen den beiden Operationsverfahren. Vorteile für die Duodenum-erhaltende  Pankreaskopfresektion, die in vorangehenden monozentrischen und nicht-verblindeten Studien teilweise beobachtet wurden, bestätigten sich damit in dieser ersten „großen“ Studie zu dieser Fragestellung, in der 250 Patienten randomisiert wurden, nicht. Die Studienergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Zeitschrift Lancet unter der Koautorenschaft von IMBI-Mitarbeitern publiziert.

20. September 2017

Neue Runde im weiterbildenden Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics in Heidelberg

Im Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics startet nächstes Jahr zum Wintersemester der 7. Turnus. Die Bewerbung ist bis zum 15. Juni 2018 möglich.

Am 02. Februar 2018 findet einen Informationsveranstaltung für alle Interessierten statt. Hier stellen wir den Aufbau des Studiums mit seinem Kurssystem und den berufsbegleitenden Credits vor, wir gehen auf die Ausbildungsinhalte ein und informieren über Bewerbung sowie Zulassung zum Studiengang. Weitere Informationen finden Sie hier.

05. Juli 2017

EU-Förderung des Forschungsverbundes „Towards Personalized Treatment of Chagas Disease by Molecular Profiling of Patients and Parasites“ unter Leitung des IMBI

Im Rahmen der „EU-LAC Health“ Ausschreibung wurde der von Justo Lorenzo Bermejo aus der Arbeitsgruppe Statistische Genetik initiierte Antrag „Towards Personalized Treatment of Chagas Disease by Molecular Profiling of Patients and Parasites“ mit 500.000 Euro bewilligt. Am Forschungsprojekt nehmen Wissenschaftler aus Italien (National Institute for Infectious Diseases L. Spallanzani, Rome), Chile (Universidad de Chile, Santiago) und Bolivien (Universidad Mayor de San Simón, Cochabamba) teil. Im Projekt wird die (epi)genetische Variabilität von Wirt und Parasit untersucht, um das Risiko von Nebenwirkungen nach standard-Chagas Therapie, und die Prognose der Erkrankung (z. B. Entwicklung von Kardiomyopathien) voraussagen zu können. Das IMBI leitet das internationale Konsortium und ist für die Biostatistik verantwortlich.

26. Mai 2017

Aktuelle Publikation unter Erstautorenschaft des IMBI zeigt: Lateinamerikaner verschiedener indianischer Abstammung zeigen unterschiedliche Gesundheitsrisiken

Genetisch sind Lateinamerikaner eine Mischung aus indianischen, europäischen und afrikanischen Völkern. Indes zeigt eine neue Studie, dass sich die genetischen Beiträge unterschiedlicher indigener Völker auf die Gesundheit eines Einzelnen erheblich auswirken können. Justo Lorenzo Bermejo und Felix Boekstegers von der Arbeitsgruppe Statistische Genetik veröffentlichen diese Ergebnisse zusammen mit ihren internationalen Kooperationspartnern in einer neuen Studie, die am 25.5.2017 in PLOS Genetics erschienen ist.

Die Forschungsergebnisse betonen, dass genetische Beiträge unterschiedlicher Abstammungsgruppen in einer kulturell vielfältigen Bevölkerung berücksichtigt werden sollten. Mapuche und Aymara Abstammung zeigten jeweils bedeutende Zusammenhänge mit gewissen Krankheiten. Wurde jedoch zwischen beiden Abstammungen nicht unterschieden, so waren diese Effekte neutralisiert und nicht erkannt. Die Einbeziehung des genetischen Beitrags der einzelnen indigenen Völker vereinfacht die Schätzung des Patientenrisikos und die Identifizierung genetischer Mutationen, die bestimmten Krankheiten zugrunde liegen.

16. Mai 2017

BMBF fördert Forschungsverbund „Children Of Mentally Ill Parents At Risk Evaluation“ (COMPARE) unter Beteiligung des IMBI mit 1,3 Mio. Euro

Im Rahmen der „Förderinitiative Gesund – ein Leben lang“ wurde der von der Universität Marburg initiierte Antrag COMPARE bewilligt. Psychische Probleme sind sehr häufig mit großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten und erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität verbunden. Kinder von Eltern mit psychischen Störungen haben ein erhöhtes Risiko, diese Störungen selbst zu entwickeln. Das Hauptziel des COMPARE-Konsortiums ist es, eine wirksame Unterbrechung der Übertragung von psychischen Störungen und assoziierten somatischen Krankheiten von Eltern auf deren Kinder zu implementieren. Das IMBI ist in diesem Konsortium für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich.

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