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Zentrale Tel.: 06221-560

Immunologische Ambulanz / HIV-Spezialambulanz

Wir über uns

Wir behandeln in unserer Immunambulanz alle Formen der Hauterkrankungen bei denen immunologische Vorgänge eine entscheidende Rolle spielen (Autoimmunerkrankungen, Psoriasis vulgaris etc.) und Immundefekterkrankungen (z.B. HIV-Infektion).

Dabei legen wir Wert auf eine individuelle Betreuung.

Eine besonders enge Verzahnung zwischen ambulanter Betreuung und stationärer Behandlung führt zu einem optimalen Informationsfluss.

Es werden alle aktuellen Therapien angewendet, z.T. im Rahmen von klinischen Studien.

 

 

Das Team

Leitung des Bereiches

Oberarzt PD Dr. med. Martin Hartmann

 

 

Ärztliche Mitarbeiter

Assistenten der Klinik

 

 

Autoimmunerkrankungen

Schwerpunkte der immunologischen Ambulanz:

Wir behandeln in dieser Spezialambulanz Haut- undBindegewegserkrankungen, bei denen Abwehrmechanismen des Körperseigenes Gewebe angreifen.

 

Kollagenosen

Von den unten beschriebenen Kollagenosen kommen Unter- und Mischformen sowie Overlap-Syndrome unterschiedlicher Ausprägung vor.

Bei allen Erkrankungen arbeiten wir je nach Organbeteiligung eng mit anderen Fachabteilungen der Universitätsklinik Heidelberg zusammen, um die Patienten mit Ihren oft komplexen Krankheiten optimal zu behandeln.

 

Progressive systemische Sklerodermie

Es gibt sehr unterschiedliche Formen und Ausprägungen dieser Erkrankung, über deren Ursache noch sehr wenig bekannt ist. Es handelt sich um eine seltene, chronische, nicht ansteckende Erkrankung, bei der durch Abwehrprozesse des Körpers Entzündungen des Bindegewebes auftreten. Diese führen zu Verhärtung und Funktionseinschränkungen des Gewebes.

Welche Organsysteme betroffen sind und welche nicht, wird durch gezielte Untersuchungen der Organe festgestellt. Einige dieser Untersuchungen müssen in größeren Zeitabständen wiederholt werden. Eine komplette Heilung der Sklerodermie ist nicht möglich, die Erkrankungkann jedoch durch verschiedene Therapieformen gebessert und der Krankheitsverlauf und damit die Lebensqualität der Betroffenen günstig beeinflusst werden.

 

Bei systemischer Sklerodermie mit Beteiligung der Hände und der Füße helfen wärmende und durchblutungsförderne Maßnahmen, das Gewebe funktionsfähig zu halten und das Absterben von kleinen Hautarealen anden Finger- und Zehenspitzen zu verhindern. Bei Raucherinnen und Rauchern ist die wichtigste therapeutische Maßnahme mit dem Rauchen aufzuhören, da durch Nikotin - auch bei Konsum von nur wenigen Zigaretten täglich - unmerklich die Durchblutung um ein Vielfaches verschlechtert wird.

 

Dermatomyositis

Bei dieser seltenen Erkrankung richten sich Antikörper vornehmlich gegen Haut und Muskulatur. Rötliche bis hellviolette Schwellungen können insbesondere um die Augen, im Bereich von Hals, Brustausschnitt und an den Fingerrücken, dort oft auch mit leichter Knötchenbildung,auftreten. Die Muskelbeteiligung führt zu Muskelschmerzen und-schwäche. Die Erkrankung kann im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen auftreten, sie tritt aber auch isoliert in Erscheinung. Die Behandlung muss hier in einer Unterdrückung des Immunsystems über viele Monate erfolgen. Diese wird mit Corticosteroiden, anfangs in hoher Dosierung, meist in Kombination mit anderen Immunsuppressiva durchgeführt. Die Medikamente werden schrittweise unter sorgfältiger Überwachung der Erkrankung und der Nebenwirkungen reduziert. Das Ziel der Therapie ist die Ausheilung der Dermatomyositis.

 

Chronisch discoider Lupus erytematodes (CDLE)

Besonders an Hautarealen, die dem Tageslicht ausgesetzt sind, treten oft scheibenförmige Rötungen auf, die nur sehr langsam unter Ausbildungvon oft eingesunkenen Narben abheilen. Neben konsequentem Lichtschutzist bei hartnäckigen Erkrankungen auch die interne Behandlung möglich. Diese muss, wenn sie gut vertragen wird, meistens als Langzeittherapie durchgeführt werden.

Um eine Beteiligung innerer Organe im Rahmen eines systemischen Lupus erythematodes (s.u.) auszuschließen, führen wir Untersuchungen der einzelnen Organe, Gewebeproben der Haut und Untersuchungen im Blut durch.

 

Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Diese Erkrankung betrifft den gesamten Organismus. Verschiedene Organsysteme können in sehr unterschiedlichem Ausmaß von Störungen und Entzündungen durch Autoantikörper betroffen sein. Die Antikörper können sowohl im Gewebe als auch in Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Auch bei dieser Erkrankung ist eine Untersuchung der verschiedenen Organsysteme notwendig, um die Ausprägung der Erkrankung festzustellen.Die Behandlung erfolgt bedarfsgerecht entsprechend der jeweiligen Organbeteiligung. Die medikamentöse Therapie erstreckt sich von der Behandlung der Symptome wie beispielsweise Senkung des Blutdruckes, Besserung der Durchblutung bis hin zur Dämpfung der Entzündungsreaktion und Unterdrückung der Autoimmunprozesse durch Immunsuppressiva.

Blasenbildende Erkrankungen

Antikörper gegen Bestandteile bestimmter Hautschichten führen dazu, dass eine Ablösung der darüberliegenden Haut- und Schleimhautschichten in Form von Blasen auftritt. Die betroffene Hautschicht und die verursachenden Antikörper können wir in Gewebeproben und Spezialuntersuchungen nachweisen und so die Diagnose sichern. Danach wird die am besten wirksame Therapie zur Unterdrückung der Autoimmunreaktion ausgewählt. Die Therapiedauer kann sich über Monate (Bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris) bis zu vielen Jahren (z. B.bei Dermatitis herpetiformis Duhring, Epidermolysis bullosa aquisita) erstrecken.

 

 

HIV-Ambulanz

Die HIV-Ambulanz ist in der Immunologischen Sprechstunde integriert. In der HIV-Ambulanz betreuen wir beschwerdefreie oder symptomatische HIV-infizierte Patienten. Insbesondere beraten wir, wann eine Therapie begonnen werden sollte. Sollten Arzt und Patient gemeinsam zu der Entscheidung kommen, eine Behandlung durchzuführen, wird in der Regel eine Dreifachtherapie (Kombinationstherapie mit 3 verschiedenen Medikamenten) durchgeführt. Weitere Information finden Sie Opens external link in new windowhier.

 

Kontrolluntersuchungen werden in 3-6 monatigen Abständen vereinbart. Die HIV-Sprechstunde der Hautklinik ist auch Ansprechpartner für HIV-Patienten mit akuten oder chronischen Beschwerden. Für die Abklärung der Beschwerdebilder kann auch direkt ein stationärer Termin vereinbart werden. Im Rahmen der Beratung informieren wir über neue Medikamente oder Studien (Opens internal link in current windows. Studien). 

 

Weiter Informationen finden Sie unter Opens external link in new windowwww.hivinfo.de 

Terminvereinbarung

Terminvereinbarung:

Über das zentrale Patientenmanagement

Tel.: 06221 56- 8590

Termintelefon Mo-Fr von 7.30 bis 15 Uhr

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Adresse

Hautklinik
Im Neuenheimer Feld 440
69120 Heidelberg

Tel.: Pforte: 06221 56-4002 bzw. -7856

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